Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

11 Millionen Euro für Schulneubau in Weimar


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Für den Ersatzneubau der Gemeinschaftsschule „Am Hartwege 2“ erhielt die Stadt Weimar Fördermittel des Landes. „Mit dem neuen Schulgebäude werden aktuelle Standards an modernes und zukunftsorientiertes Lernen ermöglicht und umgesetzt. Die 11 Millionen Euro Fördermittel stammen aus unserem Schulbauinvestitionsprogramm und IBA-Ergänzungsmitteln“ sagte Staatssekretärin Karawanskij. „Als Projekt der Internationalen Bauausstellung Thüringen wird das moderne Schulgebäude Raum für neue Unterrichtsformen bieten und erhält somit Modellcharakter für ganz Thüringen und darüber hinaus. Die Schule in Weimar erfreut sich großer Beliebtheit und mit dem neuen Gebäude werden noch mehr Kinder dort lernen können.“

Die geplante Baumaßnahme bezieht sich auf einen Neubau der Weimarer Gemeinschaftsschule „Jenaplan“. Im Stadtgebiet Weimar ist die Schule aufgrund seiner offenen Lernform seit Jahren sehr gefragt. Die Schule verfügt aktuell über zwei Standorte - in der innenstädtischen Gropiusstraße und am neu entstehenden Standort „Am Hartwege“. Letzterer liegt am südöstlichen Stadtrand, im Stadtgebiet Oberweimar.

Für den Neubau wird mit Gesamtkosten von 16.023.223 Euro gerechnet, wobei der Eigenmittelanteil 5.023.223 Euro beträgt. Die Förderung des Landes stammt mit 5 Mio. Euro aus dem Schulinvestitionsprogramm und 6 Mio. Euro aus IBA-Ergänzungsmitteln.

Der Schulbau am Hartwege läuft als IBA-Projekt „StadtLandSchule“ und wurde mit intensiver Unterstützung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft entwickelt. Mit dem Schulbau werden neue pädagogische Anforderungen, Schulformen, Inklusions- und Energiekonzepte umgesetzt, die im Sinne der IBA-Idee Modellcharakter für andere Standorte in Thüringen und darüber hinaus haben. Die Gemeinschaftsschule ist außerdem das erste Pilotprojekt für das Planungswerkzeug ›Schulbau Open Source‹, das die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft in den nächsten Jahren als Qualitätsrahmen für guten Schulbau entwickeln wird.

Es ist geplant, einen gesamten Strang (1.-9. Klasse) sowie alle Klassen ab Stufe 10 im neu entstandenen Gebäude „Am Hartwege“ unterzubringen. Am Standort „Gropiusstraße“ verbleiben alle weiteren Klassen. Es sollen ein Gemeinschaftshaus, ein Lernhaus der Oberstufe und eines für die Klassen 1 bis 9 entstehen. Es werden neue und moderne pädagogische Räume geschaffen und durch erweiterte Flächen im Erdgeschoss wird ein qualifizierter Unterricht im Freien ermöglicht. Im Inneren wird auf robuste Materialien wie Beton, Kalksandstein und Holz gesetzt. Die Schule gliedert sich in circa 400 m² große Lernlofts, die modernsten pädagogischen Ansätzen entsprechen. Innerhalb dieser entstehen große Lernräume, Team- und Differenzierungsräume, offene Nischen, Leseecken, Rückzugsorte und Individuallernplätze. Geheizt wird über Fußbodenheizung auf Basis von Luft-Wärmepumpen. Ein modernes Brandschutz- und Sicherheitssystem wird umgesetzt. Der Bau soll bis 2024 abgeschlossen sein.

„Die Landesregierung ermöglicht mit den Fördermitteln den Neubau der Gemeinschaftsschule Jenaplan, die als Schultyp bei der Weimarer Bevölkerung stark nachgefragt ist. Das neue Gebäude dient für die Region als zukunftsweisendes Musterprojekt, das zudem alle Möglichkeiten einer inklusiven Beschulung bietet. Das etablierte, innovative Lernkonzept wird künftig auch durch das moderne Schulgebäude repräsentiert“, so Karawanskij. „Mit unserer Schulbauförderung sichern wir für die Lehrenden und Kinder in ganz Thüringen ein gutes Fundament für guten Unterricht. Das ist uns seit 2015 bei insgesamt 114 Schulbauvorhaben gelungen und wir werden auch im nächsten Jahr die Schulbauförderung fortsetzen. Der Schulbau ist eine Investition in die gute Zukunft Thüringens. Das wird das neu geförderte Schulgebäude Am Hartwege in Weimar besonders verdeutlichen.“

Die Jenaplanschule als Gemeinschaftsschule stellt eine durchgängige Schullaufbahn bis zum Abitur sicher. Die Zahl von Schülern mit sonderpädagogischem Gutachten steigt. Die staatliche Gemeinschaftsschule ist die größte Schule Weimars. Sie startete zu Beginn des Schuljahres 1993/94 als „Schulversuch Jenaplan“. Rund 20% der Schülerinnen und Schüler lernen nach Förderplänen und sonderpädagogische Gutachten in den Bereichen Sprache, Lernen, Verhalten, geistige Entwicklung oder einem Förderbedarf in Deutsch als Zweitsprache.

 

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: