DB Regio erhält Zuschlag für das Vergabenetz Franken Südthüringen –ab 2023 neuer Regional-Express zwischen Coburg und Erfurt auf ICE-Trasse


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Den Zuschlag erteilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL).Die Leistung wurde zusammen mit den Regionalexpress-Linien „Franken Südthüringen“ ausgeschrieben. „Der neue Regional-Express fährt ab 2023 fünfmal am Tag und wird die fränkische Metropolregion mit Coburg und Nürnberg sowie die Region um Sonneberg erstmals über die Neubaustrecke an die Landeshauptstadt Erfurt anbinden. In dem Verkehrsvertrag sind auch erneut die Expresslinien von Nürnberg nach Sonneberg und Saalfeld enthalten, ein Gewinn für alle Fahrgäste, besonders aus Bayern und Thüringen“, sagt Thüringens Infrastrukturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff.

Die vereinbarte Vertragslaufzeit für das E-Netz Franken-Südthüringen ist von Dezember 2023 bis Dezember 2035. Die Vergabe der Leistungen wurde europaweit ausgeschrieben. Es gab drei Angebote, von denen sich das der DB Regio durchsetzen konnte. Ab Dezember 2023 sind im Netz Franken-Südthüringen jährlich rund 5,7 Millionen Zugkilometer zu erbringen, davon 5,1 Millionen in Bayern und ca. 600.000 in Thüringen.

Der Verkehrsvertrag Franken-Südthüringen umfasst in Thüringen die Verkehrsleistungen auf den Strecken:

  • Nürnberg – Lichtenfels – Kronach – Saalfeld          
  • Nürnberg – Bamberg – Coburg – Sonneberg (via Schnellfahrstrecke VDE 8)
  • Nürnberg – Coburg – Erfurt (via Schnellfahrstrecke VDE 8)

Des Weiteren werden in Bayern folgende Strecken bedient:

  • Nürnberg – Erlangen – Bamberg – Lichtenfels – Coburg
  • Bamberg – Schweinfurt – Würzburg

Die zunächst als Eventualposition angefragte RE-Verbindung nach Erfurt wird in dem Verkehrsvertrag realisiert. In den zeitlichen Zwischenlagen der vier ICE-Verbindungen Coburg – Berlin werden zusätzlich fünf Zugpaare umsteigefrei von Nürnberg über Bamberg und Coburg nach Erfurt fahren. Mit der vorgesehenen Fahrzeit von 35 Minuten zwischen Coburg und Erfurt können in der Thüringer Landeshauptstadt kurze Anschlüsse Richtung Halle, Leipzig und Berlin erreicht werden. Mit dem 190 km/h schnellen Regionalexpress und den vier ICE-Zugpaaren entsteht eine etwa zweistündliche Nordanbindung von Coburg und dem Landkreis Sonneberg Richtung Erfurt. Gleichwohl gehen die Auftraggeber davon aus, dass die DB Fernverkehr AG die derzeitigen Fernverkehrsleistungen mindestens im derzeitigen Umfang beibehält.

Die stündlichen Verbindungen von Coburg nach Sonneberg werden über die Verlängerung der von Nürnberg via Lichtenfels kommenden Züge umgesetzt. Von Sonneberg aus werden künftig die Direktverbindungen über die Schnellfahrstrecke in Richtung Nürnberg von vier auf elf erhöht.

Zudem verkehrt ausgehend vom Anschlussknoten Nürnberg zur halben Stunde ein stündlicher Regional-Express nach Saalfeld. Die heutige FTX Verbindung zwischen Nürnberg – Saalfeld – Jena – Leipzig wird dann durch die neue IC-Linie 61 bedient. Jede zweite Stunde fährt bis Bamberg ein Zugteil mit, der von dort dann über Schweinfurt nach Würzburg abzweigt.

Um 30 Minuten versetzt dazu fährt die RE-Linie Nürnberg – Coburg – Sonneberg/Erfurt. Nördlich von Bamberg nutzt diese Linie die als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 vor gut zwei Jahren eröffnete Neubaustrecke.

DB Regio erhält den Zuschlag auf ein Konzept mit vier- und sechsteiligen Doppelstock-Triebzügen. Für den Verkehr über die Neubaustrecke VDE 8 sind 190 km/h Höchstgeschwindigkeit, ETCS-Ausrüstung, Druckertüchtigung und mindestens 600 Sitzplätze sichergestellt. Für die übrigen Linien sind vierteilige Fahrzeuge mit 160 km/h Höchstgeschwindigkeit und rund 360 Sitzplätzen vorgesehen.

 

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