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Flurbereinigungsverfahren Wipfratal: Ländliche Neuordnung schafft multifunktionale Wege


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Sieben ländliche Wege mit den dazugehörigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurden 2020 und 2021 im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Wipfratal geschaffen. Diese übergab Staatssekretärin Susanna Karawanskij heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Thüringer Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation, Uwe Köhler, an die Stadt Arnstadt als künftige Eigentümerin und Unterhaltungspflichtige. Die ländlichen Wege ermöglichen, dass die Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft gesteigert werden kann. Darüber hinaus integriert sich einer dieser Wege in das vorhandene Radwegekonzept des Landkreises und hilft damit, Flächen für zusätzliche Radwege einzusparen.

„Mit den durchgeführten Ausbaumaßnahmen wurde die ländliche Infrastruktur unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten grundlegend modernisiert. Zudem wurde ein wesentlicher Beitrag zur kommunalen und ländlichen Entwicklung geleistet. Das geschaffene Wegenetz ermöglicht den Landwirtschaftsbetrieben ihre Arbeitsproduktivität zu steigern. Dadurch verbessern sie ihre Position im Wettbewerb. Durch die Wege wird aber auch die ländliche Umgebung Arnstadts attraktiver. Die wunderschöne Landschaft kann durch Naherholungssuchende erlebt und erfahren werden“, so die Staatssekretärin.

Hintergrundinformationen:

Wipfratal ist eine Gemeinde im Thüringer Ilm-Kreis, die im Januar 2019 in die Kreisstadt Arnstadt eingemeindet wurde. Der Ortsteil liegt zwischen den drei größten Städten des Kreises: Arnstadt im Norden, Ilmenau im Süden und Stadtilm im Osten. Benannt ist Wipfratal nach dem Fluss Wipfra, an dem sieben der zwölf Ortsteile liegen.

Das Flurbereinigungsverfahren Wipfratal wurde 1995 im Rahmen der "Verkehrsprojekte Deutsche Einheit" als Unternehmensflurbereinigung an der sogenannten Bündelungstrasse ICE / BAB 71 angeordnet.

Für den Bau der Bündelungsstrecke und die damit verbundenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurden in den betroffenen Gemarkungen ländliche Grundstücke in großem Umfang in Anspruch genommen. Die Bündelungstrasse zerschnitt wirtschaftlich zusammenhängende Flächen, unterbrach Wegeverbindungen und Gewässer. Es entstanden unwirtschaftliche Grundstücksgrößen und -formen, die oftmals nicht mehr gewährleisteten, dass landwirtschaftliche Flächen erschlossen werden konnten. Für die Betroffenen führte dies zu erschwerter Bewirtschaftung der Flächen und betriebswirtschaftlichen Einbußen.

Die von den Unternehmensträgern verursachten Eingriffe in das Eigentum und die Agrarstruktur sowie die entstehenden Nachteile für die allgemeine Landkultur ließen sich mildern bzw. vermeiden, indem das Verfahrensgebiet im Rahmen einer Flurbereinigung neu geordnet wurde. Zudem wurde ein den örtlichen Verhältnissen angepasstes Wege- und Gewässernetz mit landschaftspflegerischen Begleitmaßnahmen geplant und realisiert.

Neben den sieben neu geschaffenen ländlichen Wegen auf ca. 4,6 km Länge wurde im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Feldgehölz auf 1.450 m² am Hain bei Arnstadt angepflanzt und ein Biotop auf ca. 23.000 km² am ehemaligen Steinbruch bei Dannheim entwickelt. Zudem wurden ein Wehr bei Hausen zurückgebaut und einheimische Laubbäume angepflanzt.

Die Kosten dieser Maßnahmen umfassen ca. 1 Mio. Euro, gefördert wurden sie mit 940.000 Euro. Insgesamt sind im Flurbereinigungsverfahren Wipfratal förderfähige Ausführungskosten von ca. 2,5 Mio. Euro geplant, knapp 2,3 Mio. Euro sind als Fördermittel veranschlagt.

 

 

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