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Keller kündigt weitere Unterstützung für Waldbesitzer an


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Termin: 20. November 2019, 14 Uhr; Fototermin 13:50 UhrOrt: Hotel Thalfried, Am Park 11, 99846 Ruhla OT ThalThüringens Forstministerin Birgit Keller informiert am Mittwoch (20.11.) auf der Bundestagung Gemeinsamer Forstausschuss „Deutscher Kommunalwald“ in Ruhla über die aktuellen Entwicklungen bei der Aufarbeitung der Waldschäden.

Ministerin Keller dazu: „Unserem Wald geht es schlecht. Wir unterstützen die Privaten- und Kommunalwaldbesitzer, damit sie diese Krise überstehen können und die vielfältige Waldbesitzerstruktur in Thüringen erhalten wird.“

Keller betont, dass die Landesregierung im laufenden Jahr bereits 8 Mio. Euro Landesmittel zusätzlich als außerplanmäßige Ausgaben für die Bewältigung der Extremwetterereignisse bereitgestellt hat und bis 2022 rund 27,5 Millionen Euro bereitstehen. „Das sind erste Schritte, um unseren Thüringer Aktionsplan Wald 2030 in den nächsten 10 Jahren mit 500 Millionen Euro umzusetzen“, so Keller.

Zudem stünden für die Maßnahmen des Aktionsplans im privaten und körperschaftlichen Waldbesitz bereits forstliche Förderinstrumente zur Verfügung. Das betrifft vor allem den langfristigen Waldumbau zu klimastabilen und artenreichen Mischwäldern. Bereits jetzt sind Vorhaben zum Waldbrandschutz, wie die Anlage von Löschwasserteichen, förderfähig.

Neue Förderrichtlinie wird abgestimmt

„Der Entwurf der neuen Förderrichtlinie des Landes zur Schadensbewältigung ist mit dem Thüringer Gemeinde- und Städtebund sowie dem Waldbesitzerverband  abgestimmt. Derzeit liegt der Entwurf dem Finanzministerium und dem Rechnungshof zur Prüfung vor. Ich bin zuversichtlich, dass die Förderrichtlinie in Kürze in Kraft treten kann“, so Keller.

Die neue Richtlinie zielt unter anderem darauf ab, die forstlichen Zusammenschlüsse zu sichern und die waldbesitzenden Kommunen zu unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Hilfen für den Kleinprivatwald.

„Bund nicht aus seiner Verantwortung entlassen“

Im Vorfeld des Gemeinsamen Forstausschuss „Deutscher Kommunalwald“ wiederholt Thüringens Forstministerin ihre Forderung an den Bund:

„In Thüringen haben wir bereits die nötigen und möglichen Hilfsmaßnahmen auf Landesebene eingeleitet. Der Erhalt unserer Wälder liegt im nationalen Interesse. Die bisher vom Bund angekündigten Finanzhilfen von 547 Mio. Euro für die nächsten vier Jahre sind ein erster Schritt, der den Herausforderungen bei der Waldrettung bei weitem nicht gerecht wird. Im Interesse der Kommunen und der Waldbesitzer brauchen wir eine deutliche Aufstockung der Bundesmittel, eine bedarfsgerechte Verteilung nach Betroffenheit der Länder und eine Verstetigung der Mittel über die angekündigten vier Jahre hinaus. Uns allen ist bewusst, dass wir hier vor einer Aufgabe stehen, die sich nicht in vier Jahren lösen lässt. “

Der Körperschaftwald Thüringens umfasst mit fast 90.000 Hektar  etwa 16 Prozent der Landeswaldfläche in rund 600 Städten und Gemeinden sowie Stiftungen, Anstalten und Verbänden. Mit dem Gemeinde – und Städtebund Thüringen hat der Kommunalwald einen starken politischen Interessenvertreter.

Hintergrund

Der Gemeinsame Forstausschuss vertritt den Kommunalwald in Deutschland, der 25 % der Waldfläche einnimmt. Er setzt sich zusammen aus Vertretern des Deutschen Städtetages, des Deutschen Landkreistages sowie des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

 

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