Keller übergibt Förderbescheid über 530.000 Euro für Erfurter Zoopark


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller übergab heute (24.10.2019) einen Förderbescheid an Oberbürgermeister Andreas Bausewein und die Zoodirektorin Dr. Sabine Merz. „Die 530.000 Euro Fördermittel für das neue Sozialgebäude werden die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und die Energiebilanz im Zoopark wesentlich verbessern. Das geplante Plus-Energie-Haus ist ein Vorzeigeprojekt für andere öffentliche Bauten. Es produziert fünfmal mehr Energie, als es verbraucht. Der Energieüberschuss wird in das Netz des Zoos eingespeist. Hier werden sozialer und ökologischer Fortschritt vorbildlich miteinander kombiniert“, so Keller.

Ein geeigneter Standort für den Neubau wurde beim Wirtschaftshof des Thüringer Zooparks gefunden. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen 820.000 Euro, unterstützt mit 530.000 EFRE-Fördermitteln.  

Das Gebäude erfüllt die Anforderungen an ein Plus-Energie-Haus. Die Wärme- und Warmwasserbereitstellung, sowie die Lüftungs-, Sanitär- und Elektrotechnik des Gebäudes benötigen weniger Energie als das Gebäude selbst erzeugt. Hierfür werden regenerative Energietechniken wie Photovoltaik und Wärmepumpen eingesetzt. Das Haus wird etwa 4.300 Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) verbrauchen, bei einem erwarteten Stromertrag von rund 22.000 kWh. Die überschüssige Energie wird in das Netz des Zooparks eingespeist, unter anderem können drei Ladestationen für die E-Bikes des Personals versorgt werden. „Das neue Sozialgebäude wird ein Musterbeispiel für CO2-neutrales Bauen im kommunalen Bereich“, so Keller.

Mit dem Förderbescheid für das neue Sozialgebäude im Thüringer Zoopark sind nun alle 18 Vorhaben der Landeshauptstadt in der aktuellen EFRE-Förderperiode 2014-2020 bewilligt. Erfurt ist damit in Thüringen die Kommune mit den meisten Einzelvorhaben und der höchsten Gesamtfördersumme von rund 31,4 Mio. Euro. Zudem ist es die einzige Stadt, die in dieser Förderperiode in allen vier EFRE-Programmen des TMIL Vorhaben beantragt hat.

„Die Förderung des Städtebaus ist eine der wichtigsten Aufgaben des Landes, um die Thüringer Kommunen langfristig attraktiv zu halten und für den demografischen und klimatischen Wandel zu wappnen“, sagte die Ministerin  in Erfurt. „Natürlich beschleunigen gerade die Vorbereitungen zur BUGA 2021 die naturnahe Stadtentwicklung. Es ist darüber hinaus wichtig, andere Projekte im Blick zu behalten. Der Zoopark in Erfurt ist der größte zoologische Garten im Freistaat und eine wichtige touristische Attraktion. Es freut mich sehr, dass wir den Neubau des Sozialgebäudes mit Fördermitteln unterstützen können.“

Hintergrund:

In der EU-Fondsförderperiode 2014-2020 stehen dem TMIL EFRE-Fördermittel in Höhe von 232,2 Mio. Euro zur Unterstützung der nachhaltigen Stadtentwicklung in Thüringer Kommunen zur Verfügung.

In den Jahren 2015 und 2016 hat das TMIL einen EFRE-Wettbewerb ausgelobt, bei dem sich alle zentralen Orte des Freistaats als EFRE-Förderkommunen bewerben konnten.

Insgesamt 40 Städte und Gemeinden haben sich dabei in zwei Runden für eine EFRE-Förderung qualifiziert. Ende 2016 wurden die ersten Zuwendungsbescheide vom Thüringer Landesverwaltungsamt als zuständige Bewilligungsbehörde ausgestellt. Seither sind EFRE-Mittel in Höhe von über 75 Mio. Euro bewilligt worden. Mit dem nun durch Ministerin Keller bestätigten Jahresprogramm 2019/2020 sind alle zur Verfügung stehenden EFRE-Mittel in der nachhaltigen Stadtentwicklung für konkrete Förderprojekte in den Kommunen verplant.

Diese Seite teilen:

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: