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Kontinuität bei den Verbindungen, Übernahmegarantien für das Zugpersonal und modernste Digitalisierung – Freistaat Thüringen schreibt Bedingungen für die Vergabe des Schienennetzes in Ostthüringen europaweit neu aus


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Thüringen, vertreten durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, hat als federführender Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs die Leistungen für Teile des Schienennetzes in Ostthüringen, Nordwestsachsen, im südlichen Sachsen-Anhalt und Nordostbayern (sogenanntes Ostthüringennetz) in einem öffentlichen, europaweiten Verfahren ausgeschrieben.

„Dafür haben wir klare Leitplanken formuliert, wie Kontinuität bei den Verbindungen, Übernahmegarantien für das Zugpersonal einschließlich der Lokführerinnen und Lokführer sowie modernste Digitalisierung. Es geht um eine gute, langfristige und fahrgastfreundliche Sicherung des Schienenpersonennahverkehrs. Die Ausschreibung des Ostthüringennetzes ist ein Beitrag zur Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs und des Klimaschutzes in unserem Land“, sagte heute die Thüringer Verkehrsministerin Susanna Karawanskij.

Zum Hintergrund:

Der Freistaat Thüringen (hier Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft) schreibt gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG), der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA), dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) und dem Zweckverband öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) Leistungen in Ostthüringen, Nordwestsachsen, im südlichen Sachsen-Anhalt und Nordostbayern (sogenanntes Ostthüringennetz) in einem öffentlichen, europaweiten Verfahren aus.
Die Laufzeit des Verkehrsvertrages wird zwölf Jahre betragen, d. h. von Dezember 2024 bis Dezember 2036.
Dabei geht es um die Linien Leipzig – Gera – Saalfeld (Saale), Leipzig – Gera – Zeulenroda – Hof, Saalfeld (Saale) – Bad Lobenstein – Blankenstein, Erfurt – Weimar – Jena – Gera, Jena Saalbf – Orlamünde – Pößneck unt Bf, (Apolda –) Weimar – Kranichfeld und optional Zeitz – Weißenfels.

Aufgrund der vorgesehenen Elektrifizierung der Strecke Weimar –Jena – Gera – Gößnitz mit voraussichtlicher Fertigstellung in 2028 beginnt im Dezember 2028 eine 2. Betriebsstufe mit den zusätzlichen Linien (Leipzig –) Greiz – Plauen – Weischlitz, Gera – Greiz (– Plauen – Weischlitz – Adorf). Zudem wird die Linie Erfurt – Weimar – Jena – Gera zu diesem Zeitpunkt aus dem Ostthüringennetz herausgelöst. Der Leistungsumfang in der Betriebsstufe 1 beträgt inklusive der Option ca. 4,56 Mio. Zugkilometer pro Jahr bzw. 4,33 Mio. Zugkilometer pro Jahr in der Betriebsstufe 2. Neu ist die Forderung eines Personalüberganges von den Vorbetreibern und ein jährliches Ausbildungskontingent zur Absicherung einer dauerhaften Verfügbarkeit von Triebfahrzeugführer:innen und Zugbegleiter:innen. Neu ist ebenso die Nutzung von WLAN, aber auch Videoüberwachung in allen Fahrzeugen, um das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu erhöhen und Vandalismus vorzubeugen.

Weitere Bestandteile der Ausschreibung sind:

  • Mehrzweckabteile zur Beförderung von Rollstuhlfahrer:innen, Kinderwagen und Fahrrädern,
  • Klimatisierung,
  • Fahrkartenerwerb über Automaten im Zug oder als Handy-Ticket,
  • elektronische Fahrplanauskunft, Fahrgastinformation in den Fahrzeugen (sowie im Internet),
  • kostenlose Fahrradbeförderung (außer auf dem Gebiet der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH),
  • Fortführung der Kundengarantien (Informations- und Vertriebsgarantie, Einstiegsgarantie, Antwortgarantie, Sauberkeitsgarantie).

 

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