Lückenschluss: Spatenstich für Bau der Ortsumfahrungen Holbach und Günzerode im Zuge der B 243


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Zum heutigen (21.10.) feierlichen Spatenstiches für den Neubau der Ortsumfahrungen Holbach und Günzerode entlang der B 243 sagte Verkehrsstaatssekretärin Susanna Karawanskij: „Zwei benachbarte Bundesländer rücken 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch ein Stück näher zusammen. Zwischen der A 38 in Thüringen und der B 27 in Niedersachsen wird mit dem Bau der Ortsumfahrungen Holbach und Günzerode eine Lücke geschlossen, die für die gesamte Region bedeutsam ist. Denn die B 243 wird dann keine Ortschaft mehr durchqueren. Pendler, der Güterverkehr und auch Touristen werden künftig schneller und sicherer am Ziel sein. Für die Menschen in den betroffenen Gemeinden ist es ein Zugewinn an Lebensqualität und Sicherheit, wenn täglich rund 7.400 Fahrzeuge weniger durch die Orte fahren.“

Die knapp 10 Kilometer lange Strecke ist das letzte Teilstück der neu ausgebauten B 243. Nach ihrer Fertigstellung, die 2026 geplant ist, wird die B 243 dann durchgängig dreispurig befahrbar sein, wobei es wechselnde Überholstreifen gibt. Insgesamt werden entlang der Trasse neun neue Brücken errichtet. Rund 57,4 Mio. Euro wird der Bund in den Bau investieren.

Neben der Verkehrssicherheit wurde im Rahmen der Planungen auch auf den Lärmschutz ein besonderes Augenmerk gelegt. Um Haferungen und Günzerode auch vom Verkehrslärm zu entlasten, ist die Strecke auf rund 450 Metern auf dem Hamsterberg in den Hügel eingelassen.

Mehr als 50 vom Bund finanzierte Ortsumfahrungen wurden seit 1990 in Thüringen im Zuge von Bundesstraßen gebaut. Im Vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen 2016 sind für Nordthüringen die Ortsumfahrungen Nordhausen und Niedersachswerfen (B 4) sowie die Ortsumfahrungen für Ferna, Teistungen, Kallmerode, Mühlhausen, Höngeda und Großengottern entlang der B 247 eingeordnet, die bis 2030 realisiert oder zumindest begonnen werden sollen. Der Landesstraßenbedarfsplan 2030 sieht bis 18 Neubauvorhaben vor, wobei in Nordthüringen beispielsweise die Ortsdurchfahrt Leinefelde (L 3080) im Zusammenhang mit dem Neubau der B 247 Ortsumfahrung Kallmerode umgesetzt werden soll.

„Straßenbau ist eine Daueraufgabe des Landes und unser Prinzip bleibt Ausbau und Erhalt vor Neubau. Bei Neubauprojekten stehen für uns Ortsumgehungen im Fokus, mit denen die Umwelt- und Lärmbelastungen für die Menschen in den Gemeinden verringert und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Bis 2030 sehen wir einen Investitionsbedarf im Straßenbau von etwa einer Milliarde Euro. Das ist kein Widerspruch zu unserer klimapolitisch ausgerichteten Verkehrspolitik. Denn in allen Landesteilen konzentrieren wir uns neben dem Straßenbau vor allem auf einen gut ausgebauten Nahverkehr mit Bus und Bahn sowie die Entwicklung eines landesweiten Verkehrsverbundes für Thüringen“, sagte Karawanskij.

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