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Mehr Speisefische aus Thüringen: Produktion um 11 Prozent gestiegen


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

In Thüringen wurden 2020 elf Prozent mehr Speisefische produziert als im Vorjahr. Insgesamt erzeugten die 56 Aquakulturbetriebe 808 Tonnen Speisefische. Die wichtigsten Fischarten sind Regenbogenforelle und Karpfen, die zusammen fast zwei Drittel der Produktionsmenge abdecken.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) unterstützt die Investitionen von Fischereibetrieben in technische Verbesserung der Haltungsbedingungen bis 2023 mit insgesamt 5,3 Mio. Euro. Davon sind 1,3 Mio. Euro Landesmittel. „Es ist eine sehr gute Entwicklung, dass trotz der Trockenheit der vergangenen Jahre die Thüringer Fischereibetriebe wieder mehr produzieren. Unsere Förderung moderner Technik zahlt sich aus. Speisefisch ist ein gesundes Lebensmittel, das regional produziert und vermarktet wird", sagt Staatssekretär Torsten Weil.

Durch Investitionen in Technik und Ausrüstung wie Pumpen oder Belüftungssysteme für das Anlagenwasser lässt sich die Wasserqualität oder die Mehrfachnutzung von Wasser verbessern. So können Unternehmen die Haltungsbedingungen in den Fischzuchtanlagen und Teichen verbessern sowie Fischverlusten vorbeugen.

Aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds stehen Thüringen bis Ende 2023 insgesamt 4 Mio. Euro zur Verfügung. Diese werden mit ca. 1,3 Mio. Euro Landesmitteln kofinanziert. Davon werden jährlich ca. 650.000 Euro Fördermittel an Unternehmen des Fischereisektors für Investitionen in Aquakulturanlagen in die verbesserte Verarbeitung von Produkten und als Ausgleich für erbrachte Umweltleistungen ausgereicht.

„Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass ein- bis zweimal die Woche Fisch auf unserem Speiseplan stehen sollte. Die Umweltbilanz von importiertem Fisch ist jedoch fragwürdig. Deshalb tragen die Thüringer Fischereibetriebe mit ihrem regional erzeugten Angebot zu einer gesunden Ernährung und zum Umweltschutz bei", so Weil.

Thüringen belegt mit etwa 5 kg Pro-Kopf-Einkauf Platz 14 unter den Bundesländern und liegt damit noch unter dem deutschen Durchschnitt von 5,2 Kilogramm. Staatssekretär Weil sieht noch Potenzial. „Beim Fischkonsum ist im Freistaat noch Luft nach oben. Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Menschen in Thüringen die gesunden Produkte nachfragen und zugleich die regionalen Fischbetriebe unterstützen, indem sie bei den Direktvermarktern an der Theke, im Hofladen oder auf einem Thüringer Wochenmarkt ihren Fisch beziehen. Dort können sie auf die Frischequalität vertrauen, denn die Aufzucht ist naturnah und die Transportwege sind kurz."

In Bundesländern wie Thüringen ohne geografischen Anschluss ans Meer wird die Fischproduktion unter anderem mit Fischzuchtanlagen und Aquakulturen betrieben. Bundesweit gibt es etwa 2.500 Aquakulturbetriebe, die insgesamt circa 18.500 Tonnen Fisch erzeugen. Der Anteil Thüringer Produzenten an der deutschlandweiten Fischerzeugung lag 2020 bei 4,3 Prozent und damit 0,4 Prozent über dem Vorjahr.

Neben Regenbogenforelle (507 t) und Karpfen (186 t) werden in Thüringen vor allem Lachsforelle (62 t), Bachsaibling (15 t), Bachforelle (14 t) und Schleie (3 t) produziert. Die sonstigen weiteren Speisefischarten hatten in Thüringen 2020 eine Produktionsmenge von 23 t.

Eine Übersicht der Thüringer Unternehmen und Produkte aus der Branche „Fisch, Fischerzeugnisse" finden Sie auf der Seite des Agrarmarketings Thüringen: www.agrarmarketing-thueringen.de/unternehmen-produkte

 

 

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