Minister Hoff: „Digitalisierung sowie nachhaltiges und ökologisches Bauen stehen im Fokus der BMK“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Thüringen ist in diesem und im kommenden Jahr Vorsitzland für die Konferenz der Bauminister*innen (BMK). Am 24. und 25. September tagt diese im congress centrum weimarhalle in Weimar. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Themen Digitalisierung, ökologische Baustoffe und bezahlbares Wohnen.

Bauen mit ökologischen Baustoffen, insbesondere Bauen mit Holz, ist für Thüringen ein wichtiges Thema. „Wir werden Bauen mit Holz, im privaten wie im öffentlichen Bereich, noch stärker fördern. Bauen mit Holz ist ein vergleichsweise einfacher Beitrag, Ressourcen und das Klima zu schützen“, sagt Minister Hoff. In den vergangenen Jahren sind bereits viele rechtliche Grundlagen geschaffen wurden, um den Einsatz von Holz als Baustoff für tragende Bauteile in baurechtlicher Hinsicht zu erleichtern. Es wurden die Musterbauordnung und Landesbauordnungen angepasst und verschiedene Forschungsvorhaben initiiert. Auf der BMK in Weimar geht es unter anderem um die Frage, inwieweit ökologische Dämmstoffe in Außenwänden eingesetzt werden können.

Digitalisierung als Chance für effizientes Bauen nutzen

Die Digitalisierung bauaufsichtlicher Verfahren bietet große Chancen für effizientere Bauabläufe und schnellere Kommunikationsprozesse. Das umfasst beispielsweise die Koordination zwischen den bauwilligen Bürgerinnen und Bürgern, den Genehmigungsbehörden und den ausführenden Bauunternehmen. Digitalisierung wird als Thema auf der Konferenz unter verschiedenen Aspekten behandelt werden. „Die Digitalisierung bietet großes Potenzial, Bauprozesse günstiger und schneller umzusetzen. Der digitale Bauantrag soll der Normalfall werden, Papieranträge sind ein Auslaufmodell “, sagt der Minister. Hierfür ist geplant, die Musterbauordnung entsprechend anzupassen.

Den Sozialen Wohnungsbau stärken

„Der Soziale Wohnungsbau hat in Thüringen in den vergangenen Jahren einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Aktuell haben wir ein überwältigendes Interesse der Wohnungsbaufirmen, an unseren Förderprogrammen“, sagt Minister Hoff vor der BMK. In diesem Jahr werden voraussichtlich Vorhaben in Höhe von mehr als 120 Mio. Euro bewilligt werden, darunter sind zwei Großprojekte in Jena, wo der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist. „Der Bund hat in den vergangenen Jahren den Ländern Mittel für den Sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt. Jetzt, wo der Bedarf weiter wächst und die Förderangebote angenommen werden, zieht er sich jedoch zunehmend wieder zurück. Dabei bleibt der Wohnungsbau und die Entlastung der Mieterinnen und Mieter die wichtigste soziale Frage in ganz Deutschland. Wir werden bei der BMK also darüber zu diskutieren haben, wie der Soziale Wohnungsbau in Deutschland ausreichend finanziert werden kann. Wir müssen uns verständigen, welchen Beitrag der Bund, die Länder und auch Europa hier leisten können.“  

gez. Antje Hellmann
Pressesprecherin

 

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