Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Ministerin würdigt die FH Erfurt als Trägerin des Thüringer Staatspreises für Baukultur


Der Hörsaal-Neubau „Green Campus“ der Fachhochschule Erfurt ist Träger des Thüringer Staatspreises für Baukultur 2020/2021. Nachdem der Preis im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt und bereits im September offiziell verliehen wurde, enthüllte Bauministerin Susanna Karawanskij heute mit dem Präsidenten der FH Erfurt, Prof. Dr. Frank Setzer, eine entsprechende Plakette am „Green Campus“. Dieser konnte nun auch offiziell eröffnet werden, nachdem die Corona-Pandemie dies bislang nicht möglich machte. Zugleich wurde im Rahmen der Veranstaltung das 30-jährige Jubiläum der FH Erfurt gewürdigt.

Prof. Dr. Frank Setzer (Präsident der FH Erfurt) begrüßt Ministerin Susanna Karawanskij vor dem Hörsaalgebäude
Prof. Dr. Frank Setzer (Präsident der FH Erfurt) begrüßt Ministerin Susanna Karawanskij | Foto: D. Santana (TMIL)
Detailansicht der Holzfassade Green Campus Hörsaalgebäudes
Foto: D. Santana (TMIL)
Eingangsbereich mit Fensterfront
Eingangsbereich | Foto: D. Santana (TMIL)
Die verhüllte Plakette
Die verhüllte Plakette | Foto: D. Santana (TMIL)
Ministerin Karawanskij und Präsident Setzer enthüllen die Plakette
Ministerin Karawanskij und Präsident Setzer enthüllen die Plakette | Foto: D. Santana (TMIL)
Prof. Philipp Krebs (Fakultät Architektur und Stadtplanung, FH Erfurt) begrüßt die Gäste
Prof. Philipp Krebs (Fakultät Architektur und Stadtplanung, FH Erfurt) begrüßt die Gäste | Foto: D. Santana (TMIL)
Die Besucherrunde spiegelt sich in den Fenstern des Hörsaals
Foto: D. Santana (TMIL)
Ministerin Karawanskij begrüßt die Gäste
Foto: D. Santana (TMIL)
Michael Rommel (stellv. Vorsitzender des BDA Thüringen) überbringt ein Geschenk vom Bund Deutscher Architekten Thüringen
Michael Rommel (stellv. Vorsitzender des BDA Thüringen) überbringt ein Geschenk vom Bund Deutscher Architekten Thüringen | Foto: D. Santana (TMIL)
Architekt Matthias Funken (funken architekten) lädt das Publikum in den Hörsaal ein
Architekt Matthias Funken (funken architekten) lädt das Publikum in den Hörsaal ein | Foto: D. Santana (TMIL)
Matthias Funken präsentiert den Entstehungsprozess des Gebäudes im Hörsaal
Matthias Funken präsentiert den Entstehungsprozess des Gebäudes, bei dem viele Studenten der FH Erfurt aus den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Energie-/Gebäudetechnik beteiligt waren | Foto: D. Santana
Außenansicht des Green Campus Hörsaalgebäudes mit Eingangsbereich
Foto: D. Santana (TMIL)

„Mit dem ambitionierten Vorhaben des „Green Campus“ hat sich die FH Erfurt viel vorgenommen und ist verdient mit dem erstmals vergebenen Thüringer Staatspreises für Baukultur gewürdigt worden“, so die Ministerin. „Es freut mich sehr, dass es sich um ein Projekt handelt, dass mit den Studierenden initiiert und vorentworfen und vom Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) als Hochschulbauvorhaben des Landes weiterentwickelt und umgesetzt wurde. Daran sieht man, dass das Land seiner Vorbildwirkung gerecht wird, nachhaltige und zukunftsweisende Lösungen im Baubereich zu entwickeln und umzusetzen. In diesem Fall das verantwortungsvolle, nachhaltige Bauen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz“, fügte sie hinzu.

Der Präsident der FH Erfurt, Prof. Dr. Frank Setzer, sagte: „Der Entwurf für das Projekt Green Campus entstand im Wintersemester 2016/2017 durch Studierende der Fachrichtungen Architektur sowie Gebäude- und Energietechnik der FH Erfurt. Die Studierenden gingen der Frage nach, wie „temporärer Raumbedarf mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz sowie eine umweltfreundliche Heiz- und Belüftungstechnik befriedigt werden kann, ohne ein dauerhaftes Bauwerk zu errichten.“ Der Hörsaal-Neubau wird heute überwiegend durch die Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst der FH Erfurt genutzt. „Unsere „grünen Studiengänge“ sind mit dem Green Campus dadurch sinnbildend eingebettet in die vor allem für Thüringen bedeutsame Wertschöpfungskette Wald – Holz – Gesellschaft.“, so Setzer weiter.

Im Anschluss an die Enthüllung der Plakette fand die öffentliche Ringvorlesung der FH Erfurt „Holzbau als Chance“ mit dem Thema „Unterstützt der Holzbau die gesunde Entwicklung unserer Kinder?“ statt. Das sei nur ein Beispiel, wie auch die Erfurterinnen und Erfurter den Green Campus erleben können.

Das Projekt „Green Campus“ zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus, die für die 12-köpfige Staatspreis-Jury auch die Gründe für die Verleihung des Staatspreises waren: Es handelt sich um einen Experimentalbau in Holztafelbauweise, der eine nachhaltige und umweltschonende Raumlösung bietet. Der „Green Campus“ kann in gut transportierbare Module demontiert werden und ist somit ein mobiles und auch für andere Zwecke wiederverwendbares Gebäude zur Lösung eines temporären Raumbedarfs an der FH. Er verfügt zudem über eine regenerative Heiz- und Belüftungstechnik, ist barrierefrei zugänglich und stellt hohe Ansprüche an die Raumakustik. Das Erscheinungsbild des „Green Campus“ ist harmonisch und schlicht und zugleich markant und monolithisch. Insbesondere die Fakultät für Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst nutzen das Gebäude.

Das Projekt hat eine besondere Vorgeschichte: Der Entwurf basiert auf einer interdisziplinären Entwurfsarbeit von Studierenden der Fachrichtungen Architektur sowie Gebäude- und Energietechnik der FH Erfurt. Die Umsetzung erfolgte durch die die staatliche Hochbauverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Büro Funken Architekten pragmatisch nahezu im Zeit- und Kostenrahmen. (1.230.000 EUR)

Hintergrundinformation zum Thüringer Staatspreis für Baukultur

Der neue „Thüringer Staatspreis für Baukultur“ tritt an die Stelle der seit 1997 bis zum Jahr 2019 jährlich abwechselnd vergebenen Thüringer Staatspreise für Architektur und Städtebau sowie für Ingenieurleistungen. Er wird vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ausgelobt und in Kooperation mit der Architektenkammer Thüringen und der Ingenieurkammer Thüringen vergeben. Die Durchführung des Staatspreisverfahrens 2020/2021 erfolgte in Kooperation mit der Stiftung Baukultur Thüringen.

Der Preis prämiert herausragende und beispielhafte Leistungen im Bausektor, die eine große Innovationskraft sowie eine hohe gestalterische Qualität aufweisen. Er würdigt sowohl Planende der Fachdisziplinen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Städtebau sowie Ingenieurbau und Ingenieurleistungen als auch Bauherrinnen und Bauherren, die mit ihrem besonderen Engagement den Erfolg eines Projektes wesentlich mitbestimmen. Dabei kommt dem konstruktiven Austausch und der teamorientierten Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten über die einzelnen Fachdisziplinen hinweg eine besondere Bedeutung zu.

Darüber hinaus zeichnet der Preis Personen, Institutionen und Initiativen aus, die sich durch ihre Aktivitäten im besonderen Maße für die baukulturelle Entwicklung unserer Gesellschaft sowie deren Vermittlung einsetzen. Die Intention ist, die Vielfalt baukultureller Werte und Ausdrucksformen hervorzuheben und zu fördern.

Der beste Beitrag, der in besonderer Weise auch den integrativen Charakter von Baukultur ausdrückt, erhält den „Thüringer Staatspreis für Baukultur“. In den einzelnen Kategorien können für weitere herausragende Leistungen „Medaillen für Baukultur“ vergeben werden. Zusätzlich werden kategorieübergreifend Sonderpreise für Holzbau, Barrierefreiheit und Nachwuchs ausgelobt.

Neueste Beiträge

  • MedieninformationEFRE-Förderperiode 2021-2027: 68 Vorhaben von Thüringer Kommunen qualifiziert


    Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

    Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat sich dafür eingesetzt, dass den zentralen Orten in Thüringen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2021 bis 2027 rund 174 Mio. Euro für Vorhaben der nachhaltigen Stadt- und Ortsentwicklung, der energetischen Gebäudesanierung sowie zum Neu- und Ausbau von Wärmenetzen zur Verfügung stehen. Zur Ausreichung der Fördermittel hat das Infrastrukturministerium den Wettbewerb, „Nachhaltige Stadtentwicklung und energetische Stadtsanierung“ initiiert, bei dem über 150 Beiträge von insgesamt 48 Kommunen eingereicht wurden. 68 förderwürdige Vorhaben erhielten nun in einem ersten Schritt eine entsprechende Bestätigung.   zur Detailseite

  • Schnelle und zielgerichtete Landeshilfe für die von der Energiekrise betroffenen ÖPNV-Unternehmen auf den Weg gebracht

    „Mit Sonderfinanzhilfen in Höhe von 25 Millionen Euro leistet der Freistaat Thüringen einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des ÖPNV in einer schwierigen Situation. Wir haben schnell und zielgerichtet reagiert, um Verkehrsunternehmen zu entlasten und das Fahrangebot sicherzustellen“, sagt Verkehrsministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

  • MedieninformationAufatmen in Kallmerode: Auf der B 247 Ortsumfahrung rollt der Verkehr


    Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

    Die Ortsumfahrung Kallmerode der B 247 ist am heutigen Vormittag feierlich für den Verkehr freigegeben worden. „Am Ende eines langen Weges stehen wir vor einem bedeutenden Streckenabschnitt. Denn die Ortsumfahrung um Kallmerode ist für die Bürgerinnen und Bürger vor allem eines: Das Ende eines langen Kampfes gegen die Belastungen, die das stetig wachsende Verkehrsaufkommen mit sich brachte. Es ist das Ende des Geduld-aufbringen-Müssens, das viele Jahre Planungs- und Bauzeit erforderten. In Kallmerode kann man jetzt wahrlich aufatmen“, erklärt Staatssekretärin Prof. Dr. Barbara Schönig anlässlich der feierlichen Verkehrsfreigabe und ergänzt: „Zusätzlich zur Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner gibt es auch einen deutlichen Gewinn an Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden.“   zur Detailseite

  • TerminerinnerungProjekt Integraler Taktfahrplan wird am 12.12.2022 vorgestellt

    Ort: COMCENTER Brühl, Mainzerhofstraße 10, Erfurt I Zeit: Montag, 12. Dezember 2022, 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr   zur Detailseite

  • ERINNERUNG: TMIL-TerminhinweisOrtsgespräch in Ilmenau zu Streckenreaktivierungen

    Für die Thüringer Landesregierung ist es ein wichtiges verkehrspolitisches Anliegen, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlegen. Zur weiteren Stärkung des Schienenverkehrs in Thüringen hat das TMIL daher eine Stabsstelle zur Entwicklung eines Masterplans Schieneninfrastruktur 2030 eingerichtet. Aufgabe dieser Stabsstelle ist es unter anderem, mögliche Streckenreaktivierungen und die Ertüchtigung vorhandener Eisenbahnstrecken methodisch zu untersuchen und zu bewerten. Zu den untersuchten Strecken gehören auch die Rennsteigbahn und die Ohratalbahn.   zur Detailseite

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: