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Neuer Bahnfahrplan startet am 15.12.


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Informationssysteme werden modernisiert und Fahrgäste früher bei der Fahrplanerstellung beteiligt

Der neue Fahrplan im Eisenbahnverkehr tritt am Sonntag (15.12.) in Kraft und erhält für die Fahrgäste einige Verbesserungen bereit: „Mit der Einführung eines Stundentakts auf der IC-Strecke München-Berlin über Erfurt wird die Bedeutung des Thüringer ICE-Kreuzes weiter aufgewertet. Die neue Direktverbindung aus dem Vogtland nach Gera mit Anschluss an den IC nach Erfurt und ins Ruhrgebiet bindet Ostthüringen besser an den Fernverkehr an. Im Spät- und Nachtverkehr verbessern sich die Anschlüsse an den städtischen Nahverkehr in Erfurt, Jena und Gera.“, sagt Thüringens Infrastrukturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff.

Die wichtigsten Veränderungen beim Nahverkehr im Überblick:

Auf der Strecke Weischlitz – Greiz – Gera (KBS 541) übernimmt die Vogtlandbahn ein Zugpaar von der DB Regio AG. So entsteht eine umsteigefreie Direktverbindung aus dem Vogtland nach Gera mit Anschluss an den InterCity in/aus Richtung Jena – Erfurt – Ruhrgebiet.

Zur Verbesserung der Anschlüsse an den städtischen Nahverkehr in Erfurt, Jena und Gera verkehren im Spät- und Nachtverkehr einige Züge mit veränderten Zeiten. Das betrifft auch Anschlusszüge in Weimar in Richtung Kranichfeld und Apolda.

Wegen Baumaßnahmen zwischen Lehndorf und Gößnitz werden die S-Linien Halle – Leipzig – Altenburg – Gößnitz – Zwickau (S 5x und S5) zeitlich angepasst. Der Halt Nöbdenitz wird zeitlich um eine Stunde verschoben, um trotzdem die Anschlüsse in Altenburg, Gößnitz und Glauchau gewährleisten zu können. Dafür hält die RE-Linie Erfurt – Gera – Altenburg (RE 3) künftig in Nöbdenitz. Vom 25.05. bis 10.10.20 fährt die RE-Linie 3 baubedingt nur zwischen Gera und Schmölln. Zwischen Schmölln und Altenburg wird Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Der Zug um 19:38 Uhr der Erfurt-Bahn von Saalfeld über Bad Lobenstein-Blankenstein fährt künftig 10 Minuten später, um einen Busanschluss in Bad Lobenstein herzustellen.

Verändertes Beteiligungsverfahren und modernes Informationssystem

„Wir verändern das Beteiligungsverfahren für die Fahrplanerstellung. Künftig können interessierte Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der Einrichtung neuer Verkehrsangebote mitwirken und erhalten dadurch mehr Gestaltungsspielraum. Bei der Neuvergabe von Verkehrsangeboten in Nord- und Ostthüringen im nächsten Jahr erfolgt erstmals die neue Beteiligung bei den Fahrplankonzepten”, sagte Minister Hoff. Bereits wenn Fahrpläne im Rahmen der Fortschreibung der Vergabenetze im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) neugestaltet werden, können sich die Fahrgäste über beabsichtigte Änderungen informieren und einbringen. Somit fließen die Anregungen in einer sehr frühen Planungsphase ein.

„Das bisherige Beteiligungsverfahren hat sich nicht bewährt. Bei den Fahrgästen sorgte es für Frust, weil viele sehr individuelle Wünsche aus infrastruktureller und finanzieller Sicht für den Nahverkehrsplan des Landes nicht umsetzbar waren. Für die Verwaltung war das Verfahren zeitintensiv und teuer. Das neue Verfahren erhöht die Mitwirkungsmöglichkeiten der Fahrgäste, es spart Zeit und Geld“, so Hoff.

„Zudem modernisieren wir die Fahrplanauskunft. Dazu vernetzen wir die Datenbestände und Informationssysteme und machen die Fahrplanauskunft digitaler, umfassender und aktueller. Damit wird der ÖPNV kundenfreundlicher und attraktiver”, sagte Minister Hoff.

Um die Fährgäste im Thüringer ÖPNV noch besser informieren zu können, wird das Informationssystem modernisiert. Das Land schließt dafür einen Vertrag mit der VMT GmbH. Unterstützt durch Bus & Bahn Thüringen e.V. (BBT)  betreibt die VMT GmbH künftig ein digitales thüringenweites ÖPNV-Fahrgastinformationssystem. So können verschiedene Datenbestände und Informationssysteme miteinander vernetzt und einheitliche Angebote präsentiert werden.

Ein zentrales Projekt der vernetzten Fahrplandaten und Informationssysteme ist die sogenannte Datendrehscheibe, die allen Thüringer Verkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt wird. Das TMIL und die VMT GmbH wirken daraufhin, dass sich alle in Thüringen aktiven Verkehrsunternehmen an dem Projekt beteiligen und unter anderem Fahrplandaten einspeisen. Ziel ist es, thüringenweite Fahrplandaten zentral zu erfassen und zu verteilen, um den Fahrgästen und Verkehrsbetrieben umfängliche, reiserelevante Informationen zu bieten.

Außerdem beteiligt sich das Land aktiv am Kooperationsnetzwerk DELFI (Durchgängige Elektronische Fahrplaninformationen) für eine deutschlandweite Verbindungsauskunft.

Das Fahrplanbuch wird es in der bisherigen Form nicht mehr geben. Im Vergleich mit der flexiblen digitalen Fahrplanauskunft hat es an Bedeutung verloren. Die Streckenfahrpläne und Teilnetzfahrpläne stehen den Fahrgästen weiter im handlichen Taschenformat kostenlos zur Verfügung. Auch die Tabellenfahrpläne sind weiterhin online als freier Download bereit:  http://kursbuch.bahn.de.

 

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