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Spatenstich für Erweiterungsbau des Helmholtz-Instituts in Jena


Erstellt von TMIL

Das Helmholtz-Institut Jena (HIJ) der Gesellschaft für Schwerionenforschung Darmstadt (GSI) bekommt ein neues Institutsgebäude. Gemeinsam mit Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Stöhlker starteten Thüringens Bauministerin Birgit Keller und Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute die Arbeiten für den Erweiterungsbau. Die Gesamtkosten von acht Millionen Euro werden vom Land getragen. Die Fertigstellung des Forschungsgebäudes ist für 2021 vorgesehen.

„Das Helmholtz-Institut hat sich in den vergangenen Jahren mit wissenschaftlichen Spitzenleistungen erfolgreich am Forschungsstandort Jena etabliert“, sagte Tiefensee. Mehr als 100 Mitarbeiter sind inzwischen für die Einrichtung tätig, sie verfügt über vier Professuren und einen wachsenden Bestand an Forschungsgroßgeräten. „Das alles hat zu einem wachsenden Platzbedarf geführt, dem wir mit dem neuen Institutsgebäude entsprechen.“ Das Land löse damit auch eine Zusage ein, die es bei Institutsgründung im Jahr 2009 gegeben hatte.

„Eine moderne Gebäudeinfrastruktur ist notwendig, damit das HIJ seine Spitzenposition in der Grundlagenforschung halten und weiter ausbauen kann“, sagte Bauministerin Keller. In dem künftigen Erweiterungsbau stehen künftig ca. 550 m2 zusätzliche Labor- und Büroflächen zur Verfügung. Kernstück ist ein 136 m2 Labor für die Unterbringung eines Hochleistungslasers. Der Laborraum wird vollständig unter der Erde liegen und mit 1,5 Meter dicken Betonwänden abgeschirmt. Bauherr ist das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV).

Zur Umsetzung des Neubaus hatte das Land Thüringen einen europaweit offenen Architektenwettbewerb ausgelobt. Als Sieger aus dem Verfahren ging einstimmig das Büro Osterwold°Schmidt EXPANDER Architekten BDA, Weimar mit Impuls°Landschaftsarchitekur, Jena hervor. Der Bauauftrag wurde am 10. April 2019 durch das TMIL an das TLBV erteilt.

Das Land habe die Arbeit des HIJ in den vergangenen Jahren über die Bereitstellung des bestehenden Institutsgebäudes und die Finanzierung des Erweiterungsbaus hinaus mit weiteren knapp vier Millionen Euro unterstützt, sagte Wissenschaftsminister Tiefensee. So wurden seit 2015 eine Forschergruppe und in den Jahren 2017 und 2018 die Anschaffung von Forschungsapparaturen gefördert. In der Sitzung der Thüringer Programmkommission am 11. September wurden darüber hinaus zwei weitere Anträge des HIJ zur Förderung empfohlen.

Hintergrund:

Das Helmholtz-Institut Jena ist eine Außenstelle des Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung Darmstadt (GSI) auf dem Campus der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Hier wird strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung betrieben, u.a. auf dem Gebiet der großen Teilchenbeschleuniger in Deutschland. Die zentrale Aufgabe des 2009 neu gegründeten Helmholtz-Instituts Jena ist die Maximierung der Synergien zwischen den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Teilchenbeschleuniger für Ionen und Elektronen und den revolutionären Fortschritten im Bereich ultraintensiver Laserquellen und neuartiger Diagnostikinstrumente im optischen (sichtbaren) und im Röntgenbereich. Dabei steht die Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Licht und Materie unter extremen Bedingungen im Fokus.

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