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Speicher Nerkewitz/Hofstelle Altengönna durch Flurbereinigungsverfahren reaktiviert


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Die Staatssekretärin für Infrastruktur Susanna Karawanskij übergab heute (21.09.) gemeinsam mit dem Präsidenten des Thüringer Landesamts für Bodenmanagement und Geoinformation Uwe Köhler die Schlussfeststellung des Flurbereinigungsverfahrens „Speicher Nerkewitz/Hofstelle Altengönna“ an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Martin Grenzer. Das Verfahren ist damit offiziell zum Abschluss gebracht. „Durch den Erhalt des Speichers Nerkewitz sind die Bedingungen für die Nutzung als Wasserreservoir bei der Brandbekämpfung und zum Hochwasserschutz enorm verbessert worden. Somit ist das eine Maßnahme, die auch dem Natur- und dem Hochwasserschutz zugutekommt“, sagte Karawanskij.

Präsident Köhler ergänzte: „Für Teile von landwirtschaftlichen Gebäuden lag im Bereich der Hofstelle Altengönna getrenntes Eigentum an Gebäuden und Grundstücken vor. Das konnte mit der Flurbereinigung endlich bereinigt werden. Ebenso wurde ermöglicht, die Zuwegung zur Hofstelle an der Ortslage Altengönna vorbeizuführen.“

Insgesamt wurden über die Flurbereinigung 344.500 Euro investiert, diese stammen zu 90 % aus EU-, Bundes- und Landesmitteln. „Durch die Flurbereinigung wurden im Verfahren verschiedene ländliche Infrastrukturmaßnahmen gefördert,“ so die Staatssekretärin. „Der Speicher erfüllt nach seiner abgeschlossenen Sanierung nun vielfältige Aufgaben. Vom Hochwasserschutz für die Ortslage über die Löschwasservorhaltung bis hin zur Fischerei und Naherholung. Es ist auch vorstellbar, dass in Anbetracht des für uns alle erkennbaren Klimawandels die Wasserentnahme zur Bewässerung in der Landwirtschaft künftig als weitere Nutzungsmöglichkeit hinzukommen könnte.“

In Nerkewitz waren die eigentumsrechtlichen Verhältnisse für einen ehemaligen landwirtschaftlichen Kleinspeicher an der baulichen Anlage sowie den Grundstücken zu klären. Mit der Bodenordnung wurde der erste Schritt zur Erhaltung des Speichers getan. Nach der Instandsetzung durch die Thüringer Fernwasserversorgung (ehemals wahrgenommen durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz) und Übergabe des Speichers an die Gemeinde Lehesten können die vielen Vorteile des Speichers, z.B. Löschwasserreserve und Hochwasserschutz, langfristig genutzt werden.

Staatssekretärin Karawanskij dankte insbesondere der Teilnehmergemeinschaft aus ansässigen Bürgerinnen und Bürgern, die Trägerin des Verfahrens war. Der Vorstand habe ehrenamtlich die Interessen der beteiligten Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern vertreten und sei an den wesentlichen Verfahrensschritten unmittelbar beteiligt gewesen.

Vielfalt und Intensität des freiwilligen ehrenamtlichen Engagements seien ganz entscheidend für die Lebensqualität und die Lebendigkeit in unserem Land, betonte sie.


gez. Antje Hellmann
Pressesprecherin
 

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