Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Thüringen übernimmt den Vorsitz der Bauministerkonferenz


Keller: Bezahlbare und energieeffiziente Wohnungen sind Zukunftsaufgabe

Thüringen wird für die nächsten zwei Jahre den Vorsitz der Bauministerkonferenz übernehmen. Das beschlossen am Freitag (27.09.) die Länderministerinnen und Minister während der aktuellen Bauministerkonferenz in Norderstedt. „Für energieeffizientes und gleichzeitig bezahlbares Wohnen zu sorgen, ist in den kommenden Jahren eine wichtige Aufgabe für den sozialen Wohnungsbau“, sagte Thüringens Bauministerin Birgit Keller in Norderstedt. „Wenn der Bund nun signalisiert, hier Mittel zu streichen, dann ist dies das falsche Signal.“

Der Bund hatte angekündigt, die Mittel für den sozialen Wohnungsbau von 1,5 Milliarden Euro jährlich auf 1 Milliarde Euro ab 2020 abzusenken. Die Mittel waren in den vergangenen Jahren erhöht worden, um auf die vorhandene Wohnungsknappheit zu reagieren. „Angesichts der aktuellen Debatten um den Klimawandel und der Notwendigkeit hier schnell Lösungen zu finden, steht der Soziale Wohnungsbau nun vor weiteren Herausforderungen. Wir brauchen mehr energieeffiziente Wohnungen. Allerdings wird dadurch das Bauen und Modernisieren teurer. Gleichzeitig muss der Wohnraum aber bezahlbar bleiben“, sagte Keller.  

Keller kritisierte, dass beim Klimapaket der Bundesregierung die Notwendigkeit von energieeffizienten Gebäuden nicht genügend berücksichtigt wurde. Dabei wären 35 Prozent der klimaschädlichen Emissionen auf Gebäude zurückzuführen, weil sie nicht über die nötige Energieeffizienz verfügen, sie beispielsweise nicht gedämmt sind. „Wir brauchen hier sowohl im Sozialen Wohnungsbau als auch im Städtebau genügend finanzielle Mittel, damit wir sowohl im Bestand als auch beim Neubau alles Notwendige für den Klimaschutz unternehmen können“, sagte Keller.

Auch beim Städtebau drohen seitens des Bundes für die Ostländer Kürzungen, weil die Westländer einen Nachholbedarf angemeldet haben. „Wir verstehen sehr gut die Situation der westdeutschen Bundesländer“, sagte Keller. Die Lösung kann aber nicht sein, vorhandene Mittel vom Osten in den Westen zu schieben. Hier muss der Bund seine Mittel aufstocken, um die westlichen Länder entsprechend zu entlasten. Die aktuellen Herausforderungen werden wir nur gemeinsam meistern, wenn wir den Osten nicht gegen den Westen ausspielen“, sagte Keller.

Als ein wichtiges Ergebnis der aktuellen Bauministerkonferenz wertete Keller, dass das Bauen mit Holz erleichtert wird. „Holz wird in Zukunft als Baustoff wieder eine größere Bedeutung bekommen, denn neben seinen ohnehin schon angenehmen Materialeigenschaften ist Holz ein CO²-Speicher. Ich bin daher froh, dass wir beschlossen haben, auch bei größeren Gebäuden Holz als maßgeblichen Bestandteil der Fassade zuzulassen“, sagte Keller. 

 

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: