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Tunnelbau für Ortsumfahrung Rothenstein beginnt


Heute (17.09.) setzte Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller den Spatenstich zum Baustart des letzten Bauabschnitts der Ortsumfahrung Rothenstein auf der B88 zwischen Jena und Kahla im Saale-Holz-Landkreis. Auf der 2,6 Kilometer langen Ortsumfahrung Rothenstein ist der Tunnel „Rothenstein“ mit 385 Metern Länge das ingenieurtechnisch anspruchsvollste Teilstück des Bauabschnitts. „Die Baukosten von insgesamt mehr als 40 Millionen Euro sind gut investiert, denn die Ortsumfahrung wird den Ort Rothenstein vom Durchgangsverkehr entlasten und damit steigt die Verkehrssicherheit für die Autofahrer und die Anwohner. Zudem wird sich die Reisezeit zwischen den Städten des Saaledreiecks und Jena verkürzen“, so Keller.

Vor drei Jahren begannen die Arbeiten zum ersten Bauabschnitt der Ortsumfahrung der B 88. „Es hat lange gedauert bis die Anwohner entlang der B 88 von der Verkehrsbelastung befreit werden. Nun sind ruhigere und sichere Zeiten absehbar. Ab 2021 rollt der Verkehr über die Ortsumleitung und bis Ende 2022 sind alle Bauarbeiten abgeschlossen“, sagte Keller.

Der letzte Abschnitt der Ortsumgehung ist baulich sehr anspruchsvoll. Auf den insgesamt 2,6 Kilometern Länge entstehen drei Brücken, Schutzeinrichtungen für Fledermäuse, mehrere Stützwände und ein Tunnel.

Die Vorarbeiten zum Tunnel laufen seit November 2018. Für den 385 Meter langen Tunnel müssen 35.000 Kubikmeter Gestein freigelegt werden. Allein der Rohbau des Tunnels kostet etwa 13,3 Millionen Euro von den 40 Millionen Euro Gesamtbaukosten, die von Bund, Land und der Gemeinde Rothenstein getragen werden.

„Die Bauarbeiten verlangen noch einmal viel Geduld von den Autofahrern und den Anwohnern. Bald verbessert sich die Situation für alle und wir erfüllen unser verkehrspolitisches Ziel, die Lebensqualität der Menschen entlang der B 88 erheblich zu verbessern“, so die Ministerin.

Für die Bauarbeiter, die Autofahrer und die Anwohner wird die Bauzeit noch einmal herausfordernd. Wegen einer fehlenden Umleitungsstrecke läuft der Verkehr während der Bauzeit weiter.

Hintergrund:

Im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen 2016 sind für den Freistaat Thüringen Neubaumaßnahmen mit einem Finanzrahmen von rund einer Milliarde Euro eingeordnet. Davon sind rund 84 Prozent, also etwa 857 Millionen Euro für Ortsumgehungen bestimmt, die bis 2030 umgesetzt oder zumindest begonnen werden sollen.

Die zukünftige Entwicklung des Landesstraßennetzes ist im Landestraßenbedarfsplan 2030 festgeschrieben. Mit den eingeplanten rund 990 Millionen Euro werden das bestehende Straßennetz erneuert, Ortsumfahrungen gebaut, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und Lärmschutzmaßnahmen umzusetzen.

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