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Medieninformation Weiterentwicklung des Radroutennetzes Thüringen – Konzept alltagstauglicher Radhauptrouten fertiggestellt


„Unser Konzept der alltagstauglichen Radhauptrouten stellt einen wesentlichen Baustein für den Ausbau der Radinfrastruktur und des Radroutennetzes Thüringen dar. Wir werden in den kommenden Jahren gezielt daran arbeiten, das Konzept umzusetzen und ein flächendeckendes Radverkehrsnetz zu schaffen“, sagt Ministerin Karawanskij.

Wegweiserschilder an einem Radweg in Bad Blankenburg, Thüringen
Beschilderung eines Radwegs in Bad Blankenburg (Symboldbild) | Foto: D. Santana (TMIL)

Von 2022 bis 2023 hat das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ein Netz alltagstauglicher Radhauptrouten konzipiert, das alle Zentralen Orte miteinander verbindet. Die alltagstauglichen Radhauptrouten werden das Netz der Radfernwege, touristischen Radhauptrouten sowie der lokalen Radrouten ergänzen und das Radroutennetz Thüringen insgesamt verdichten. 

Das konzipierte Alltagshauptroutennetz hat eine Länge von 4.165 km, wovon 177 km Varianten und 44 km Netzlücken darstellen. In großen Teilen besteht das Netz aus Abschnitten, die heute schon im Alltagsverkehr befahrbar sind. Weitere Abschnitte müssen noch gebaut oder ertüchtigt werden, damit sie für Radfahrende sicher und komfortabel sind. Der Anteil der Netzabschnitte mit potenziellem Handlungsbedarf mit rund 22 % für Strecken außerorts und bei 13 % für Strecken innerorts eingeschätzt. 

Über ein Online-Beteiligungstool hatten Kommunen, Regionale Planungsgemeinschaften und ausgewählte Verbände die Möglichkeit, sich an der Ausarbeitung des Konzeptes zu beteiligen. Insbesondere die Beteiligung der Kommunen war äußerst rege. Rund 1.300 Meldungen zu Änderungs- und Ergänzungswünschen gingen im TMIL ein, wurden geprüft und zum Teil übernommen. „Ich freue mich, dass so viele Akteurinnen und Akteure ihre Ortskenntnis und Vorschläge in das Konzept der Alltagshauptrouten eingebracht haben. Kommunen und Land haben nun gemeinsam den Auftrag, das Konzept umzusetzen und die Qualität des Radverkehrsnetzes zu verbessern. Dazu gehört, die bestehenden Lücken im Netz zu schließen, Abschnitte zu ertüchtigen und die Beschilderung auszubauen, damit das Netz flächendeckend durchgängig und sicher befahrbar wird“, so Karawanskij weiter.

Hintergrund

Das Radroutennetz Thüringen besteht aus dem Radfernnetz, den touristischen Radhauptrouten, den alltagstauglichen Radhauptrouten und den lokalen Radrouten. Das Zielkonzept für das Radroutennetz Thüringen umfasste bisher das Radfernnetz und die touristischen Radhauptrouten und die lokalen Radrouten, die auf den Netzplanungen der Kommunen basieren. Das Radroutennetz Thüringen wird durch das Netz der alltagstauglichen Radhauptrouten ergänzt und dadurch vervollständigt. 

Der im Rahmen der Konzeption festgestellte potenzielle Handlungsbedarf ist als Hinweis zu verstehen, da die für das Projekt verwendeten verfügbaren Daten eine Befahrung nicht ersetzen können, sodass ein tatsächlicher Handlungsbedarf im Einzelfall geprüft und spezifiziert werden muss.

Die drei Berichte zur Weiterentwicklung des Radroutennetzes Thüringen (Kurzbericht, Methodik, Qualitätsstandards) sowie Übersichtskarten je Landkreis/kreisfreie Stadt sind hier abrufbar:

Link: Weiterentwicklung Radroutennetz Thüringen

Von 2019 bis 2022 hat der Freistaat Thüringen rund 49,5 Mio. Euro (Bundes- und Landesmittel) für die Finanzierung und Förderung des Baus von Radwegen zur Verfügung gestellt. Durchschnittlich stehen jährlich rund 12 Mio. Euro zur Verfügung.

Über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ stellt der Bund in den Jahren 2021 bis 2028 zusätzliche Fördermittel in Höhe von insgesamt 55 Millionen Euro bereit, die der Freistaat Thüringen in die flächendeckende Radverkehrsinfrastruktur investiert. Ein Förderschwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Verbesserung der Verknüpfungsangebote von Rad und ÖPNV.

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