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Agrarbetriebe erhalten fast 43 Mio. Euro für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen


Alle KULAP- Finanzmittel für das Vorjahr werden in dieser Woche (KW 9) ausgezahlt. „Für umfangreiche freiwillige Maßnahmen zum Umweltschutz in der Landwirtschaft erhalten 1.700 Thüringer Agrarbetriebe fast 43 Millionen Euro“, so Ministerin Susanna Karawanskij. „Mit den KULAP-Mitteln unterstützen wir die Landwirte bei Verfahren zum Schutz der Artenvielfalt, des Klimas, der Böden und des Wassers. Ein besonderes Gewicht hat der weitere erfolgreiche Ausbau des Ökolandbaus mit fast 10,5 Mio. Euro. Es ist uns zudem gelungen, in Thüringen die KULAP-Mittel auch für die GAP-Übergangszeit abzusichern, so dass auch für 2022 Anträge gestellt werden konnten.“

Ministerin Karawanskij vor Gewächshäusern
Ministerin Karawanskij beim Besuch der Ausstellungsfläche des Lehr- und Versuchszentrums für Gartenbau (LVG) des TLLLR auf der BUGA Erfurt 2021 | Foto: TMIL / D. Santana

Seit Beginn der Förderphase 2015 wurden somit insgesamt 282 Mio. Euro an die Landwirte ausbezahlt. Das KULAP wird mit EU-Mitteln aus dem Entwicklungsfonds für den Ländlichen Raum finanziert und mit 20 Prozent Landes- und Bundesmitteln kofinanziert. Die Mittel werden immer Ende Februar als Beihilfen für das zurückliegende Verpflichtungsjahr überwiesen. Die Teilnahme der Landwirt:innen an diesem Thüringer Programm ist freiwillig. Das Ziel von KULAP ist die Fruchtartenvielfalt, der Erosionsschutz, die Anlage von Blühstreifen und ökologisch wichtigen Zwischenstrukturen in der Agrarlandschaft sowie eine ausgedehnte Grünlandwirtschaft ohne Düngung. Mehr als 1.700 Agrarbetriebe mit etwa einem Viertel der gesamten Agrarfläche Thüringens beteiligen sich am KULAP-Programm.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Finanzanteil der KULAP-Maßnahme zur Einführung oder Beibehaltung des ökologischen Landbaus erneut gestiegen: „Wir haben noch mal eine Million Euro mehr investiert als im Vorjahr, so dass der Ausbau des Ökolandbaus etwa ein Viertel der KULAP-Mittel ausmacht“, so Ministerin Karawanskij. „In Thüringen verzeichnen wir einen stetigen Zuwachs bei den Ökolandbauflächen. Wir ruhen uns darauf nicht aus, sondern wollen, dass noch mehr Agrarbetriebe auf Öko-Landwirtschaft umsteigen.“ Die ökologisch bewirtschaftete Fläche ist in Thüringen um fast 4.600 Hektar oder 9,2 % gewachsen. Der Flächenanteil des Ökolandbaus an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Thüringens lag im Jahr 2020 bei über 7 % bzw. 54.400 Hektar.

Das KULAP-Programm wird von den Landwirtinnen und Landwirten gut angenommen. Dies zeugt von der hohen Bereitschaft in der Landwirtschaft, Umwelt und Klima zu schützen. Angesichts der angespannten Marktsituation durch niedrige Preise, aktuell auftretender Tierseuchen, Trockenperioden in den vergangenen Jahren und den Folgen der Corona-Pandemie müsse dies besonders hervorgehoben werden, betont die Ministerin. Die Landwirtinnen und Landwirte können sich darauf verlassen, dass die Landesregierung sie bei Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz unterstütze. Für die Agrarverwaltung sei es eine anspruchsvolle Aufgabe zu prüfen, ob die Maßnahmen eingehalten würden, wie wirksam sie seien und die Agrarbetriebe dahingehend optimal zu beraten.

Mit der neuen GAP Reform wird ab 2023 ein neues KULAP mit angepassten Maßnahmenspektrum und Ausgestaltung beginnen. Deshalb wurden die Verpflichtungszeiträume als Übergang für die gezahlten Maßnahmen für 2022 verlängert.

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