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Ausbau der B 247 in Nordwestthüringen beginnt


Mit dem heutigen offiziellen Baubeginn für den Ausbau der B 247 in Nordthüringen fällt der Startschuss für eines der größten Verkehrsinfrastrukturprojekte, welches in der Region jemals realisiert wurde. Nachdem die vorbereitenden Bauarbeiten nunmehr abgeschlossen sind, wird der ca. 24 km lange Projektabschnitt zwischen Mühlhausen und Bad Langensalza umgesetzt. Der Bund stellt hierfür insgesamt rund 560 Millionen Euro zur Verfügung.

Von links nach rechts: Philippe Rossignol (Via Solutions Thüringen), Ministerin Susanna Karawanskij, Ludger Sehr (Deges), Daniel Markau (Deges) und Landrat Harald Zanker (Unstrut-Hainich-Kreis)
Von links nach rechts: Philippe Rossignol (Via Solutions Thüringen), Ministerin Susanna Karawanskij, Ludger Sehr (Deges), Daniel Markau (Deges) und Landrat Harald Zanker (Unstrut-Hainich-Kreis) | Foto: D. Santana (TMIL)

Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Die Ortsumgehungen im Zuge der B 247 sind für den überregionalen Verkehr dringend erforderlich. Sie werden nun im Verlauf des Projekts, welches in öffentlich-privater Partnerschaft durchgeführt wird, schnell, wirtschaftlich und mit hoher Qualität verwirklicht. Die abschließende Fertigstellung ist vertraglich für Mitte 2025 vereinbart. Von der leistungsfähigeren Bundesstraßenverbindung profitiert nicht nur der Nordwesten Thüringens, sondern auch der überregionale Verkehr zwischen den Bundesautobahnen A 38 im Norden und A 4 sowie A71 im Süden.“

„Die neuen Ortsumgehungen werden die Orte Mühlhausen, Höngeda, Großengottern und Schönstedt vom überregionalen Durchgangsverkehr entlasten. Das steigert die Lebensqualität für Anwohnerinnen und Anwohner deutlich“ erläutert Thüringens Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij. Bisher seien werktags etwa 13.000 Fahrzeuge dort unterwegs gewesen. Für im Zusammenhang mit dem Vorhaben notwendige Maßnahmen im nachgeordneten Netz, z.B. die Verlegung der L 2100, investiert der Freistaat Thüringen zusätzlich zu den Bundesmitteln ca. 14,2 Millionen Euro Landesmittel. „Mit der verbesserten Erschließung der Region werden zudem die wirtschaftlichen Standortqualitäten gestärkt“, begründet die Ministerin das Engagement Thüringens. „Ich danke allen, die auf verschiedene Weise in den vielen Jahren an der Planung und Vorbereitung beteiligt waren und hoffe nun auf einen zügigen und unfallfreien Verlauf der Bauarbeiten“, so Karawanskij abschließend.

Der Ausbau der B 247 umfasst unter anderem:

  • neue Umgehungsstraßen für die Orte Mühlhausen, Höngeda, Großengottern und Schönstedt,
  • 31 Bauwerke, darunter zwei Brücken über die Unstrut und fünf Eisenbahnbrücken,
  • acht Anschlussstellen einschließlich Umbau der Anschlussstelle Bad Langensalza-West und rund 6 km zusätzliche Landes- und Bundesstraßen zur Anbindung an die neue Trasse,
  • zehn Regenrückhaltebecken und 59 km Entwässerungsleitungen sowie umfangreiche Umweltschutz- und Landschaftsbaumaßnahmen.

Das Projekt wird im Auftrag des Freistaats Thüringen von der Bund-/Länder-Projektgesellschaft DEGES verantwortet. Den Zuschlag für die Arbeiten hat die DEGES im Juli 2021 an die Bietergemeinschaft Via Mühlhausen Thüringen erteilt.

Da eine Veranstaltung zum symbolischen ersten Spatenstich aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie aktuell nicht möglich ist, soll es zu einem späteren Zeitpunkt im Zuge der Baumaßnahme einen „Tag der offenen Baustelle“ für alle Interessenten geben.

Hintergrund

Die Bundesstraße 247 ist Hauptbestandteil der überregionalen und regionalen Verkehrsverbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Mittelthüringens, Südniedersachsens und Nordhessens. Sie ist die wesentliche Verbindung zwischen den Bundesautobahnen A 4, A 71 und A 38 und erschließt die autobahnfernen Mittelzentren Mühlhausen und Bad Langensalza.

Der Neubauabschnitt Mühlhausen bis Bad Langensalza einschließlich der Ortsumgehungen Mühlhausen, Höngeda, Großengottern und Schönstedt wird als erstes Bundesstraßenprojekt in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) realisiert. Das ÖPP-Projekt beinhaltet Planungsleistungen, den Neubau, die Erhaltung und Teilleistungen des Betriebs sowie die anteilige Finanzierung der Leistungen für einen Zeitraum von 30 Jahren.

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