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Azubi-Ticket Thüringen bis Ende 2021 verlängert


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Rund 10.000 Auszubildende nutzen es bereits

 

Seit drei Jahren unterstützt der Freistaat Thüringen Auszubildende in Thüringen im Rahmen eines Modellprojekts durch ein kostengünstiges Azubi-Ticket. Auszubildende können damit rund um die Uhr in nahezu ganz Thüringen Zug, Bus und Straßenbahn fahren – so oft sie wollen und wann sie wollen. Dies gilt in den Nahverkehrszügen, für sämtliche Busse und Straßenbahnen im VMT-Gebiet und für fast alle ÖPNV-Angebote der Landkreise und Städte außerhalb des VMT (außer Landkreis Greiz). Das Ticket gilt nicht nur auf dem Weg vom Wohnort zur Berufsschule oder den Ausbildungsplatz, sondern auch in der Freizeit.

 

In der ersten Pilotphase von Oktober 2018 bis August 2019 nahmen durchschnittlich 4.100 Azubis das Ticket in Anspruch. Im Ausbildungsjahr 2019/2020 waren es schon durchschnittlich 7.600 Azubis. Für das Ausbildungsjahr 2020/21 stiegen die Abonnentenzahlen auf rund 10.000.

 

„Das Azubi-Ticket ist in mehrfacher Hinsicht ein Erfolg - als Instrument zur Stärkung des Ausbildungs- und Wirtschaftsstandorts Thüringen und als Beitrag zu einer dem Klimaschutz verpflichteten Verkehrswende“, sagt Verkehrsminister Benjamin-Immanuel Hoff. „Daher freue ich mich besonders, dass in einer weiteren Verlängerungsphase bis zum Ende dieses Jahres das Ticket zusätzlich durch Auszubildende länderübergreifender Fachklassen und Teilnehmer:innen von Freiwilligen-Jahren genutzt werden kann.“

 

Nach den Vorstellungen des Verkehrsministeriums soll sich die Wirtschaft ab 2022 an den Kosten des Azubi-Tickets beteiligen. Damit soll erreicht werden, den Ausgabepreis von 50 Euro pro Monat dauerhaft zu verstetigen. In einem Brief warb Minister Hoff beim Verband der Wirtschaft Thüringens sowie den Thüringer IHKs und HWKs für das Azubi-Ticket und wies auf dessen hohe Bedeutung für die Attraktivität des Ausbildungsstandortes Thüringen hin. Insbesondere im Hinblick auf den sich verschärfenden Fachkräftemangel liege es mittel- und langfristig im Eigeninteresse der ausbildenden Betriebe und damit im Interesse der gesamten Wirtschaft, das Azubi-Ticket zu verstetigen.

 

Bislang fing das Land Thüringen die steigenden Kosten bei wachsender Inanspruchnahme des Azubi-Tickets einseitig auf. Perspektivisch kann der Ausgabepreis nur dann dauerhaft stabil gehalten werden, wenn sich die Thüringer Wirtschaft an den Kosten des Tickets beteiligt. Damit kann gleichzeitig die Bindung der Auszubildenden an ihre ausbildenden Betriebe gestärkt werden.

 

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