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Digitale Thüringer Demografiekonferenz zur Stärkung der Daseinsvorsorge


Die Serviceagentur Demografischer Wandel des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft veranstaltete am 24. November 2021 die diesjährige Thüringer Demografiekonferenz. Zu ihrem 10-jährigen Jubiläum fand diese erstmals als Digitalveranstaltung mit Onlinepodium statt.

Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij in der Thüringer Demografiekonferenz

Auf der Konferenz betonte die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Susanna Karawanskij: „Der demografische Wandel ist eine der großen Aufgaben unserer Zeit mit Auswirkungen auf alle Politikbereiche. Wir können ihn mit guten Ideen und klaren Zielen erfolgreich gestalten. Ein Kernziel unserer Arbeit sind gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land. Wenn wir die Stärken der Regionen nutzen, bürgerschaftliches Engagement fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, dann werden wir Thüringen noch attraktiver machen.“

Der Trend einer stark alternden Bevölkerung setzt sich auch in Thüringen fort. Die Ministerin sieht darin jedoch auch eine Chance für den Freistaat: „Wir brauchen mehr Zuwanderung und müssen Integration als Chance begreifen. Dadurch können wir nicht nur vielfältiger werden, sondern Thüringen gesellschaftlich und wirtschaftlich nachhaltig stärken.“

Die Veranstaltung ist mit dem Titel des zweijährigen Themenjahres „Gesellschaft im Wandel – Daseinsvorsorge stärken“ überschrieben. Es  beteiligten sich insgesamt etwa 150 Teilnehmer:innen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

In den Impulsvorträgen wurde der Fokus insbesondere auf den ländlichen Raum gelegt. Herr Dr. Küpper vom Thünen-Institut für Ländliche Räume referierte zum Thema „Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen – Schwerpunkt Nahversorgung“. Darüber hinaus berichteten Herr Hermel und Herr Anhelm von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung über innovative Ansätze zur Nahversorgung im Rahmen des BULE-Projekts „LandVersorgt“.

Der ehemalige Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, Herr Prof. Dr. Schneider, informierte zusätzlich über die sozialen und demografischen Veränderungen infolge der Covid-19-Pandemie.

Im Anschluss diskutierten Expert:innen über konkrete Fragen der Daseinsvorsorge in einem virtuellen Podium. Dabei wurden Handlungsbedarfe, bestehende Herausforderungen sowie mögliche Lösungsansätze erörtert.

Auch der Leiter der Serviceagentur Demografischer Wandel, Herr Markus Brämer, zeigte sich am Ende der Veranstaltung zuversichtlich und lobte das breite Engagement in der Thüringer Bevölkerung: „Es ist immer wieder bemerkenswert, mit wie viel Engagement konkrete Projekte vor Ort initiiert und vorangetrieben werden. Das rege Interesse an der Projektförderung zur Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels zeigt dies regelmäßig aufs Neue.“

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