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Erfolgreiche Förderung des Sozialen Wohnungsbaus in Thüringen 2020


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

„Die soziale Wohnungsbauförderung hat für uns hohe Priorität, denn gutes und bezahlbares Wohnen ist ein soziales Grundrecht, unabhängig vom Einkommen“, sagt Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff und zieht eine positive Bilanz für 2020: „Die Anträge auf soziale Wohnungsbauförderung überstiegen unsere Mittel, was für die hohe Attraktivität unserer Förderangebote spricht. Allein im Innenstadtstabilisierungsprogramm konnten 242 neue Wohnungen mit 33 Millionen Euro gefördert werden. Mit fast 5 Millionen Euro haben wir den barrierefreien Umbau von 560 Wohnungen in ganz Thüringen bezuschusst.“

Die Standorte des sozialen Wohnungsbaus sind auf ganz Thüringen verteilt. Neben den Zentren wie Erfurt und Jena, finden sich auch viele Vorhaben in kleineren Gemeinden wie Kaulsdorf, Buttstädt, Unterbreizbach oder Gräfenthal. „Den Bedarf nach bezahlbaren Wohnungen gibt es in der Stadt und auf dem Land. Wir wollen gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen gewährleisten. Dazu gehört, dass sich junge Familien in der Stadt eine gute Wohnung leisten können und ebenso, dass eine ältere Dame in der Kleinstadt oder auf dem Dorf eine bezahlbare moderne und barrierefreie Wohnung findet“, so Hoff.

Der Minister begrüßt es, dass nun auch die großen Wohnungsbauunternehmen in Thüringens Städten die Förderangebote nutzen. „In Jena ist es schwer, bezahlbare Wohnungen zu finden. Wir fördern nun in den Jenaer Erlenhöfen 105 Wohnungen mit 34 Mio. Euro, die zu 5,9 Euro pro Quadratmeter vermietet werden und 20 Jahre Belegungsbindung haben“, sagt Hoff.

Die bewilligten Bauvorhaben zeigten deutlich, dass mit der Förderung des sozialen Wohnungsbaus auch im ländlichen Raum Vorhaben vom Freistaat unterstützt werden. Im Innenstadtstabilisierungsprogram (ISSP) wurden 24,5 Mio. Euro für zehn Vorhaben mit 163 Wohnungen im ländlichen Raum bewilligt.

Die erfolgreichsten Programme bleiben wie in den Vorjahren das Innenstadtstabilisierungsprogramm (ISSP) und das Thüringer Barrierereduzierungsprogramm. Im ISSP wurden in diesem Jahr 32,83 Millionen Euro Fördermittel, davon 5,36 Mio. Euro Baukostenzuschuss, für 13 Vorhaben mit 242 Wohnungen bewilligt.

Im Barrierereduzierungsprogramm waren es 4,99 Mio. Euro Zuschuss für 36 Vorhaben mit 560 Wohnungen.

Aber auch die flankierenden Programme z.B. zur Sanierung von Eigenwohnraum, der Sanierungsbonus und das Familiendarlehen erfreuen sich großer Nachfrage. Hier konnten 223 Wohnungen (davon 59 Modernisierung von Eigenwohnraum, 116 Sanierungsbonus, 48 Familienbaudarlehen) mit insgesamt 8,83 Mio. Euro Fördermitteln bewilligt werden. (Stand 11.12.2020)

Im Thüringer Modernisierungsprogramm für Mietwohnungen konnten in 2020 mangels Nachfrage keine Bewilligungen erteilt werden. Die für dieses Programm vorgesehenen Mittel wurden ins ISSP umgeschichtet. „Die Nachfrage im Modernisierungsprogramm für Mietwohnungen ist weiter enttäuschend. Wir haben unsere Wohnungsbauförderung als lernendes Programm konzipiert und werden hier nachjustieren müssen, damit die Fördermittel bestmöglich eingesetzt werden können“, so der Minister. 

Der Minister kündigt an, dass die Soziale Wohnungsbauförderung zudem so geändert werden solle, dass mehr und größere Vorhaben vor allem in den Städten mit angespannten Wohnungsmärkten gefördert werden können. Minister Hoff dazu: „Wir kooperieren eng mit der öffentlichen Wohnungswirtschaft. Denn wir wollen weiter genügend Mittel für die private und insbesondere die öffentliche Wohnungswirtschaft bereitstellen, um auch große Wohnungsbauvorhaben finanzieren zu können. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam gute Lösungen finden werden, wie wir auch 2021 den Sozialen Wohnungsbau im Sinne aller Mieterinnen und Mieter in der Stadt und auf dem Land weiter voranbringen und mit ausreichend Mitteln ausstatten.“

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