Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Erfolgreiches Jagdjahr 2020/21 trotz Corona-Einschränkungen


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Im Jagdjahr 2020/21 konnte das Streckenergebnis bei den verbeißenden Schalenwildarten (Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwild) um 2.463 Stück auf 52.468 Stück gesteigert werden. Die Schwarzwildstrecke ist nach dem Rekordjagdjahr 2019/20 (45.814 Stück) zurückgegangen und liegt im Jagdjahr 2020/21 bei 38.556 Stück.

„Ich danke den Thüringer Jägerinnen und Jägern herzlich für ihren Einsatz im vergangenen Jagdjahr. Eine nachhaltige Land- und Waldwirtschaft wäre ohne dieses Engagement nicht denkbar. Trotz Corona-Pandemie und vieler dadurch abgesagter Bewegungsjagden konnten vor allem in den privaten Jagdbezirken höhere Streckenergebnisse, insbesondere bei den Schalenwildarten, verzeichnet werden, die eine gesunde Waldentwicklung maßgeblich beeinflussen. Damit ist die Regulierung des Wildbestandes eine der wirksamsten Maßnahmen für den nachhaltigen Waldumbau und den Schutz junger Bäume. Die Jagd ist ein wesentlicher Pfeiler der im Waldaktionsplan 2030ff von der Landesregierung ergriffenen Initiativen und unterstützt die zahlreichen Aufforstungsbemühungen der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer“, so Forststaatssekretär Torsten Weil.

 

Naturgegeben schwanken die Höhe der Schwarzwildbestände und somit auch die Jagdstrecken. Während im Jagdjahr 2012 noch eine Jagdstrecke von 37.400 Sauen verzeichnet wurde, sank diese bereits im Folgejahr um 40 Prozent. Das Auf und Ab der Jagdstrecken hängt von vielen Faktoren ab. Da Schwarzwild vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auf Bewegungsjagden erlegt wird und im vergangenen Jagdjahr viele Bewegungsjagden nicht durchgeführt wurden, konnte das Rekordergebnis des vorherigen Jagdjahres nicht wieder erreicht werden. Die Jagdstrecke von 38.556 Stück Schwarzwild liegt zwar über dem Mittel der Streckenergebnisse der vergangenen fünf Jahre (35.891 Stück), aber mit Blick auf die Entwicklung der Afrikanischen Schweinepest in den Ländern Brandenburg und Sachsen sind weiterhin höchste Aufmerksamkeit geboten und eine weitere Reduzierung des Wildschweinbestandes dringend erforderlich.

Hintergrund

Im Jagdwesen werden die Zahlen des erlegten Wildes, des im Straßenverkehr verunfallten Wildes (Unfallwild) und des an unbekannten Ursachen verendeten Wildes (Fallwild) als Jagdstrecke bezeichnet. Der Zeitraum bezieht sich dabei auf ein Jagdjahr, das am 1. April beginnt und am 31. März des Folgejahres endet. Die Daten sind Grundlage für wissenschaftliche Untersuchungen der Populationsentwicklung einzelner Wildarten und dienen als Weiser für die rechtzeitige Abwendung möglicher Wildschäden.

Neueste Beiträge

  • Ministerin würdigt die FH Erfurt als Trägerin des Thüringer Staatspreises für Baukultur

    Der Hörsaal-Neubau „Green Campus“ der Fachhochschule Erfurt ist Träger des Thüringer Staatspreises für Baukultur 2020/2021. Nachdem der Preis im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt und bereits im September offiziell verliehen wurde, enthüllte Bauministerin Susanna Karawanskij heute mit dem Präsidenten der FH Erfurt, Prof. Dr. Frank Setzer, eine entsprechende Plakette am „Green Campus“. Dieser konnte nun auch offiziell eröffnet werden, nachdem die Corona-Pandemie dies bislang nicht möglich machte. Zugleich wurde im Rahmen der Veranstaltung das 30-jährige Jubiläum der FH Erfurt gewürdigt.   zur Detailseite

    Prof. Dr. Frank Setzer (Präsident der FH Erfurt) begrüßt Ministerin Susanna Karawanskij vor dem Hörsaalgebäude
  • Masterplan Schienenverkehr 2030 wird auf den Weg gebracht

    Im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft wurde Anfang 2022 eine Stabsstelle zur Entwicklung eines Masterplans Schienenverkehr 2030 eingerichtet. Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij erklärt zur Zielsetzung der Stabsstelle: „Für die Thüringen Landesregierung ist die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene ein wichtiges Anliegen. Zum einen wollen wir damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten, zum anderen auch den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum und in den Städten stärken. Denn eine gut ausgebaute Schieneninfrastruktur ist die Basis für mehr Verkehr auf der Schiene.“   zur Detailseite

    Bahnstreckenverlauf im Wald
  • Wettbewerb des TMIL „Bio-Preis Thüringen 2022“ ausgelobt

    „Ich freue mich sehr, dass wir zum vierten Mal den Bio-Preis-Thüringen ausloben und bei den Grünen Tagen Thüringen im September verleihen können. Die Biobranche boomt. Während der Coronapandemie ist die Nachfrage nach regionalen, ökologisch produzierten Lebensmitteln weiter gestiegen. Das zeigt, dass Menschen Bioprodukten vertrauen und wir wollen, dass auch unsere Thüringer Biobetriebe von diesem Vertrauen profitieren. Mit dem Bio-Preis-Thüringen richten wir den Scheinwerfer auf unsere heimischen Unternehmen und zeigen, wie innovativ, vielfältig, schmackhaft und nachhaltig die Thüringer Biobranche ist“, sagt Agrarministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

  • Transparentes Verfahren für Agrarbetriebe zur Vorbereitungen der KULAP 2022 Antragstellung

    Ab Juli können Agrarbetriebe Anträge für das neue Förderprogramm KULAP 2022 stellen. Das Verfahren endet am 2. September 2022. Die Anträge gelten für den neuen fünfjährigen Verpflichtungszeitraum der Agrar-Umwelt-Klima-Maßnahmen ab 2023 sowie den Ökolandbau der GAP-Förderperiode 2023 bis 2027. „Mit den KULAP-Mitteln unterstützen wir die Landwirtinnen und Landwirte bei freiwilligen Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, um natürliche Ressourcen zu schonen sowie Bodenerosion und Treibhausgasemissionen zu verringern. Es ist uns gelungen, in Thüringen die KULAP-Mittel auch für die GAP-Übergangszeit abzusichern, so dass auch 2022 Anträge gestellt werden können“, sagt Agrarministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

    Landwirtin begutachtet ein Weizenfeld
  • Ministerin Karawanskij zur Wald Sonder-AMK: „Waldrettung ist eine generationenübergreifende Aufgabe und muss langfristig planbar sein“

    Bei der gestrigen (16. Mai) Sonder-Agrarminister:innenkonferenz (AMK) kündigte der Bund an, den Ländern zeitnah ein Konzept zur Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes zu präsentieren und die 200 Mio. Euro für 2022 den Waldbesitzenden bereitzustellen: „Ich begrüße die Ankündigung des Bundesministers ausdrücklich, die Honorierung der Ökosystemleistungen in diesem Jahr umzusetzen. Besorgt bin ich jedoch hinsichtlich einer schnellen Hilfe für die Waldbesitzenden. Ich habe den Bund aufgefordert, für 2022 ein einfaches System anzubieten und langfristige Planungssicherheit für alle Waldbesitzarten zu gewährleisten. Die Waldrettung ist eine generationenübergreifende Aufgabe und muss langfristig planbar sein“, sagt Ministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

    Ministerin Susanna Karawanskij im Wald

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: