Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Förderrichtlinie Regionalentwicklung und Demografie bis 2024 verlängert


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

„Nach drei Jahren können wir konstatieren: Die Förderrichtlinie Regionalentwicklung und Demografie hat sich bewährt. Durch sie werden Kommunen und andere lokale Akteur:innen bei der Umsetzung der Leitvorstellungen und Erfordernisse der Raumordnung unterstützt. Zugleich ist sie ein wirksames Instrument der Landes- und Regionalplanung sowie der Gestaltung des demografischen Wandels“, erläutert Ministerin Susanna Karawanskij.

„Wir wollen eine möglichst hohe Verlässlichkeit und Konstanz in der Förderung erreichen. Deshalb haben wir inhaltlich nur wenige, aber gezielte Veränderungen umgesetzt. So wurden vor allem Erleichterungen für die Antragstellenden aufgenommen. Dabei wurde die Möglichkeit fixiert, dass ein Umsetzungsmanagement bis zu zwei Mal verlängert werden kann“, so die Ministerin weiter.

Die Förderrichtlinie wurde bis zum des 30. April 2024 verlängert.Über die Richtlinie werden sowohl investive als auch nichtinvestive Vorhaben gefördert. Die Förderquote liegt zumeist bei 80%. Der Förderzeitraum beträgt in der Regel maximal drei Jahre.

Veröffentlicht wurde die „Förderrichtlinie des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft zu Projekten und Maßnahmen der Regionalentwicklung und zur Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels“ am 6. Dezember 2021 im Thüringer Staatsanzeiger (Ausgabe 49/2021).

Hintergrund:

Anträge können über drei verschiedene Förderbereiche gestellt werden. Teil A umfasst verschiedenste „Vorhaben der Regionalentwicklung“, „Maßnahmen zur Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels“ werden im Teil B beantragt und im Teil C können „Modellprojekte“ angestoßen werden.

Förderfähig ist nach Teil A die Erstellung, Änderung, Weiterentwicklung und Umsetzung von Konzepten, Strategien und Maßnahmen sowie Standortuntersuchungen, Zustandsanalysen, Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Weiterhin können Vorhaben zur Umsetzung regional bedeutsamer Schlüsselmaßnahmen und ein begleitendes Projektmanagement gefördert werden.

Förderfähig nach Teil B sind Vorhaben zur Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels, die langfristig und nachhaltig der angemessenen Daseinsvorsorge, der Verbesserung der Lebensqualität und einer sozial gerechten Teilhabe dienen. Diese Vorhaben können mit jeweils maximal 20.000 Euro unterstützt werden.

Modellprojekte nach Teil C sind Maßnahmen und Projekte, die einen neuartigen Beitrag zur Zukunftsfestigkeit der Daseinsvorsorge leisten. Bei Teil C liegt die Obergrenze der Förderung bei 200.000 Euro.

Seit dem ersten Richtlinienerlass in 2019 wurden über die Förderteile A und C insgesamt 22 Vorhaben mit über 1.670.000 Euro gefördert.

Einen wichtigen Schwerpunkt nahmen dabei die Regionalen Entwicklungskonzepte (REK) ein. Gefördert wurden und werden zum Beispiel das REK zur Entwicklung des Oberzentrums Südthüringen sowie REKs in der Region des Thüringer Meers oder im Landkreis Nordhausen sowie im Saale-Holzland-Kreis. Auch Machbarkeitsuntersuchungen oder das Umsetzungsmanagement auf Basis übergeordneter Konzeptionen wurden unterstützt. Beispielsweise wird gegenwärtig die länderübergreifende Zusammenarbeit der Städte Sonneberg und Neustadt b. Coburg gefördert. Vorangegangen war die Erstellung eines entsprechenden integrierten länderübergreifenden REK der beiden Städte. Auch die Weiterentwicklung der interkommunalen Kooperation des Städteverbundes „Städtedreieck am Saalebogen“ wurde durch die Richtlinie unterstützt.

Besondere Bedeutung haben auch die Förderungen zur Entwicklung des Innovativen Mobilitätsknoten Arnstadt oder zum Mobilitätsknoten am Hauptbahnhof Gotha, welche sich aus der Gunstraumstudie (siehe unten angegebener Link) ergeben haben und somit konkret in die jeweiligen Stadtplanungen eingeflossen sind. Für das Jahr 2022 liegen für die Teile A und C der Richtlinie elf neue Förderanträge mit einem Fördervolumen von über 1,1 Mio. Euro vor.

Über die Förderung von Maßnahmen zur Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels wurden seit 2019 über die Richtlinie insgesamt 44 Vorhaben mit über 710.000 Euro gefördert. Damit konnten überwiegend Vereine, Stiftungen, freie Träger und kommunale Gebietskörperschaften unterstützt werden. Beispielsweise haben die Natur- und Kunstwerkstatt Thamsbrück e. V. mit einer Erweiterung des außerschulischen Lernortes in Bad Langensalza, die Gemeinde Rositz mit einer neuen Küche für den Generationentreffpunkt "Bernsteinhof", der Landengel e. V. mit Unterstützung für ein Dorfkümmerermobil oder das Bildungszentrum Saalfeld mit dem alternativen Reiseführer „Lebendige Orte“ von der Förderung profitiert. Im Rahmen des Förderteils B wurden für 2022 insgesamt 25 Anträge zur Förderung eingereicht. Das beantragte Fördervolumen beträgt ca. 380.000 Euro.

Das Ende der Antragsfrist für Bewilligungen in Folgejahren ist stets der 30. September des Vorjahres. Die nächste Antragsfrist läuft somit bis zum 30. September 2022 und bezieht sich auf Vorhaben ab dem Jahr 2023. Die Anträge sind beim Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft einzureichen.

Weiterführende Informationen finden Sie zum Teil A und C der Richtlinie auf der Internetseite der Regionalentwicklung: https://infrastruktur-landwirtschaft.thueringen.de/unsere-themen/strategische-landesentwicklung/regionalentwicklung. Dort stehen auch weitere Informationen zu Modellprojekten oder der Gunstraumstudie zur Verfügung. Zudem werden regelmäßig die laufenden Förderungen der Regionalentwicklung im jährlichen Landesentwicklungsbericht Thüringen veröffentlicht: https://infrastruktur-landwirtschaft.thueringen.de/unsere-themen/strategische-landesentwicklung/raumordnung-landesplanung

Informationen zum Teil B der Richtlinie finden Sie auf der Internetseite der Serviceagentur Demografischer Wandel: https://www.serviceagentur-demografie.de/service/publikationen-studien-und-berichte.

Die Serviceagentur veröffentlich an dieser Stelle auch jährlich eine Broschüre mit erfolgreich geförderten Vorhaben.

 

Neueste Beiträge

  • Ministerin würdigt die FH Erfurt als Trägerin des Thüringer Staatspreises für Baukultur

    Der Hörsaal-Neubau „Green Campus“ der Fachhochschule Erfurt ist Träger des Thüringer Staatspreises für Baukultur 2020/2021. Nachdem der Preis im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt und bereits im September offiziell verliehen wurde, enthüllte Bauministerin Susanna Karawanskij heute mit dem Präsidenten der FH Erfurt, Prof. Dr. Frank Setzer, eine entsprechende Plakette am „Green Campus“. Dieser konnte nun auch offiziell eröffnet werden, nachdem die Corona-Pandemie dies bislang nicht möglich machte. Zugleich wurde im Rahmen der Veranstaltung das 30-jährige Jubiläum der FH Erfurt gewürdigt.   zur Detailseite

    Prof. Dr. Frank Setzer (Präsident der FH Erfurt) begrüßt Ministerin Susanna Karawanskij vor dem Hörsaalgebäude
  • Masterplan Schienenverkehr 2030 wird auf den Weg gebracht

    Im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft wurde Anfang 2022 eine Stabsstelle zur Entwicklung eines Masterplans Schienenverkehr 2030 eingerichtet. Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij erklärt zur Zielsetzung der Stabsstelle: „Für die Thüringen Landesregierung ist die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene ein wichtiges Anliegen. Zum einen wollen wir damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten, zum anderen auch den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum und in den Städten stärken. Denn eine gut ausgebaute Schieneninfrastruktur ist die Basis für mehr Verkehr auf der Schiene.“   zur Detailseite

    Bahnstreckenverlauf im Wald
  • Wettbewerb des TMIL „Bio-Preis Thüringen 2022“ ausgelobt

    „Ich freue mich sehr, dass wir zum vierten Mal den Bio-Preis-Thüringen ausloben und bei den Grünen Tagen Thüringen im September verleihen können. Die Biobranche boomt. Während der Coronapandemie ist die Nachfrage nach regionalen, ökologisch produzierten Lebensmitteln weiter gestiegen. Das zeigt, dass Menschen Bioprodukten vertrauen und wir wollen, dass auch unsere Thüringer Biobetriebe von diesem Vertrauen profitieren. Mit dem Bio-Preis-Thüringen richten wir den Scheinwerfer auf unsere heimischen Unternehmen und zeigen, wie innovativ, vielfältig, schmackhaft und nachhaltig die Thüringer Biobranche ist“, sagt Agrarministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

  • Transparentes Verfahren für Agrarbetriebe zur Vorbereitungen der KULAP 2022 Antragstellung

    Ab Juli können Agrarbetriebe Anträge für das neue Förderprogramm KULAP 2022 stellen. Das Verfahren endet am 2. September 2022. Die Anträge gelten für den neuen fünfjährigen Verpflichtungszeitraum der Agrar-Umwelt-Klima-Maßnahmen ab 2023 sowie den Ökolandbau der GAP-Förderperiode 2023 bis 2027. „Mit den KULAP-Mitteln unterstützen wir die Landwirtinnen und Landwirte bei freiwilligen Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, um natürliche Ressourcen zu schonen sowie Bodenerosion und Treibhausgasemissionen zu verringern. Es ist uns gelungen, in Thüringen die KULAP-Mittel auch für die GAP-Übergangszeit abzusichern, so dass auch 2022 Anträge gestellt werden können“, sagt Agrarministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

    Landwirtin begutachtet ein Weizenfeld
  • Ministerin Karawanskij zur Wald Sonder-AMK: „Waldrettung ist eine generationenübergreifende Aufgabe und muss langfristig planbar sein“

    Bei der gestrigen (16. Mai) Sonder-Agrarminister:innenkonferenz (AMK) kündigte der Bund an, den Ländern zeitnah ein Konzept zur Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes zu präsentieren und die 200 Mio. Euro für 2022 den Waldbesitzenden bereitzustellen: „Ich begrüße die Ankündigung des Bundesministers ausdrücklich, die Honorierung der Ökosystemleistungen in diesem Jahr umzusetzen. Besorgt bin ich jedoch hinsichtlich einer schnellen Hilfe für die Waldbesitzenden. Ich habe den Bund aufgefordert, für 2022 ein einfaches System anzubieten und langfristige Planungssicherheit für alle Waldbesitzarten zu gewährleisten. Die Waldrettung ist eine generationenübergreifende Aufgabe und muss langfristig planbar sein“, sagt Ministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

    Ministerin Susanna Karawanskij im Wald

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: