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Freistaat fördert Machbarkeitsstudie zur Nutzung des ehemaligen Krankenhauses in Großbreitenbach


Erstellt von Thüringer Ministerium für Landwirtschaft und Infrastruktur

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie soll untersucht werden, wie das leerstehende Gebäude des ehemaligen Krankenhauses in Großbreitenbach umgenutzt werden kann. Dafür erhält der Ilm-Kreis einen Förderbescheid über 32.000 Euro aus Mitteln der Regionalentwicklung.

„Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zur zukunftsfähigen Gestaltung der Daseinsvorsorge in Großbreitenbach und seiner regionalen Umgebung. Perspektivisch könnten mit dem geplanten Bildungscampus zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze im ländlichen Raum entstehen und zu gleichwertigen Lebensverhältnissen beitragen. Um Thüringen fit für die Zukunft zu machen, brauchen wir starke Regionen. Diese entstehen dann, wenn die Akteure in den jeweiligen Kommunen und Landkreisen ein gemeinsames Ziel verfolgen und dafür eng zusammenarbeiten. Solche Kooperationen zu unterstützen und zu gestalten, ist eines der Ziele der Richtlinie zur Förderung der Regionalentwicklung, unterstreicht Staatssekretär Torsten Weil die Intention des Vorhabens.

Beim konkreten Vorhaben wäre das Areal für einen gemeindeübergreifenden Bildungscampus für den südlichen Ilm-Kreis geeignet. So könnte eine Kooperation lokaler Akteure und der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen des Bundesmodellprojektes KOMET entstehen. Mit Hilfe der Machbarkeitsstudie können konkrete Daten zum Sanierungsaufwand sowie zu konkreten Betreiber- und Finanzierungskonzepten erhoben werden.

„Das Projekt unterstützt das Engagement der lokalen Akteure zur interkommunalen Zusammenarbeit im ländlichen Raum. Wenn die Menschen vor Ort ihre Umgebung aktiv mitgestalten und sich untereinander austauschen, entstehen tragfähige Konzepte, durch die sich die Orte und Regionen an den lokalen Interessen ausgerichtet, nachhaltig entwickeln können“, so Weil abschließend.

Hintergrund: Für das Jahr 2021 wurden 15 Förderanträge für die Regionalentwicklung eingereicht. Bei der Prüfung wird insbesondere darauf geachtet, dass die Projekte die Erfordernisse der Raumordnung und die Leitvorstellungen des Landesentwicklungsprogramms Thüringen 2025 (LEP 2025) sowie der Regionalpläne umsetzen.

Zudem müssen die Vorhaben die Zusammenarbeit lokaler und regionaler Akteure stärken und die interkommunale Kooperationen verbessern. Als Kooperationspartner arbeiten der Ilm-Kreis, die Landgemeinde Großbreitenbach, regionale Unternehmen sowie Träger von Bildungs- und soziokulturellen Angeboten zusammen. Zudem werden u. a. die IHK Südthüringen und die Handwerkskammer Erfurt einbezogen.

Für das Jahr 2022 können erneut Vorhaben im Rahmen der Thüringer Richtlinie zur Förderung von Projekten und Maßnahmen der Regionalentwicklung und zur Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels angemeldet werden.

Anträge sind beim Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Werner-Seelenbinder-Straße 8, 99096 Erfurt einzureichen. Zusätzlich ist ein digitales Antragsexemplar an folgende Adresse zu senden: poststelle@tmil.thueringen.de. Antragsfrist ist der 30. September 2021.

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