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Mehr Menschen in Thüringen können Bus und Bahn wohnortnah erreichen


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Eine aktuelle Untersuchung des Verkehrsbündnisses „Allianz pro Schiene“ ergab, dass sich die Erreichbarkeit von Haltestellen des Bus- und Bahnverkehrs in Thüringen verbessert hat. So erreichen fast 88 Prozent der Menschen in Thüringen in 600 bzw. 1.200 Metern eine Bus- oder Bahnhaltestelle mit mindestens 20 Abfahrten am Tag. Das ist ein Zuwachs von 2,3 Prozent im Vergleich zu 2018. „Die positiven Ergebnisse bestärken uns, den Öffentlichen Personennahverkehrs in allen Landesteilen weiter auszubauen. Wir wollen, dass alle Menschen im Freistaat auch ohne Auto mobil sein können. Das ist für uns eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der klimapolitischen Notwendigkeit“, so Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff.

 

Nach dem Erreichbarkeits-Ranking des Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene belegt Thüringen bei den Flächenländern Platz neun. Mit dem Plus von 2,3 Prozent verzeichnet der Freistaat bundesweit mit den größten Zuwachs. „Das sind Erfolge unserer Verkehrspolitik zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, für die wir neben den Regionalisierungsmitteln des Bundes auch über 88,5 Mio. Euro Landesmittel bereitstellen“, so der Minister. „Wir arbeiten intensiv an einer sozial verträglichen und klimafreundlichen Verkehrswende. So haben wir zum Beispiel allein im landesbedeutsamen Busnetz 59 neue Linien gefördert.“

 

Vor der Corona-Pandemie war die Fahrleistung im Thüringer Nahverkehr seit Ende 2014 um elf Millionen gefahrene Kilometer auf jährlich fast 100 Millionen Kilometer angestiegen. Die Anzahl der beförderten Personen stieg auf fast 173 Millionen Personen jährlich, was einem Anstieg von neun Prozent entspricht.

 

„Vor der Corona-Pandemie wuchs der öffentliche Nahverkehr im Freistaat. Diesen Positivtrend wollen wir nach der Pandemie fortsetzen. Viele Thüringerinnen und Thüringer wünschen sich gute Angebote im Nahverkehr und nutzen diese auch. Wir arbeiten intensiv daran, dass Nahverkehrsnetz immer weiter zu verbessern“, sagt Minister Hoff und weist daraufhin, dass hier auch ein stärkeres Engagement vom Bund erwartet wird: „Die aktuellen Ergebnisse der Konzeption zum Deutschlandtakt sind enttäuschend und zeigen, dass der Bund seiner Verantwortung zum Ausbau der Schieneninfrastruktur, auch für den Schienenpersonennahverkehr, nicht ausreichend nachkommt. Die kommende Bundesregierung muss beim Schienenpersonennahverkehr umsteuern. Dafür werden wir mit den anderen Ländern Druck machen. Dazu gehört auch der vollständige bundesfinanzierte Ausbau der MDV. Die Verantwortung liegt hier in Berlin, nicht in Erfurt.“

 

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