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Ministerin Karawanskij zur AMK: „Bund sagt zeitnahe Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes zu“


Bei der heutigen (1. April) Agrarminister:innenkonferenz (AMK) kündigte der Bund an, die Honorierung von Ökosystemleistungen der Wälder zeitnah umzusetzen. „Die anderen Länder haben unseren Antrag unterstützt und der Bund hat zugesagt, die Honorierung der Ökosystemleistungen für alle Waldbesitzarten noch 2022 auf den Weg zu bringen. Das ist ein großer Erfolg, denn die Maßnahmen zum Waldumbau hin zu klimastabilen Wäldern müssen angesichts der großen, klimabedingten Waldschäden und der fortschreitenden Klimakrise schnellstmöglich umgesetzt sowie die Waldbesitzenden bei dieser Arbeit finanziell unterstützt werden. Ich begrüße ausdrücklich, dass in einer heute vereinbarten AMK-Sondersitzung nach Ostern die drängenden forstpolitischen Themen umfassend behandeln werden“, sagt Thüringens Agrarministerin Susanna Karawanskij.

Mit dem "Klimaschutz Sofortprogramm 2022" wurde am 23. Juni 2021 eine Vorlage beschlossen, mit der eine Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes durch die neue Bundesregierung umgesetzt werden kann. Es wird ein Modell vorgeschlagen, mit dem Waldbesitzende einen Anreiz für den Erhalt und die Vergrößerung der CO2-Senke in Wäldern und in langlebigen Holzprodukten erhalten. Im Entwurf des Bundeshaushalts 2022 sind dafür 200 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds eingeplant.

Vom Ergebnis der Debatte zur Nutzung zusätzlicher Flächen für den Anbau von Lebensmitteln zeigte sich die Ministerin enttäuscht. In Deutschland und Europa sei die Nahrungsversorgung trotz der wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine gesichert. „Wir haben auch eine humanitäre Verantwortung, die Ernährungssicherheit in anderen Ländern zu gewährleisten. Dass der Bund die Ökologischen Vorrangflächen nicht für den Anbau von Nahrungsmitteln freigeben will, kann ich nicht nachvollziehen“, so Ministerin Karawanskij. „Die ab 2023 geplante Stilllegung von vier Prozent Ackerflächen halte ich unter den aktuellen Umständen für das falsche Signal. Die Stilllegung sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben oder zunächst auf 1 oder 2 Prozent verringert werden. Die Vereinten Nationen warnen vor einer Nahrungskrise in den Ländern des globalen Südens. Russland und die Ukraine sind bei Agrarrohstoffen wichtige Exportpartner für die Länder Afrikas und Südostasiens. Versorgungsengpässe und steigende Preise können dort Hunger und soziale Krisen auslösen. Aus Solidarität muss das Potenzial der europäischen Landwirtschaft umfassend genutzt werden, um die Ernährung für die Menschen in diesen Ländern sicherzustellen.“

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