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Ministerin Karawanskij: „Die Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes ist der richtige Weg“


Bei der heutigen (1. Oktober) Agrarminister:innenkonferenz (AMK) in Dresden begrüßte Ministerin Susanna Karawanskij die Ankündigung des Bundes, den Ansatz zur Honorierung von Klimaschutz- und anderen Ökosystemleistungen der Wälder weiter verfolgen zu wollen.

Thüringer Wald: Blick vom Adlersberg-Turm
Foto: Adobe Stock/Henry Czauderna

„Damit wir den notwendigen Waldumbau schnell und effizient voranbringen können, brauchen wir neue Finanzierungsquellen. Die Förderung der Klimaschutz- und Ökosystemleistungen der Wälder ist der richtige Weg, um die klimaangepasste Waldbewirtschaftung langfristig sicherzustellen.  Angesichts einer Waldfläche von rund 11 Millionen Hektar in Deutschland sind die angekündigten 200 Millionen Euro ein guter Anfang. Der Waldumbau ist jedoch eine Generationenaufgabe. Um diese nachhaltig abzusichern, wird eine Verstetigung der Förderung notwendig sein. Hier erwarten wir vom Bund, dass er bis Ende des Jahres ein konkretes Umsetzungsmodell vorlegen wird.“

 Mit dem "Klimaschutz Sofortprogramm 2022" hat das Bundeskabinett am 23. Juni 2021 eine Vorlage beschlossen, mit der eine Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes durch die neue Bundesregierung umgesetzt werden kann. Es wird ein Modell vorgeschlagen, mit dem Waldbesitzende einen Anreiz für den Erhalt und die Vergrößerung der CO2-Senke in Wäldern und in langlebigen Holzprodukten erhalten. Im Entwurf des Bundeshaushalts 2022 sind dafür 200 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds eingeplant. Das muss jedoch noch vom Bundestag bestätigt werden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) will nun bis Ende des Jahres ein konkretes Umsetzungsmodell vorlegen, damit ab 2022 die Honorierung der Klimaschutzleistungen des Waldes starten kann. „Dieses Ergebnis der AMK ist eine gute Nachricht für die Waldbesitzenden in Thüringen. Wir werden den Prozess weiter konstruktiv begleiten, damit der vereinbarte Zeitplan eingehalten wird und unsere Waldbesitzenden sicher planen können“, so Ministerin Karawanskij.

Ein anderes wichtiges Thema der AMK war die weitere Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).„Es darf keine weitere Verzögerung bei der Erarbeitung des nationalen GAP-Strategieplans mehr geben. Der Bund hat nun einen ambitionierten Zeitplan zur Fertigstellung des nationalen Strategieplans unter Beteiligung der Länder vorgelegt. So soll die fristgerechte Abgabe des deutschen Umsetzungsplan bis zum 1. Januar 2022 bei der EU sichergestellt werden“, sagt Karawanskij.

Der Beginn der neuen GAP-Förderperiode 2021 bis 2027 hat sich wegen der schwierigen Verhandlungen auf EU-Ebene erheblich verzögert. Nun soll die neue Förderperiode ab 01.Januar 2023 starten. Als Grundlage der neuen Förderperiode verlangt die EU von jedem Mitgliedsland einen nationalen Strategieplan zur Umsetzung der GAP bis zum 1. Januar 2022. Bund und Länder arbeiten bereits seit etwa zwei Jahren gemeinsam in Arbeitsgruppen an der Erstellung des deutschen GAP-Strategieplans. Da die Bundesregierung erst Ende Juni 2021 das Gesetz zur Umsetzung der GAP beschlossen hatte, lagen den Ländern bisher die notwendigen Rechtsgrundlagen zur Anpassung des Landesrechts noch nicht vor.

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