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Neue Förderung der Klimaschutzleistungen der Wälder startet am 8. Juni


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

In der Pressekonferenz stellte Forststaatssekretär Torsten Weil die neue Förderrichtlinie vor. Zunächst in diesem Jahr stehen 15 Mio. Euro für private und kommunale Forstbetriebe bereit, die als Prämie für die CO2-Bindung ausgezahlt werden. Die 15 Mio. Euro ergänzen das Budget...

„Mit der jetzt beginnenden Förderung zur Sicherung der Klimaschutzleistungen des Waldes betreten wir völliges Neuland. Wir vollziehen als erstes und bisher einziges Bundesland einen Paradigmenwechsel. Anstatt einer Projektförderung unterstützen wir flächenbezogen die Klimaschutzleistungen von Waldbeständen“, sagte heute (2. Juni) Forststaatssekretär Torsten Weil.

In der Pressekonferenz stellte er die neue Förderrichtlinie vor. Zunächst in diesem Jahr stehen 15 Mio. Euro für private und kommunale Forstbetriebe bereit, die als Prämie für die CO2-Bindung ausgezahlt werden. Die 15 Mio. Euro ergänzen das Budget für projektbezogene Fördermaßnahmen. „Wir wollen diese neue Förderung auch im nächsten Jahr fortsetzen“, so Weil. 

Ab 8. Juni können alle aktiv wirtschaftenden privaten und kommunalen Forstbetriebe mit Waldflächen in Thüringen und einer Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau (SVLFG), einen Antrag für diese bundesweit einmalige Förderung stellen. Der Regelfördersatz beträgt 125 Euro je Hektar. Der Regelsatz verringert sich, wenn der Laubholzanteil auf den Waldflächen des Forstbetriebs weniger als die Hälfte beträgt, und auch, wenn der Forstbetrieb nicht an einem nachhaltigen Zertifizierungssystem wie PEFC oder FSC teilnimmt. „Damit erhöhen wir den Anreiz für die Forstbetriebe, Mischwälder nachhaltig zu bewirtschaften“, sagte Weil.

Um die aktuell 34.000 Hektar Schadflächen, immerhin 6,5 % der Thüringer Waldfläche, wieder zu bewalden, sei der Freistaat auf die Unterstützung der Waldbesitzenden angewiesen. Denn der Privat- und Körperschaftswald habe im Freistaat den größten Flächenanteil, so der Staatssekretär. „Der Wald und sein Nutzholz sind ein riesiger Kohlenstoffspeicher und haben eine bedeutende Klimaschutzfunktion. Der sorgsame und klimaresiliente Umbau der Wälder ist eine Aufgabe von gesamtgesellschaftlichem Interesse und kann im Privat- und Körperschaftswald nicht alleine den Eigentümern aufgebürdet werden. Dieser gesellschaftliche Nutzen muss durch gesellschaftliche Transferleistungen honoriert werden.“

Mit der neuen Richtlinie werden bereits vorhandene Fördermaßnahmen u.a. für die Schadflächensanierung, den Waldwegebau, die Stärkung der forstlichen Zusammenschlüsse oder zur Sicherung wertvoller Biotope für die Biodiversität sinnvoll ergänzt. Das Fördervolumen für Waldbesitzende wurde seit 2018 von etwa 6 Mio. Euro auf nun insgesamt über 33 Mio. Euro erhöht. Zudem erhält die Landesfortanstalt im Zeitraum 2021 bis 2036 insgesamt 176 Mio. Euro speziell für den Waldumbau. Damit wird sie sich personell verstärken, um insbesondere den Privat- und Kommunalwald beim Umbau seiner Waldbestände zu beraten, anzuleiten und zu unterstützen.

„All diese Maßnahmen sind Schritte, um unseren ‚Aktionsplan Wald 2030ff - Grünes Herz Thüringen‘ umzusetzen. Für die zahlreichen Aktionen zur Waldrettung sind in den nächsten 10 Jahren insgesamt 500 Mio. Euro einkalkuliert. So werden wir unsere Wälder in der Klimakrise für die nächsten Generationen erhalten und sie langfristig klimaresilient entwickeln“, betonte Staatssekretär Weil. 

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