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Ökolandbau in Thüringen wächst überdurchschnittlich


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Thüringens Agrarminister Benjamin-Immanuel Hoff besucht heute (14. Juli) bei der Ökoflurfahrt des Thüringer Ökoherz e. V. den Betrieb und Biopreisträger 2020 „Herzgut Landmolkerei“ und den Milchviehstall der Landgut Weimar eG. Der Minister verweist auf die positive Entwicklung der Ökobranche in Thüringen: „Zwischen 2019 und 2020 ist der Anteil an ökologisch bewirtschafteter Agrarfläche in Thüringen von 6,4 auf 7,1 Prozent gestiegen. Im Jahr 2020 haben in Thüringen insgesamt 441 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 54.367 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Mit dem Flächenzuwachs des Ökolandbaus in Thüringen von über neun Prozent in einem Jahr liegen wir weit über dem Bundesdurchschnitt. Seit 2015 haben wir die Ökobranche Thüringens mit insgesamt über 56 Millionen Euro gefördert“, so Minister Hoff.

Der Flächenanteil des Ökolandbaus an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Thüringens betrug im Vorjahr 7,1 Prozent. Damit liegt der Freistaat nach wie vor unter dem bundesweiten Durchschnitt von 10,3 Prozent. Dennoch ist in Thüringen ein starker Anstieg im Ökolandbau zu verzeichnen. Im Jahr 2020 haben insgesamt 441 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von 54.367 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Das sind 40 Betriebe mehr als 2019 und ein Flächenanstieg um 4.585 Hektar oder 9,2 Prozent. Im Bundesdurchschnitt lag der Flächenanstieg bei 5,5 Prozent.

Minister Hoff sieht die politische Unterstützung der Ökobranche durch die Landesregierung bestätigt: „Die Zahlen unterstreichen die Ernsthaftigkeit, mit der wir das Ziel verfolgen, den Ökolandbau in Thüringen auszubauen. Sie zeigen auch, dass unsere Förderung die Bereitschaft der Betriebe erhöht, ökologisch zu wirtschaften. Wir sind auf einem guten Weg und werden die Förderung weiter ausbauen, um Thüringen als Standort für die Ökobranche zu stärken.“

Der Minister betont, dass der positive Einfluss des Ökolandbaus auf

Wasser, Boden, Biodiversität, Klimaschutz, Tierwohl und Ressourcenschonung dazu beiträgt, die Umweltbilanz und somit das gesellschaftliche Ansehen des gesamten Agrarbereichs zu verbessern. „Für die zukunftsfähige Weiterentwicklung unserer Thüringer Agrarstruktur und ländlichen Räume ist es unerlässlich, dass wir die konventionelle wie die ökologische Landwirtschaft stärken.“

Hintergrund:

Bei der Verleihung des Thüringer Biopreises 2020 belegte die Herzgut Molkerei den zweiten Platz mit dem Weichkäse "Kleiner Bio-Riese". Der Biopreis 2020 wurdeam 17. Oktober 2020 in der Messe Erfurt verliehen. Landwirtschaftsminister Hoff zeichnete insgesamt 9 Preisträger:innen aus. Zum Wettbewerb „Bio-Preis Thüringen 2020“ waren insgesamt 73 Bewerbungen von 38 Unternehmen, Verbänden oder Institutionen aus dem Freistaat eingegangen. Die Preisträger:innen kamen aus den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Greiz, Eichsfeld, dem Saale-Orla-Kreis, dem Saale-Holzland-Kreis sowie den kreisfreien Städten Erfurt, Weimar und Gera.Der „Bio-Preis Thüringen“ ist mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 13.500 Euro dotiert.  

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