Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Staatssekretär Weil: „Unsere Dörfer haben Zukunftspotenzial“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Steinbach vertritt Thüringen im Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis

„Die Gemeinde Steinbach im Wartburgkreis vertritt Thüringen beim Europäischen Dorferneuerungspreis 2020 und misst sich mit 26 Dörfern aus zwölf verschiedenen Ländern. Steinbach hat sich gegen die harte Konkurrenz aus Thüringen durchgesetzt. Ich bin mir sicher, dass Steinbach diese Herausforderung mit viel Ehrgeiz, Engagement und Begeisterung meistern wird“, sagte heute (16.9.) Agrarstaatssekretär Torsten Weil bei der Jurybereisung in Steinbach. „In Steinbach werden lokale Antworten auf globale Herausforderungen gefunden, indem aus der Dorfgemeinschaft heraus ökologisch und sozial nachhaltige Projekte entwickelt und umgesetzt werden. Hier passiert im Kleinen, was wir in ganz Thüringen erreichen wollen.“

Das Motto des Europäischen Dorferneuerungspreises 2020 lautet „lokale Antworten auf globale Herausforderungen“. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Jurybereisung von 2020 auf 2021 verlegt werden. Die dreiköpfige Jury ist international besetzt. Als Ortsteil von Bad Liebenstein hat die Gemeinde Steinbach der Jury innovative und beispielhafte Projekte der Dorfentwicklung präsentiert. Unter dem Bewerbungsmotto „Wir schmieden Zukunft“ wurden der Jury das Steinbacher Messerhaus, ein neu gestalteter Kindergarten, ein Wasserrad zur nachhaltigen Energiegewinnung und die neue, heimische Brauerei gezeigt. Die Jury bereiste den Ort in einer elektrischen Kutsche und in E-Tuk-Tuks.

Bürgermeister Dr. Michael Brodführer: „Wir haben vor wenigen Jahren mit dem Steinbacher Aufbruch begonnen. Der europäische Wettbewerb ist eine einzigartige Gelegenheit zu zeigen, was wir in kurzer Zeit mit viel Engagement in der Dorferneuerung erreicht haben. Die Entwicklung in Steinbach zeigt: Unsere Dörfer sind zukunftsfähig und es lohnt sich, sich für sie stark zu machen. Darum gehen wir den in Steinbach begonnenen Weg konsequent weiter.“ Staatssekretär Weil setzte hinzu: „In Steinbach entstehen neue Projekte durch Initiative der Bürgerinnen und Bürger, die ihren Ort aktiv mitgestalten. Demokratische Teilhabe und zivilgesellschaftliche Partizipation der Menschen bei der Gestaltung ihrer Lebenswelten sind für uns das beste Rezept, damit wir in unseren Gemeinden gleichwertige Lebensverhältnisse erreichen können. Steinbach ist dafür ein leuchtendes Vorbild. Die Landesregierung unterstützt deshalb die Bewerbung Steinbachs und hofft, dass auch die internationale Jury so begeistert von der Dorfgemeinschaft ist wie wir.“

Die Geschäftsführerin der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung Theres Friewald-Hofbauer erläutert das Ziel des Wettbewerbes: „Wir wollen die Landgemeinden in ihrem Engagement bestätigen, zu weiteren Aktivitäten motivieren und den Erfahrungsaustausch mit anderen ländlichen Gemeinwesen in Europa fördern. Darüber hinaus wollen wir Dörfer und Regionen zur Nachahmung anregen, die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der ländlichen Regionen der europäischen Öffentlichkeit bewusstmachen und nicht zuletzt auch Europas Zusammenwachsen stärken.“

Hintergrund: Der Europäische Dorferneuerungspreis wird seit 1990 im Zweijahresrhythmus ausgelobt durch die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung (Sitz in Österreich). Eine international und interdisziplinär besetzte Jury bereist die Bewerbergemeinden. Bewertet werden u. a. die Schaffung von sozialen Einrichtungen und Einrichtungen der Daseinsvorsorge, sowie die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements im Dorf, einer umweltgerechten Land- und Forstwirtschaft, erneuerbarer Energien, regionaler Wertschöpfungsketten und der Siedlungsentwicklung.

Neben dem „Europäischen Dorferneuerungspreis 2020“ werden auch Europäische Dorferneuerungspreise in Gold, Silber und Bronze sowie „Lobende Anerkennungen“ vergeben. Neben Trophäe und Plakette winkt den erfolgreichsten Teilnehmern ein Eintrag in eine elektronische „Roadmap“, auf der die europaweit besten Dorferneuerungsorte auf einer virtuellen Landkarte per Mausklick auffind- und abrufbar sind. 

Weitere Informationen zur ARGE und dem Europäischen Dorferneuerungs­preis stehen im Internet bereit: www.landentwicklung.org

Neueste Beiträge

  • Ministerin würdigt die FH Erfurt als Trägerin des Thüringer Staatspreises für Baukultur

    Der Hörsaal-Neubau „Green Campus“ der Fachhochschule Erfurt ist Träger des Thüringer Staatspreises für Baukultur 2020/2021. Nachdem der Preis im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt und bereits im September offiziell verliehen wurde, enthüllte Bauministerin Susanna Karawanskij heute mit dem Präsidenten der FH Erfurt, Prof. Dr. Frank Setzer, eine entsprechende Plakette am „Green Campus“. Dieser konnte nun auch offiziell eröffnet werden, nachdem die Corona-Pandemie dies bislang nicht möglich machte. Zugleich wurde im Rahmen der Veranstaltung das 30-jährige Jubiläum der FH Erfurt gewürdigt.   zur Detailseite

    Prof. Dr. Frank Setzer (Präsident der FH Erfurt) begrüßt Ministerin Susanna Karawanskij vor dem Hörsaalgebäude
  • Masterplan Schienenverkehr 2030 wird auf den Weg gebracht

    Im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft wurde Anfang 2022 eine Stabsstelle zur Entwicklung eines Masterplans Schienenverkehr 2030 eingerichtet. Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij erklärt zur Zielsetzung der Stabsstelle: „Für die Thüringen Landesregierung ist die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene ein wichtiges Anliegen. Zum einen wollen wir damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten, zum anderen auch den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum und in den Städten stärken. Denn eine gut ausgebaute Schieneninfrastruktur ist die Basis für mehr Verkehr auf der Schiene.“   zur Detailseite

    Bahnstreckenverlauf im Wald
  • Wettbewerb des TMIL „Bio-Preis Thüringen 2022“ ausgelobt

    „Ich freue mich sehr, dass wir zum vierten Mal den Bio-Preis-Thüringen ausloben und bei den Grünen Tagen Thüringen im September verleihen können. Die Biobranche boomt. Während der Coronapandemie ist die Nachfrage nach regionalen, ökologisch produzierten Lebensmitteln weiter gestiegen. Das zeigt, dass Menschen Bioprodukten vertrauen und wir wollen, dass auch unsere Thüringer Biobetriebe von diesem Vertrauen profitieren. Mit dem Bio-Preis-Thüringen richten wir den Scheinwerfer auf unsere heimischen Unternehmen und zeigen, wie innovativ, vielfältig, schmackhaft und nachhaltig die Thüringer Biobranche ist“, sagt Agrarministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

  • Transparentes Verfahren für Agrarbetriebe zur Vorbereitungen der KULAP 2022 Antragstellung

    Ab Juli können Agrarbetriebe Anträge für das neue Förderprogramm KULAP 2022 stellen. Das Verfahren endet am 2. September 2022. Die Anträge gelten für den neuen fünfjährigen Verpflichtungszeitraum der Agrar-Umwelt-Klima-Maßnahmen ab 2023 sowie den Ökolandbau der GAP-Förderperiode 2023 bis 2027. „Mit den KULAP-Mitteln unterstützen wir die Landwirtinnen und Landwirte bei freiwilligen Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, um natürliche Ressourcen zu schonen sowie Bodenerosion und Treibhausgasemissionen zu verringern. Es ist uns gelungen, in Thüringen die KULAP-Mittel auch für die GAP-Übergangszeit abzusichern, so dass auch 2022 Anträge gestellt werden können“, sagt Agrarministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

    Landwirtin begutachtet ein Weizenfeld
  • Ministerin Karawanskij zur Wald Sonder-AMK: „Waldrettung ist eine generationenübergreifende Aufgabe und muss langfristig planbar sein“

    Bei der gestrigen (16. Mai) Sonder-Agrarminister:innenkonferenz (AMK) kündigte der Bund an, den Ländern zeitnah ein Konzept zur Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes zu präsentieren und die 200 Mio. Euro für 2022 den Waldbesitzenden bereitzustellen: „Ich begrüße die Ankündigung des Bundesministers ausdrücklich, die Honorierung der Ökosystemleistungen in diesem Jahr umzusetzen. Besorgt bin ich jedoch hinsichtlich einer schnellen Hilfe für die Waldbesitzenden. Ich habe den Bund aufgefordert, für 2022 ein einfaches System anzubieten und langfristige Planungssicherheit für alle Waldbesitzarten zu gewährleisten. Die Waldrettung ist eine generationenübergreifende Aufgabe und muss langfristig planbar sein“, sagt Ministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

    Ministerin Susanna Karawanskij im Wald

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: