Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Staatssekretärin würdigt die Schwimmhalle Ilmenau mit dem Sonderpreis Holzbau des Thüringer Staatspreises für Baukultur


Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Die Schwimmhalle Ilmenau ist Trägerin des Sonderpreises Holzbau im Rahmen des Thüringer Staatspreises für Baukultur 2020/2021. Nachdem der Preis bereits im September vergangenen Jahres offiziell verliehen wurde, enthüllte Staatssekretärin Prof. Dr. Barbara Schönig heute mit Ilmenaus Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß die dazugehörige Plakette an der Schwimmhalle. Das innovative Energiesystem der Schwimmhalle wurde vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft mit 3,32 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Staatsekretärin Schönig und der Ilmenauer Oberbürgermeister enthüllen die an der Wand angebrachte Plakette des Thüringer Staatspreises

„Den Sonderpreis Holzbau im Rahmen des Thüringer Staatspreises für Baukultur hat die Schwimmhalle Ilmenau mehr als verdient und ich bin sicher, dass die Fördersumme hier gut investiertes Geld ist. Die Schwimmhalle kombiniert viele aktuelle Herausforderungen, vor denen wir stehen – sei es nachhaltiges Bauen, die Nutzung regional vorhandener Ressourcen, die Reduzierung von CO2-Emmissionen oder das Einsparen von Energie“, so Staatssekretärin Schönig. „Indem so Betriebskosten und Eintrittspreise niedrig gehalten werden können, leistet die Stadt auch einen sozialen Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie gestaltet eine freiwillige kommunale Leistung effizient und nachhaltig und formuliert den Anspruch, dass der Schwimmhallenbesuch nicht vom Geldbeutel abhängen darf“, fügte sie hinzu.

Ilmenaus Oberbürgermeister sagte: „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung und danken allen beteiligten Planern und Unternehmen, die uns bei diesem Projekt begleitet haben. Ich lade Sie alle herzlich zu einem Besuch in unserer Schwimmhalle ein, die sie jetzt vielleicht mit anderen Augen sehen.“

Die Schwimmhalle Ilmenau zeichnet sich durch zahlreiche Besonderheiten aus, die für die 12-köpfige Staatspreis-Jury zugleich auch Gründe für die Verleihung des Sonderpreises Holzbau waren: Gewürdigt wurde vor allem die hohe ingenieurtechnische Leistung, mit der das Tragwerkskonzept der Dachkonstruktion umgesetzt wurde. Es entstand eine komplexe, dreidimensional gekrümmte Dachschale in Holzbauweise, die raumseitig mit einer eindrucksvollen Akustikdecke versehen ist. Die Umsetzung dieser ausdrucksstarken Tragstruktur stellte hohe Anforderungen an die Planung, statische Berechnung und Bauausführung.

Mit der durchdachten Standortwahl konnte eine alte Baulücke im Stadtbild geschlossen und durch unmittelbare Nähe zur Ilmenauer Eishalle ein innovatives Energiekonzept umgesetzt werden. Die Abwärme der Kälteanlage der Eishalle wird nun für die Wärmeversorgung der Schwimmhalle genutzt, wodurch nachhaltige Synergieeffekte entstehen.

Die energetischen Maßnahmen kosteten insgesamt 4,15 Mio. Euro und wurden mit EFRE-Mitteln in Höhe von 3,32 Mio. Euro gefördert.

Hintergrundinformation zum Thüringer Staatspreis für Baukultur:

Der neue „Thüringer Staatspreis für Baukultur“ tritt an die Stelle der bis zum Jahr 2019 jährlich abwechselnd vergebenen Thüringer Staatspreise für Architektur und Städtebau sowie für Ingenieurleistungen. Er wird vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ausgelobt und in Kooperation mit der Architektenkammer Thüringen und der Ingenieurkammer Thüringen vergeben. Die Durchführung des Staatspreisverfahrens 2020/2021 erfolgte in Kooperation mit der Stiftung Baukultur Thüringen.

Der Preis prämiert herausragende und beispielhafte Leistungen im Bausektor, die eine große Innovationskraft sowie eine hohe gestalterische Qualität aufweisen. Er würdigt sowohl Planende als auch Bauherr:innen, die mit ihrem besonderen Engagement den Erfolg eines Projektes wesentlich mitbestimmen. Dabei kommt dem konstruktiven Austausch und der teamorientierten Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten über die einzelnen Fachdisziplinen hinweg eine besondere Bedeutung zu.

Darüber hinaus zeichnet der Preis Personen, Institutionen und Initiativen aus, die sich durch ihre Aktivitäten im besonderen Maße für die baukulturelle Entwicklung unserer Gesellschaft sowie deren Vermittlung einsetzen.

Der beste Beitrag, der in besonderer Weise auch den integrativen Charakter von Baukultur ausdrückt, erhält den „Thüringer Staatspreis für Baukultur“. In den einzelnen Kategorien können für weitere herausragende Leistungen „Medaillen für Baukultur“ vergeben werden. Zusätzlich werden kategorieübergreifend Sonderpreise für Holzbau, Barrierefreiheit und Nachwuchs ausgelobt.

Das beigefügte Foto kann zur Berichterstattung verwendet werden. Quelle: D. Santana/TMIL

Neueste Beiträge

  • Abschluss der Dorfflurbereinigung „Quirla“: Verknüpfung von Neuordnung und Dorferneuerung als gutes Beispiel integrierter ländlicher Entwicklung

    Die Staatssekretärin für Infrastruktur und Landwirtschaft Prof. Dr. Barbara Schönig übergab heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Thüringer Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation Uwe Köhler die Schlussfeststellung zum Flurbereinigungsverfahren an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Hagen Voigt. Damit ist das Verfahren offiziell abgeschlossen.   zur Detailseite

  • Richtfest für Neubauten der Batterieforschung an der Universität Jena

    Am Campus Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde heute Richtfest für zwei Erweiterungsbauten des Center for Energy and Environmental Chemistry (CEEC Jena II) gefeiert. Die Gesamtkosten des Bauvorhabens belaufen sich auf gut 54 Mio. Euro, die von Bund, Land und EU sowie aus Geldern der Ernst-Abbe- und der Carl-Zeiss-Stiftung getragen werden. Rund 13 Mio. Euro werden aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.   zur Detailseite

    Ministerin Karawanskij und Minister Tiefensee besichtigen das CEEC Jena
  • Der Camposanto Buttstädt und das Spittel in Großengottern sind herausragende Beispiele für das baukulturelle Engagement im Land

    Die Renaissance-Friedhofsanlage Camposanto in Buttstädt war am Mittwoch Station der dritten Baukultur Sommerreise der Bundesstiftung Baukultur. "Ich freue mich sehr, dass dem Camposanto und dem dahinter stehenden Verein diese Aufmerksamkeit zuteil wird. Heute besuchen wir die wahren Baukultur-Helden, die durch ihre zumeist ehrenamtliche Arbeit ganz wesentlich zur Erhaltung des baukulturellen Erbes vor Ort beitragen", so Staatssekretärin Prof. Dr. Barbara Schönig bei dem Termin vor Ort.   zur Detailseite

  • Am Freitag fährt erster Entlastungszug auf der Strecke Leipzig-Nürnberg


    Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

    Ab diesem Freitag, dem 24.06.2022, werden auf der Strecke Leipzig-Nürnberg erstmals Entlastungszüge als Reaktion auf die durch das 9-Euro-Ticket stark erhöhte Fahrgastnachfrage eingesetzt. Diese werden jeweils freitags, samstags und sonntags das bisherige Fahrplanangebot ergänzen. Entlang der Strecke werden die Bahnhöfe Jena-Paradies, Jena-Göschwitz sowie Rudolstadt und Saalfeld bedient.   zur Detailseite

    Zug fährt über Saalebrücke
  • TMIL sucht das Rezept des Monats Juni

    Für das Jahr 2023 plant das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft einen Wandkalender zum Thema „Nutzpflanzen aus der Thüringer Landwirtschaft“. In jedem Monat wird eine jahreszeittypische Nutzpflanze vorgestellt und ein passendes Rezept veröffentlicht.   zur Detailseite

Unser Ministerium in den sozialen Netzwerken: