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Transparentes Verfahren für Agrarbetriebe zur Vorbereitungen der KULAP 2022 Antragstellung


Ab Juli können Agrarbetriebe Anträge für das neue Förderprogramm KULAP 2022 stellen. Das Verfahren endet am 2. September 2022. Die Anträge gelten für den neuen fünfjährigen Verpflichtungszeitraum der Agrar-Umwelt-Klima-Maßnahmen ab 2023 sowie den Ökolandbau der GAP-Förderperiode 2023 bis 2027. „Mit den KULAP-Mitteln unterstützen wir die Landwirtinnen und Landwirte bei freiwilligen Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, um natürliche Ressourcen zu schonen sowie Bodenerosion und Treibhausgasemissionen zu verringern. Es ist uns gelungen, in Thüringen die KULAP-Mittel auch für die GAP-Übergangszeit abzusichern, so dass auch 2022 Anträge gestellt werden können“, sagt Agrarministerin Susanna Karawanskij.

Landwirtin begutachtet ein Weizenfeld
Foto: Adobe Stock

Die neuen Thüringer Maßnahmenpläne für die GAP nach 2022 liegen als Teil des deutschen Strategieplanes bereits bei der EU-Kommission zur Genehmigung vor. Leider hat sich der Genehmigungsprozess verzögert. Deshalb wird das Antragsverfahren zunächst vorbehaltlich möglicher Änderungen gestartet. So können sich Landwirtinnen und Landwirte auf das neue Programm einstellen und die beantragten Maßnahmen werden nach der Genehmigung bewilligt.

Die Grundlage für die Antragstellung bilden der Entwurf der Förderrichtlinie KULAP 2022 (FR) und die entsprechenden Anlagen. Dieser Entwurf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der EU-Kommission zum Deutschen GAP Strategieplan und der beihilferechtlichen Genehmigung.

Der Entwurf des Katalogs der Förderrichtlinie ist auf der Internetseite des TMIL zu finden und dient zur Vorbereitung der Antragstellung. Schrittweise werden weitere Bestandteile der Förderrichtlinie veröffentlicht, die derzeit noch erarbeitet werden. So gewährleistet das TMIL, dass sich interessierte Betriebe frühzeitig über die Maßnahmen des neuen Förderprogrammes KULAP-2022 informieren und zu einer Teilnahme entscheiden können. „Es ist ein ungewöhnlicher Schritt, eine Förderrichtlinie zu veröffentlichen, bevor sie final erarbeitet ist. Aufgrund des verzögerten Entscheidungsprozesses auf EU-Ebene haben wir uns jedoch dazu entschlossen. Wir wollen den Arbeitsprozess transparent machen und so den Agrarbetrieben frühzeitig die Möglichkeit geben, sich über die neuen Förderkonditionen zu informieren und bei Interesse genug Zeit für die Antragsstellung zu haben“, so Ministerin Karawanskij.

Hintergrund

Für umfangreiche freiwillige Umweltschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft erhielten 2021 etwa 1.700 Thüringer Agrarbetriebe über 42 Millionen Euro. Im Fokus von KULAP stehen die Fruchtartenvielfalt, Erosionsschutz, die Anlage von Blühstreifen und ökologisch wichtigen Zwischenstrukturen in der Agrarlandschaft, stillgelegte Ackerflächen sowie eine ausgedehnte Grünlandwirtschaft ohne Düngung.

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