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Informationen für Waldbesitzer

Waldbesitzer werden bei der Bewirtschaftung des Waldes vom Land unterstützt.

Darum informieren wir Sie hier über die Anerkennung von Forstlichen Zusammenschlüssen und Fördermöglichkeiten.

Über gemeinwohlorientierte Beratung, fachliche Fortbildung und finanzielle Förderung leistet die Thüringer Forstverwaltung Hilfe zur Selbsthilfe. Das Ziel ist eine multifunktionelle zukunftsfähige und naturnahe Forstwirtschaft zum Wohle von Wald, Waldbesitzern und Gesellschaft in Thüringen.

Für den Privat- und Körperschaftswaldbesitzer bietet die Thüringer Forstverwaltung vielfältige Unterstützung an.

Forstliche Zusammenschlüsse

Was sind Forstbetriebsgemeinschaften?

Forstbetriebsgemeinschaften sind privatrechtliche Zusammenschlüsse von Grundbesitzern, die den Zweck verfolgen, die Bewirtschaftung der angeschlossenen Waldflächen und der zur Aufforstung bestimmten Grundstücke zu verbessern, insbesondere die Nachteile geringer Flächengröße, ungünstiger Flächengestalt, der Besitzzersplitterung, der Gemengelage, des unzureichenden Waldaufschlusses oder anderer Strukturmängel zu überwinden (§ 16 Bundeswaldgesetz).

Welche Voraussetzungen muss die Forstbetriebsgemeinschaft für die Anerkennung erfüllen?

Für die Anerkennung muss die Forstbetriebsgemeinschaft Voraussetzungen erfüllen, die in § 18 Bundeswaldgesetz festgelegt sind. Die Forstbetriebsgemeinschaft muss
- eine juristische Person des Privatrechts sein,
- zu einer wesentlichen Verbesserung der Bewirtschaftung führen,
- in der Satzung Mindestinhalte definieren,
- mindestens sieben Mitglieder umfassen und
- einen wesentlichen Wettbewerb auf dem Holzmarkt bestehen lassen.

Antragsformular für die Anerkennung eines forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses - Worddokument


Wer ist für die Anerkennung zuständig?

Das TMIL ist nach § 37 Abs. 4 Thüringer Waldgesetz zuständig für die Bildung und Anerkennung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse. Das TMIL gibt hierzu Mustersatzungen heraus, die den unterschiedlichen Rahmenbedingungen bei der Bewirtschaftung in Forstbetriebsgemeinschaften gerecht werden.

Wie ist der aktuelle Stand bei der Anerkennung und Entwicklung von Forstbetriebsgemeinschaften?

Gegenwärtig gibt es in Thüringen 225 Forstbetriebsgemeinschaften mit 101.000 Hektar Mitgliedsfläche und über 14.000 Mitgliedern. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Forstbetriebsgemeinschaften verringert, da durch Fusion von Forstbetriebsgemeinschaften größere forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse entstanden sind.

Welche Ziele hat Thüringen bei der Weiterentwicklung von Forstbetriebsgemeinschaften?

Es sollen leistungs- und finanzstarke Forstbetriebsgemeinschaften mit eigenständiger, professioneller Geschäftsführung und wirtschaftlich aktiven Mitgliedern entstehen. Diesem Ziel werden alle Rahmenbedingungen (Förderung, Beförsterungskosten) angepasst.

Fördermöglichkeiten in der Förderperiode 2014 - 2020

Thüringer Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen

Die „Thüringer Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen“ vom 4. Januar 2021 (ThürStAnz Nr. 01/2021 S. 27 - 53) wurde durch VV vom 8. März 2022 (ThürStAnz Nr. 14/2022 S. 464) geändert. Die konsolidierte Fassung der „Thüringer Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen“ kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Konsolidierte Fassung der "Thüringer Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen"

Die „Thüringer Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen“ zielt auf die Sicherung einer naturnahen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung sowie die Entwicklung stabiler, standortgerechter und langfristig klimaangepasster Wälder. Dabei sollen sowohl Belange der ökologischen und ökonomischen Leistungsfähigkeit gewahrt und die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder erhalten werden. Die Richtlinie setzt die Maßnahmen des Förderbereichs „Forsten“ der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und der darüber hinausgehenden Fördermöglichkeiten des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) um. Schwerpunkte sind aktuell die Unterstützung der privaten und körperschaftlichen Forstbetriebe bei der Bewältigung der seit 2018 andauernden Kalamitätslage durch Aufarbeitung der Schäden und vorbeugende Maßnahmen sowie bei der Wiederaufforstung der geschädigten Wälder mit standortgerechten und gegenüber Klimaveränderungen resilienten Laub- und Laubmischwäldern.

Mit der VV vom 8. März 2022 wurde die Förderrichtlinie in der Anlage 1 betreffend die Nr. K 2.2 „Aufarbeitung von Schadholz (Wurf-, Bruchholz bzw. käferbefallenes Holz)“ geändert. Die Änderung ist in kursiver Schrift dargestellt.

 

Thüringer Landesprogramm zur Bewältigung der Folgen von Extremwetterereignissen im Wald

Das „Thüringer Landesprogramm zur Bewältigung der Folgen von Extremwetterereignissen im Wald“ vom 23. November 2020 (ThürStAnz Nr.47/2020, S. 1468 – 1477) wurde durch VV vom 8. März 2022 (ThürStAnz Nr. 14/2022 S. 464 - 465) geändert. Die konsolidierte Fassung des „Thüringer Landesprogramms zur Bewältigung der Folgen von Extremwetterereignissen im Wald“ kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Konsolidierte Fassung des Thüringer Landesprogramms zur Bewältigung der Folgen von Extremwetterereignissen im Wald

Das „Thüringer Landesprogramm zur Bewältigung der Folgen von Extremwetterereignissen im Wald“ ergänzt die forstlichen Förderprogramme des ELER und der GAK.
Schwerpunkte des Landesprogramms sind:

  • die Gewährung von Personalkostenzuschüssen zur Unterstützung aktiv waldbewirtschaftender forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse und Kommunen,
  • die Begründung standortgerechter und klimaangepasster Laub- und Laubmischwälder auf den Kalamitätsflächen kleiner Waldbesitzer,
  • das truppweises Belassen von abgestorbenen Bäumen als Habitatbäume auf den Kalamitätsflächen kleiner Waldbesitzer mit dem Ziel des Erosionsschutzes und Erhöhung Biodiversität,
  • die Instandsetzung von Forstwegen nach Schäden durch kalamitätsbedingte Nutzungen und
  • die Abwendung akuter Gefahrensituationen, die durch abgestorbene oder im Absterben befindliche Bäume entstehen.

Mit der VV vom 8. März 2022 wurde das Landesprogramm in der Anlage 1 betreffend der Nr. 2.2 und Nr. 2.5 geändert. Die Änderungen sind in kursiver Schrift dargestellt.

 

Fachliche Beratung der privaten und körperschaftlichen Forstbetriebe durch die Landesforstanstalt

Eine entsprechende fachliche Beratung zu o. g. Förderrichtlinien und die Förderanträge erhalten Sie in den Forstämtern des  "ThüringenForst" - Anstalt öffentlichen Rechts.

Zudem besteht die Möglichkeit, die Antragsformulare und verschiedene Merkblätter von der Website  „ForstFörderung“ der „ThüringenForst - Anstalt öffentlichen Rechts“ herunterzuladen.

Lichter Laubwald im Nationalpark Hainich
Lichter Laubwald im Nationalpark Hainich (Foto: TMIL)
Abteilung 5 - Strategische Landesentwicklung, Demografie und Forsten

Abteilungsleiter: Jochem Instenberg
Vertreter: Thomas Walter
Werner-Seelenbinder-Straße 8
99096 Erfurt

Telefon

+49 (0)361 57 4191 500

Fax

+49 (0)361 57 4191 502

E-Mail poststelle@tmil.thueringen.de

 

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