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Straßenzug mit Frachwerkhäusern, Pferderücken und blauer Himmel
Obergebra (Foto: Michael Randel)

Dorferneuerung und Dorfentwicklung

Das Förderprogramm der Dorferneuerung und -entwicklung hat Tradition in Thüringen. Nach wie vor orientiert es auf die Sicherung und Entwicklung vitaler Dörfer und Gemeinden in ländlichen Räumen.

Wie jede Tradition ist auch die Dorfentwicklung im Wandel. Lag der Schwerpunkt der Dorfentwicklung bis vor einigen Jahren noch vielfach auf baulichen Maßnahmen wie der Sanierung von Straßen und Gestaltung von Plätzen, so liegt er heutzutage auf dem Bemühen, das Zusammenleben in den Dörfern zu stärken und sozialräumliche Entwicklungsprozesse zu unterstützen.

  • Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund:

    • Anpassung an die jeweilige demografische Entwicklung,
    • Sicherung der wohnortnahen Grundversorgung,
    • Gestaltung attraktiver und lebendiger Ortskerne,
    • Behebung von Gebäudeleerständen und Nutzung der Möglichkeiten zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme,
    • Stärkung des sozialen Zusammenhalts und Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements,
    • Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung und Datennutzung.
  • Um in das Förderprogramm der Dorferneuerung und -entwicklung aufgenommen zu werden, bedarf es zunächst der Erstellung oder Fortschreibung eines Gemeindlichen Entwicklungskonzepts (GEK) inklusive der Anfertigung so genannter Vitalitätsprüfungen. Die Erarbeitung ist im Rahmen der Maßnahme B 2 „Pläne für die Entwicklung ländlicher Gemeinden“ der FR ILE/REVIT förderfähig.

    Nach Vorliegen des GEK kann der Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm der Dorferneuerung und -entwicklung gestellt werden. Die Entscheidung über die Aufnahme trifft das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft im Lichte der mittelfristig zur Verfügung stehenden Finanzmittel. Bei der Abwägung und Auswahl wird vor allem das Vorhandensein interkommunal ausgerichteter Entwicklungsansätze berücksichtigt.

    Mit der Anerkennung als Förderschwerpunkt beginnt eine fünfjährige investive Förderphase, in welcher kommunale und private Maßnahmen beantragt werden können, die sich aus dem GEK ergeben. Um den Umsetzungsprozess aktiv zu steuern und zu begleiten, wird ein Beratungsvertrag mit einem betreuenden Planer, Ingenieur oder Architekten geschlossen.

  • Jeweils zum 15. Januar des laufenden Jahres kann die Förderung von Einzelvorhaben entsprechend der Maßnahme B 3 „Dorferneuerung und -entwicklung“ der FR ILE/REVIT beantragt werden. Die Palette der möglichen Vorhaben ist dabei breit und reicht von dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtungen und sozialbezogenen Infrastrukturen, über Nahwärmenetze, Coworking-Spaces, dörfliche Wege und Plätze, bis hin zu Digitalisierungsvorhaben. Die vollständige Liste ist Buchstabe B 3.1.1 der FR ILE/REVIT zu entnehmen.

    Bei der Bewertung und Auswahl förderfähiger Vorhaben kommen Auswahlkriterien zur Anwendung. Die Kriterien unterscheiden sich zwischen kommunalen und privaten Vorhaben und sind im Thüringer Katalog der Auswahlkriterien für Maßnahmen aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 2014 – 2020, Teil-Maßnahme M 07 b) festgehalten.

Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum

Zweigstelle Stadtroda

Am Burgblick 23
07646 Stadtroda

Telefon: +49 (0)361 57 4062 999

E-Mail: laendlicherraum@tlllr.thueringen.de

Web: https://www.tlllr.thueringen.de

Medieninformationen Integrierte Ländliche Enwicklung

  • Energetisch sanierte Kläranlage Sonneberg-Heubisch eingeweiht

    Nach einer umfassenden energetischen Sanierung wurde heute die Kläranlage Sonneberg-Heubisch eingeweiht. Im Zuge des Vorhabens wurde für die Kläranlage ein neues Verfahren zur Stabilisierung des Klärschlamms etabliert, das 85 Prozent der bisherigen jährlichen CO2-Emissionen des Betriebs einspart und den Stromverbrauch erheblich reduziert. Für den Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZ) und die Wasserwerke Sonneberg war der Umbau der Kläranlage die mit Abstand größte Einzelinvestition in den Jahren 2021/22. Das 7,7 Mio. Euro teure Vorhaben wurde vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft mit 4,6 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.   zur Detailseite

  • Abschluss der Dorfflurbereinigung „Quirla“: Verknüpfung von Neuordnung und Dorferneuerung als gutes Beispiel integrierter ländlicher Entwicklung

    Die Staatssekretärin für Infrastruktur und Landwirtschaft Prof. Dr. Barbara Schönig übergab heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Thüringer Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation Uwe Köhler die Schlussfeststellung zum Flurbereinigungsverfahren an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Hagen Voigt. Damit ist das Verfahren offiziell abgeschlossen.   zur Detailseite

  • 24-Stunden-Dorfläden werden auch 2022 gefördert


    Erstellt von Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

    Die Förderung der Etablierung von Tag-und-Nacht- bzw. 24-StundenDorfläden wird in diesem Jahr fortgesetzt und tritt am 17. Mai in Kraft. Die Förderanträge können bis 30. Juni eingereicht werden. „2021 konnten wir über die Richtlinie 24-Stunden-Dorfläden insgesamt 16 Dorfläden und Verkaufsautomaten in ganz Thüringen fördern. Diese Richtlinie ergänzt unsere bereits vorhandenen Fördermöglichkeiten der Integrierten ländlichen Entwicklung, mit der wir seit 2015 bereits über 50 Projekte rund um Dorf- und Hofläden sowie Verkaufsautomaten in fast allen Landkreisen gefördert haben“, so Ministerin Susanna Karawanskij.   zur Detailseite

    Staatssekretär Torsten Weil (li.) und Ladenbetreiber Ronny Koch stehen im Dorfladen in Taupadel.

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