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Beispielbild Physiotherapiepraxis (Foto: Pixabay)

Kleinstunternehmen der Grundversorgung

Die Neufassung der Förderrichtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung und Revitalisierung von Brachflächen vom 23. November 2020 eröffnet unter dem Abschnitt B6 die Möglichkeit der Förderung von Kleinstunternehmen der Grundversorgung.

Kleinstunternehmen sind eigenständige Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von unter zwei Mio. Euro. Der Fördersatz beträgt bis zu 45 %.

Ein Großteil der Dienstleistungen und Infrastrukturen der Daseinsvorsorge, wie z. B. die Versorgung mit Energie, Wasser, Telekommunikation, der öffentliche Nahverkehr, Postdienstleistungen, Abfall- und Abwasserentsorgung, Rettungsdienste, Brand- und Katastrophenschutz sowie Kinderbetreuung und Schulbildung wird von Kommunen und Landkreisen sowie von kommunalen Zweckverbänden wahrgenommen. Eine Vielzahl von Gütern und Dienstleistungen der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum kann jedoch nur durch private Unternehmen vor Ort zur Verfügung gestellt bzw. erbracht werden. Dies betrifft vor allem Güter und Dienstleistungen des täglichen und wöchentlichen Bedarfs. Die Deckung dieser Bedarfe der Bevölkerung ist schließlich als Grundversorgung zu verstehen.

Bei den privaten Akteuren der Grundversorgung im ländlichen Raum, handelt es sich zumeist um sogenannte Kleinstunternehmen, die entscheidend dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen vor Ort aufrechtzuerhalten.

Aus diesem Grund wurde mit dem Förderprogramm „Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ (KLUG) die Möglichkeit geschaffen, Kleinstunternehmen mit Hilfe finanzieller Zuwendungen zu unterstützten, mit dem Ziel, die Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung zu sichern, neue zu schaffen, sie zu verbessern und auszudehnen.

Es werden Kleinstunternehmen gefördert, die der Deckung der Bedürfnisse der Bevölkerung mit Gütern oder Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen Bedarfs dienen. Güter oder Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen Bedarfs sind in erster Linie Verbrauchsgüter wie z. B. Lebensmittel, Produkte zur Gesundheit und Körperpflege, Drogeriewaren, Reformwaren, aber auch medizinisch-helfende Behandlungen, Friseure und Pflegedienstleistungen.

Die Bereitstellung der Güter und Dienstleistungen kann auch im Rahmen von mobilen Angeboten (z. B. Verkaufswagen) erfolgen.

Zuwendungsfähig sind Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter einschließlich des Erwerbs der Vermögenswerte einer Betriebsstätte. Einige Beispiele für langlebige Wirtschaftsgüter im Sinne der Fördermaßnahme sind:

  • Ladeneinrichtungen,
  • Praxisausstattungen,
  • Verkaufstresen,
  • Registrierkassen,
  • Kühlzellen.

Voraussetzung der Förderung ist ein Wirtschaftlichkeitskonzept, das auch den Bedarf an der durch das Unternehmen erbrachten Leistung in der jeweiligen Region nachweist.

Anträge auf Förderung können beim Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum gestellt werden.

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