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Burglemnitz ist Landessieger 2022 - Herzlichen Glückwunsch

Am 10. September 2022 wurden der Sieger und die Teilnehmerdörfer des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in Waffenrod-Hinterrod von Miniterpräsident Bodo Ramelow und Ministerin Susanna Karawanskij geehrt. Das Siegerdorf Burglemnitz (Saale-Orla-Kreis) erhielt 5.000 Euro und vertritt Thüringen beim Bundeswettbewerb 2023. Zusätzlich wurde an die Dorfgemeinschaft St. Kilian ein Sonderpreis der Jury für die vorbildhafte interkommunale Kooperation in der Dorfentwicklung vergeben. Die anderen teilnehmen Dörfer erhielten Preisgelder in Höhe von 1.000 Euro.

Das Siegerdorf und alle teilnehmenden Orte sind überragende Beispiele für unsere lebendigen ländlichen Räume, die von Kreativität, Engagement und Kooperation getragen werden. Alle neun Dörfer haben sich unter den schwierigen Bedingungen einer Pandemie qualitativ sehr stark präsentiert und kreative Ideen entwickelt, wie sie ihren Dörfern eine gute Zukunft sichern wollen.

Burglemnitz hat bewiesen, dass ein kleines Dorf sich große Ziele setzen und erreichen kann, wenn die Bewohnerinnen und Bewohner zusammenstehen. Die Jury hat besonders überzeugt, wie im Dorf die Menschen mit gemeinsamen kreativen Projekten zusammengebracht und -gehalten werden.


           

 

Impressionen der Abschlussveranstaltung am 10.09.2022

„Unser Dorf hat Zukunft“ ist eine bundesweite Initiative, die zu einem wichtigen Motor für die ländliche Entwicklung geworden ist. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ausgeschriebene und gemeinsam mit den Bundesländern durchgeführte Wettbewerb soll die Menschen auf dem Lande motivieren, Zukunftsperspektiven für ihr Dorf zu entwickeln und aktiv an der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Gestaltung ihres Dorfes mitzuwirken. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht das Engagement der Dorfgemeinschaft, im Zusammenwirken mit der für die Gesamtentwicklung verantwortlichen Gemeinde das Leben im Ort attraktiv zu entwickeln und somit die Dorfgemeinschaft zu festigen. Entscheidend für die Bewertung ist, wie sich das Dorf in den letzten Jahren entwickelt hat, aber auch wie die zukünftige Planungen angegangen werden sollen und wie die Dorfbewohner zu dieser Entwicklung beitragen bzw. beigetragen haben. Nicht nur das äußere Erscheinungsbild des Dorfes ist ausschlaggebend, sondern die Aktivitäten der Menschen, ihre Heimat lebenswert zu machen. 

Die erste Wettbewerbsstufe war die Teilnahme der interessierten Dörfer und ländlich geprägten Gemeinden an den Regionalwettbewerben im Jahre 2021. Die neun qualifizierten Dörfer nahmen am Landeswettbewerb in 2022 teil und der Sieger des Landeswettbewerbs qualifiziert sich für den Bundeswettbewerb in 2023.

Teilnehmende Dörfer im Landeswettbewerb waren:

Ortsteil Gemeinde Landkreis
Ortsteil Frankenhain Landgemeinde Geratal Ilm-Kreis
Ortsteil Appenrode Stadt Ellrich Nordhausen
Ortsteil Isseroda Gemeinde Grammetal Weimarer Land
Gemeinde Nägelstedt Stadt Bad Langensalza Unstrut-Hainich
Ortsteil Piesau Stadt Neuhaus am Rennweg Sonneberg
Ortsteil St. Kilian Stadt Schleusingen Hildburghausen
Ortsteil Friedrichshöhe Stadt Eisfeld Hildburghausen
  Gemeinde Langenwolschendorf Greiz
Ortsteil Burglemnitz Gemeinde Remptendorf Saale-Orla-Kreis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • 1. Wer kann teilnehmen?

    Teilnahmeberechtigt sind Dorfgemeinschaften in räumlich geschlossenen  
    >  Gemeinden
    >  Ortschaften oder
    >  Ortsteilen
    mit überwiegend dörflichem Charakter und bis zu 3.000 Einwohnern sowie Gemeinschaften von benachbarten Dörfern mit insgesamt bis zu 3000 Einwohnern. Dabei sind auch Anmeldungen von Vereinen oder Gemeindevertretungen möglich.  
    Eine Gemeinde kann mit mehreren Ortsteilen im Wettbewerb vertreten sein.

    Der Wettbewerb findet auf 3 Ebenen statt:

    1.  2021 fanden die Regionalwettbewerbe statt. 25 Dörfer haben sich am Wettbewerb beteiligt. 9 Dörfer haben sich für den Landeswettbewerb qualifiziert.

    2.  2022 fand der Landeswettbewerb statt.

    3.   Der Sieger des Landeswettbewerbes (Burglemnitz) nimmt 2023 am Bundeswettbewerb teil.

  • 3. Auf was kommt es an?

    Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht das Engagement der Dorfgemeinschaft nach dem Motto „Was haben wir bislang erreicht - was tun wir für die Zukunft?" Im Lichte der Corona-Pandemie wird dieser Aspekt auch hinsichtlich der gemeinsamen Bewältigung von Problemstellungen und Krisensituationen berücksichtigt und betrachtet. Die angeführten Bewertungskriterien bleiben zwar unverändert, werden aber jeweils auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation, den sich daraus ergebenden Herausforderungen und Problemstellungen und der gemeinsamen Krisenbewältigung gesehen. In außergewöhnlichen Zeiten geht es umso mehr um Zusammenhalt, Fürsorge, Umsicht und auch nachbarschaftliche Unterstützung.

    Trotz sozialer Distanz kann das vorhandene Gemeinschaftsgefühl und der Wille, die Krise gemeinsam durchzustehen und zu bewältigen, auch eine Chance für Dorfgemeinschaften bedeuten und neue Entwicklungen anstoßen. Die Bewertung orientiert sich an folgenden Handlungsfeldern:

    1 Entwicklungskonzept und wirtschaftliche Initiativen

    „Unser Dorf hat Zukunft, weil wir Ziele und Konzepte entwickeln, wirtschaftliche Initiativen unterstützen und zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen“:

    • Sicherung der Nahversorgung, 
    • Zukunftsperspektiven,
    • Leitbilder und Ziele demografische Veränderungen, Beteiligungen,
    • Überörtliche Zusammenarbeit,
    • Naherholung und Tourismus.

    2 Soziale und kulturelle Aktivitäten

     „Unser Dorf hat Zukunft, weil wir sozial engagiert sind und dörfliche kulturelle Aktivitäten entfalten“:

    • Unterstützung von Vereinen,
    • Bürgerinitiativen, Kooperation,
    • Würdigung des Ehrenamtes,
    • Pflege der Dorftradition, Vermittlung der Dorfgeschichte

    3 Baukultur, Natur und Umwelt

    „Unser Dorf hat Zukunft, weil wir wertschätzend und sensibel mit unserer Baukultur und der Natur und Umwelt umgehen“:

    • historische und ortsbildprägende Bausubstanz,
    • Klima- und Umweltschutzmaßnahmen,
    • naturnahe Gestaltung,
    • Begrünung von Vor-, Erholungs- und Nutzgärten.

    4 Gesamteindruck

    • harmonisches Zusammenspiel,
    • Engagement,
    • Unverwechselbarer Dorf- und Landschaftscharakter.

    5 Gesamturteil

    • Entwicklungskonzept und wirtschaftliche Initiativen,
    • Soziale und kulturelle Aktivitäten,
    • Baukultur, Natur, Umwelt,
    • Gesamteindruck.

     

  • 4. Wer hat bewertet?

    Die Bewertungsjury für den Landeswettbewerb wurde vom TMIL gebildet. Die Auswahl der Mitglieder erfolgte aufgrund ihrer fachlichen Eignung im Sinne der Bewertungskriterien:

    1

    Claudia

    Michelfeit

    Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
    Leiterin "Strategische Planung"

    2

    Christoph

    Bauer

    Ortsteilbürgermeister Waffenrod-Hinterrod

    3

    Cornelia

    Pacalaj

    Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum
    Referat 33 Gartenbau und Gartenbauliches Versuchswesen
    Lehr- und Versuchszentrum Gartenbau (LVG)

    4

    Karl-Heinz

    Bartl

    Ingenieurbüro IBU
    Ingenieurkammer Thüringen

    5

    Wolfgang

    Lietz

    Handwerkskammer für Ostthüringen
    Bildungsstätte Rudolstadt                                                              

    6

    Jana

    Eschrich

    Redakteurin für das Format „Unser Dorf hat Wochenende“ beim MDR

    7

    Marvin

    Krämer

    Uni Weimar, Masterstudent Urbanistik, Stadt- und Raumplanung

    8

    Claudia

    Göhring

    Thüringer Landgesellschaft, Landes- und Bundesgartenschauen

    9

    Alexandra

    Uhle

    Fachhochschule Erfurt, Masterstudentin Landschaftsarchitektur


    Die Entscheidungen der Bewertungsjury sind endgültig und  unanfechtbar.

  • 5. Termine im Überblick

    Juli 2021

    Auftaktveranstaltung  per Webkonferenz für die drei Regionen
    Südwestthüringen,
    Ostthüringen und
    Mittel- und Nordthüringen

    31. August 2021 Anmeldeschluss für die Teilnehmerdörfer
    September bis November 2021 Juryberatungen anhand der eingereichten Unterlagen
    bis 30. November 2021 Benennung der Regionalsieger an das TMIL
    13. Dezember 2021 Zentrale Abschlussveranstaltung
    9. März 2022 Auftaktveranstaltung zum Landeswettbewerb

    23. Mai 2022
    24. Mai 2022
    30. Mai 2022
    31. Mai 2022

    Jurybereisungen zum Landeswettbewerb
    10. September 2022 Siegerehrung zum Landeswettbewerb
    31. Oktober 2022 Benennung des Landessiegers an das BMEL

     

  • 6. Wer ist Ansprechpartner?

    Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
    Ansprechpartner: Markus Dölle / Bettina Baier
    Werner-Seelenbinder-Straße 8
    99096 Erfurt

    Tel.: 0361 57-4191 530 / 534
    E-Mail: markus.doelle@tmil.thueringen.de / bettina.baier@tmil.thueringen.de

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