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Direktzahlungen ab 2023

  • Allgemeine Antragsvoraussetzungen

    • aktiver Landwirt
    • Mindestbetriebsgröße 1,0000 ha bzw. mindestens 225 € DZ im Antragsjahr

    Folgende Direktzahlungen können beantragt werden

    1. Einkommensgrundstützung (EGS)

    Voraussetzungen:

    • beihilfefähige Fläche mindestens 1 ha
    • beihilfefähige Fläche steht hauptsächlich für eine landwirtschaftliche Tätigkeit zur Verfügung
    • Landwirt besitzt am 15.05. des Jahres die Verfügungsgewalt
    • LF + Konditionalitäten-LE + kleine LE bis zu 25 % der LP (Siehe Merkblatt Beihilfefähigkeit)

    Zuwendungshöhe:

    • der geplante Einheitsbetrag je Hektar ist in Jahresscheiben im nationalen Strategieplan einheitlich für das Bundesgebiet festgelegt (155 – 146 €/ha)
    • der tatsächliche Einheitsbetrag kann in Grenzen (Mindest- und Höchstbetrag) vom geplanten Einheitsbetrag abweichen und wird jährlich vom BMEL auf der Grundlage des verfügbaren Budgets und des Antragsvolumens im Dezember des Antragsjahres festgelegt

    2.  Umverteilungseinkommensstützung (UES)

    Voraussetzungen:

    • Bezug EGS
    • keine Aufspaltung/Abspaltung nach dem 01.06.2018 alleinig zum Zwecke für den Bezug von UES

    Zuwendungshöhe:

    • Stufe 1: 1 bis 40,00 ha
    • Stufe 2: 40,01 bis 60,00 ha
    • die geplanten Einheitsbeträge je Hektar sind in Jahresscheiben im nationalen Strategieplan einheitlich für das Bundesgebiet festgelegt (Stufe 1: 69-65 €/ha; Stufe 2: 41-39 €/ha)
    • die tatsächlichen Einheitsbeträge können in Grenzen (Mindest- und Höchstbetrag) vom geplanten Einheitsbetrag abweichen und werden jährlich vom BMEL auf der Grundlage des verfügbaren Budgets und des Antragsvolumens im Dezember des Antragsjahres festgelegt

    3.  Junglandwirteeinkommensstützung (JES)

    Voraussetzungen:

    • Bezug EGS
    • natürliche Person
      • bis zu 40 im Jahr der Erstniederlassung
      • Betriebsleiterin/Betriebsleiter
      • erstmalige Niederlassung
      • Qualifikationsnachweis
    • andere als eine natürliche Person (Personengesellschaften, juristische Person)
      • Junglandwirt kontrolliert wirksam und langfristig (Betriebsführung, Gewinnverwendung, finanzielles Risiko) alleine oder gemeinschaftlich
      • nicht älter als 40 Jahre bei Aufnahme Kontrolle
      • nicht davor als Betriebsleiter niedergelassen und nicht davor Betriebsleiter in einer anderen Form als natürliche Person (GbR, KG, juristische Person)
      • keine Entscheidung gegen den Willen des Junglandwirts
      • Kontinuität des Junglandwirts (kein Wechsel in den 5 Jahren)
      • Sonderfall Genossenschaften: Vorsitzender oder Vorstand
      • Qualifikationsnachweis

    Zuwendungshöhe:

    • 1,00 bis 120,00 ha
    • der geplante Einheitsbetrag je Hektar ist in Jahresscheiben im nationalen Strategieplan einheitlich für das Bundesgebiet festgelegt (115 €/ha)
    • der tatsächliche Einheitsbetrag kann in Grenzen (Mindest- und Höchstbetrag) vom geplanten Einheitsbetrag abweichen und wird jährlich vom BMEL auf der Grundlage des verfügbaren Budgets und des Antragsvolumens im Dezember des Antragsjahres festgelegt

    4.  Gekoppelte Mutterschafprämie (GSZ)

    Voraussetzungen:

    • mindestens 6 Mutterschafe und/oder –ziegen
    • Höchstzahl förderfähiger Tiere Meldung hi-Tiere zum 1. Januar
    • Mindestalter 10 Monate am 1. Januar
    • Haltungszeitraum 15.05. bis 15.08. des Antragsjahres
    • Kennzeichnung und Registrierung der Tiere
    • Einzeltiernachweis

    Zuwendungshöhe:

    • der geplante Einheitsbetrag je Hektar ist in Jahresscheiben im nationalen Strategieplan einheitlich für das Bundesgebiet festgelegt (34-32 €/Muttertier)
    • der tatsächliche Einheitsbetrag kann in Grenzen (Mindest- und Höchstbetrag) vom geplanten Einheitsbetrag abweichen und wird jährlich vom BMEL auf der Grundlage des verfügbaren Budgets und des Antragsvolumens im Dezember des Antragsjahres festgelegt

    5.  Gekoppelte Mutterkuhprämie (GMK)

    Voraussetzungen:

    • mindestens 3 Mutterkühe
    • keine Abgabe von Kuhmilch oder Erstkalbung bis 15.05. Antragsjahr
    • Haltungszeitraum 15.05. bis 15.08. des Antragsjahres
    • Kennzeichnung und Registrierung der Tiere
    • Meldung in hi-Tiere
    • Einzeltiernachweis

    Zuwendungshöhe:

    • der geplante Einheitsbetrag je Hektar ist in Jahresscheiben im nationalen Strategieplan einheitlich für das Bundesgebiet festgelegt (77-73 €/Mutterkuh)
    • der tatsächliche Einheitsbetrag kann in Grenzen (Mindest- und Höchstbetrag) vom geplanten Einheitsbetrag abweichen und wird jährlich vom BMEL auf der Grundlage des verfügbaren Budgets und des Antragsvolumens im Dezember des Antragsjahres festgelegt

    6.  Ökoregelungen

    • ÖR 1a: Aufstockung GLÖZ 8-Brachen um mindestens 1 bis 6 %
    • ÖR 1b: Begrünung ÖR1a mit zulässigen Blühmischungen in Streifen mindestens 20m und maximal 30 m Breite oder Flächen maximal 1 Hektar anrechenbar
      Ausschlusskulisse in TH, abweichende Liste Mischungspartner
    • ÖR 1c: Blühstreifen oder –flächen wie ÖR1b in Bauerkulturen
      abweichende Liste Mischungspartner
    • ÖR 1d: Anlegen von Altgrasstreifen und –flächen auf Dauergrünland
      Ausschlusskulisse?
    • ÖR 2: Anbau vielfältiger Kulturen mit mindestens fünf Hauptfruchtarten im Ackerbau einschließlich des Anbaus von Leguminosen mit einem Mindestanteil von 10 %
    • ÖR 3: Beibehaltung einer agroforstwirtschaftlichen Bewirtschaftung von Acker- und Dauergrünland
      Ausschlusskulisse
    • ÖR 4: Extensivierung des gesamten Dauergrünlandes des Betriebes
    • ÖR 5: ergebnisorientierte Bewirtschaftung von Dauergrünland mit Nachweis von mindestens vier regionalen Kennarten (siehe TLLLR FAN-App, Liste der Kennarten bei K1, K2 KULAP 2022)
    • ÖR 6: Bewirtschaftung von Acker- und Dauerkulturflächen des Betriebes ohne Verwendung von chemisch-synthetischen PSM (nur Mittel des ÖLB zugelassen)
    • ÖR 7: Anwendung von durch die Schutzziele bestimmte Landbewirtschaftungsmethoden auf LF in NATURA-2000-Gebieten
  • Das neue Agrarportal PORTIA

    PORTIA ist ein integriertes Antrags- und Fachinformationssystem, das die Anforderungen der neuen GAP-Reform erfüllt und darüber hinaus Fachinformationen und Kommunikationsmöglichkeiten bietet. Alle landwirtschaftlichen Beihilfeanträge (Direktzahlungen, KULAP, usw.) können mit wenigen Schritten über dieses Portal beantragt, geändert und verwaltet werden. Hinzu kommen ein Flächen- und ein Tierregister, in denen Sie Ihre Bewirtschaftungsmaßnamen erfassen können und somit die notwendigen Dokumentationspflichten (Düngung, KULAP, Pflanzenschutz) erfüllen. Das Portal befindet sich gegenwärtig noch im Aufbau und wird stetig um neue Funktionen erweitert.

    Agrarportal PORTIA  https://portia.thueringen.de

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