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Blühstreifen am Feldrand

Direktzahlungen, KULAP und Ausgleichszulage

Landwirtschaftliche Betriebe können die drei Agrarmaßnahmen mit dem Sammelantrag jährlich bis 15.05. online im zuständigen Agrarförderzentrum (TLLLR) beantragen. Die Berechnung der Maßnahmen erfolgt nach der Flächengröße. Neben den jeweiligen Zuwendungsvoraussetzungen gilt die Einhaltung der anderweitigen Verpflichtungen (Cross Compliance) für alle drei Maßnahmen.  

Die Direktzahlungen sind eine Einkommensbeihilfe der Europäischen Union, die in Verbindung mit Zahlungsansprüchen bewilligt wird. Zu den Direktzahlungen gehören die Basisprämie, die Greeningprämie, die Umverteilungsprämie und die Junglandwirtprämie.

KULAP 2014 steht für das Thüringer Programm zur Förderung von umwelt- und klimagerechter Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege. Der Betrieb verpflichtet sich hier für 5 Jahre, bestimmte Maßnahmen einzuhalten, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Mit der Ausgleichszulage werden Einkommensverluste ausgeglichen, die dem Betrieb bei der Erzeugung in benachteiligten und spezifischen Gebieten entstehen.

Direktzahlungen, KULAP, Ausgleichszulage - Anträge und Informationen

Antragstellung

Alle drei Maßnahmen werden online beantragt. Jeder Antragsteller oder dessen Berater erhält die Antragssoftware VERA sowie alle antragstellerspezifischen Daten über das Internetportal VERONA (https://verona.thueringen.de/) über ein Downloadverfahren. Eine Anmeldung auf dem Portal ist dafür nicht notwendig! Die antragstellerspezifischen Vorjahresdaten und vorausgefüllten Formulare werden nach Authentifizierung mit der ZID-Kennung über das Downloadverfahren bezogen. Danach können die Antragsdaten lokal bearbeitet werden. Es erfolgt ein digitaler Abgleich der eigenen bewirtschafteten Flächen mit den eingereichten benachbarten Flächen anderer Betriebe vor dem Einreichen des Antrages. Nach Abschluss der Antragsbearbeitung wird das erzeugte Datenpaket über VERONA online eingereicht. Nach erfolgreicher elektronischer Übermittlung wird automatisch ein Formular erstellt, das ihnen die erfolgreiche online-Einreichung bestätigt. Dieses Formular können Sie ausdrucken und in ihren Akten abheften. Bei fehlendem oder schlechtem Internetzugang können die Antragsteller nach Terminvereinbarung am PC der Zweigstelle des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) ihren Antrag selbstständig bearbeiten und online einreichen. 

Thüringer Betriebe, die Flächen außerhalb Thüringens bewirtschaften, müssen diese Flächen digital in der Antragssoftware des zugehörigen Bundeslandes ausweisen. Dabei ist die Einreichungsvorschrift (z. B. Einreichung mit Datenbegleitschein) des zugehörigen Bundeslandes zu beachten. Die entsprechenden Links zu den Antragssystemen anderer Länder sind über die Zentrale InVeKoS-Datenbank (ZID) unter dem Link https://www.zi-daten.de/gsaa-adress.html erreichbar. Die Flächen sind Bestandteil des in Thüringen eingereichten Sammelantrags.

Antragsschluss ist der 17. Mai 2021, weil der 15. Mai nicht auf einen Werktag fällt.

Ausführliche Informationen finden Sie im Merkblatt zur Antragstellung 2021.

Direktzahlungen

Direktzahlungen sind von der Europäischen Union finanzierte Einkommensbeihilfen für Landwirte. Die im Besitz befindlichen Zahlungsansprüche des aktiven Betriebsinhabers bilden zusammen mit den beihilfefähigen Hektarflächen die Grundlage für die Zahlungen.

KULAP 2014

KULAP 2014 ist das „Thüringer Programm zur Förderung von umwelt- und klimagerechter Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege“.

KULAP ist keine Einkommensbeihilfe. Die Höhe der Zuwendungen für die Einzelmaßnahmen soll den Mehraufwand bzw. den Einkommensverlust des Landwirtes für die Einhaltung von über den gesetzlichen Anforderungen liegenden, maßnahmenkonkreten Zuwendungsvoraussetzungen ausgleichen. Ein Betrieb verpflichtet sich, für die Dauer von mindestens 5 Jahren an einer Maßnahme freiwillig teilzunehmen. Für die Anschlussförderung, bei der neue Verpflichtungen eingegangen werden, die sich unmittelbar an die Verpflichtung des anfänglichen Zeitraums anschließen, kann auch ein kürzerer Zeitraum festgelegt werden.

Ausgleichszulage

Unter der Ausgleichszulage versteht man die Förderung landwirtschaftlicher Betriebe in benachteiligten und spezifischen Gebieten. Betriebe in diesen Gebieten haben wegen Nachteilen in ihrer landwirtschaftlichen Erzeugung Einkommensverluste. Die Ausgleichszulage gleicht diese Verluste aus und dient in den spezifischen Gebieten dem Erhalt marginaler Grünlandflächen.

Cross Compliance

Für die Gewährung aller drei genannten Fördermaßnamen sind auch die anderweitigen Verpflichtungen (Cross Compliance) einzuhalten. Sie beinhalten die Grundanforderungen an die Betriebsführung (GAB) und die Standards für die Erhaltung von Flächen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (GLÖZ).

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