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Honigbienen, Foto: Sebastian Beringer

Bienen / Imkerei


Bienen sind neben Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier für die Landwirtschaft. Nicht die Produktion des Honigs, sondern ihre Bestäubungsleistung sichert den Landwirten gute Erträge. Mehr als Dreiviertel der heimischen Blühpflanzen sind auf die Bestäubung durch verschiedene Insekten angewiesen. Darunter unzählige Wildpflanzen in Gärten, Wäldern und Wiesen, die wiederum Lebensraum und Lebensgrundlage für andere Insekten und Tiere bietet.

Der Freistaat Thüringen beteiligt sich an dem von der Europäischen Union geförderten Programm zur Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen für Bienenzuchterzeugnisse. Ziel ist es, den Bienenbestand in Thüringen zu erhöhen und andererseits die Bienenwirtschaft zu stabilisieren, die Vermarktung und Qualität von Honig zu verbessern, Krankheiten zu bekämpfen und um Zuchtfortschritte bei der Bienenzucht zu erreichen.

Aktuelle Informationen:

„Thüringer Bienenfreundinnen und –freunde 2022 gesucht“ – weitere Informationen finden Sie im Feld „Medieninformationen“.

Medieninformationen Imkerei und Honig

  • Thüringer Bienenfreundinnen und -freunde 2022 gesucht

    „Wir vergeben die Auszeichnung ‚Bienenfreunde Thüringen‘, um hervorzuheben, wie bedeutend bestäubende Insekten für unsere Umwelt und Gesellschaft sind“, sagt Agrarministerin Susanna Karawanskij. Die Auszeichnung ‚Bienenfreunde Thüringen‘ findet bereits zum sechsten Mal statt. Es kann sich jeder bewerben, der seinen Garten oder seine bewirtschaftete Fläche insektenfreundlich gestaltet. Mit dem Wettbewerb ehrt das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft alle zwei Jahre in Kooperation mit dem Landesverband Thüringer Imker Personen, die sich für Bienen und bestäubenden Insekten einsetzen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2022.   zur Detailseite

    Imker hält Bienenwaben mit vielen Bienen

Allgemeine Informationen

Insektenschutz geht alle an - Bestäuber brauchen unsere Hilfe

In Deutschland gibt es etwa 29.000 Insektenarten. Dazu gehören z.B. Käfer, Libellen, Wanzen, Wespen und Ameisen. Seit Ende der 80er Jahre sank die Anzahl um ca. 80 Prozent.
Insekten sind schützenswert, weil sie nicht nur Nahrung für andere Tiere sind, sondern sie bestäuben auch einen Großteil von Kulturpflanzen und zersetzen abgestorbene Biomasse, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und reinigen Wasser. 85 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung angewiesen.

Gute Bienenweide das ganze Jahr:

Bäume: Obstbäume, Weide, Kastanie, Robinie, Linde, Ahorn, Eberesche

Sträucher: Wilder Wein, Liguster, Roseneibisch, Felsenmispel, Schneebeere, Clematis, Rosen (ungefüllt), Fingerstrauch, Falscher Jasmin, Schneeheide, Schlehe, Weißdorn, Stechpalme, Berberitze, Beerensträucher

Stauden- und Zwiebelgewächse: Schneeglöckchen, Krokus, Leberblümchen, Gänsekresse, Lungenkraut, Bärlauch, Silberwurz, Steinkraut, Vergissmeinnicht, Maiglöckchen, Goldnessel, Fette Henne, Salbei, Ziermohn, Kugeldistel, Sonnenhut

Kräuter: Thymian, Lavendel, Ysop, Schnittlauch, Boretsch, Salbei, Weinraute

Blumen: Goldmohn; Reseda, Cosmea, Beinwell, Malve, Katzenminze, Gamander, Phacelia, Tagetes, Kornblume, Sommerazalee, Sonnenblume, Senf

Wie kann ich die bestäubenden Insekten schützen?

  • Gestalten Sie Ihren Garten bzw. die Flächen, die Sie bewirtschaften, insektenfreundlich, indem Sie z. B. Bienen- und Insektenweiden anlegen, die erst nach dem Abblühen der Pflanzen gemäht werden!
  • Pflanzen Sie möglichst einheimische Bäume, Sträucher und Blumen oder schaffen Sie Biotope mit einheimischen Pflanzen!
  • Bearbeiten Sie Ihre Pflanzflächen ohne Herbizide!
  • Gestalten Sie dauerhaft Ackerrestflächen, Brachen, Feld- und Wegraine und Grünflächen in diesem Sinne um!
  • Bieten Sie Stellplätze für Imker (z. B. in Kleingartenanlagen, Unternehmen und in Städten und Dörfern)!
  • Schaffen Sie Nistmöglichkeiten für Insekten!
  • Unterstützen Sie die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes an Lehrbienenständen!

Zahlen und Fakten

Honigbienen sind

  • extrem anpassungsfähig mit breitem Blütenspektrum
  • Blütenstet – befliegen während eines Sammelfluges immer nur Blüten einer Pflanzenart
  • perfekt organisiert – spezielle Sammlerinnen kümmern sich ausschließlich um das Eintragen der Tracht
  • kommunikationsfähig – Bienentänze dienen dazu, die Position lohnender Futterquellen weiterzugeben
  • sammelaktiv – eine Biene muss ca. 40.000 mal ausfliegen, um 1 l Nektar zu sammeln, dieser ergibt ca. 500g Honig
  • unser drittwichtigstes Nutztier nach Rind und Schwein
  • ein Bienenvolk benötigt ca. 30-50 kg Pollen pro Jahr

 

Entwicklung der Bienenhaltung in Thüringen
(Quelle: LVThI)

Jahr

Landesverband (Mitgliedermeldung)

Imker

Bienenvölker

Bienenvolk/Imker

2014

2.299

17.306

7,53

2015

2.443

18.389

7,53

2016

2.557

19.330

7,56

2017

2.681

21.728

8,10

2018

2.884

22.492

7,80

2019

3.001

23.114

7,70

2020

3.067

24.299

7,92

 

Imker, Foto: Sebastian Beringer

Imker bei der Arbeit

Bienen, Foto: Stella Montag

Bienen

Weiterführende Links:

Kontakte:


Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL)
Referat 34 - Tierische Erzeugung und Markt, Agrarförderung
Werner-Seelenbinder-Straße 8
99096 Erfurt

Ansprechpartnerin: Frau Uta Kratzing
Tel.: +49 (0) 361 / 5 74 19 96 44

 

Ansprechpartner für die Förderung von Investitionen für die Haltung und Zucht von Bienen:
Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum

Zweigstelle Stadtroda
Referat 54 -  Agrarförderzentrum Mittelthüringen
Am Burgblick 23
07646 Stadtroda

Ansprechpartnerin: Frau Constanze Ratz
Tel.: +49 (0) 361 / 5 74 06 24 36

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