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Ökologischer Landbau

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Der ökologische Landbau ist eine umweltschonende und klimaschützende Form der Landbewirtschaftung, die neben der Erzeugung hochqualitativer Lebensmittel die natürlichen Ressourcen in besonderem Maße erhalten will. Leitbild des ökologischen Landbaus ist ein weitgehend geschlossener Nährstoffkreislauf. Im ökologischen Landbau wird auf den Einsatz mineralischer Stickstoffdünger oder chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel verzichtet.

Bio-Preis Thüringen: Bewerbungsfrist bis zum 6. Juli 2022

Um Bioprodukte aus dem Freistaat Thüringen weiter bekannt zu machen, lobt das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) den Wettbewerb „Bio-Preis Thüringen“ aus. Die ersten drei Wettbewerbe in den Jahren 2016, 2018 und 2020 konnten mit einem sehr erfolgreichen Ergebnis durchgeführt werden.

Bis zum 6. Juli 2022 können Sie sich für den Bio-Preis Thüringen 2022 bewerben.

Der Preis wird in drei Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 13.500 € dotiert.

Mehr Informationen zum Thüringer Bio-Preis 2022

Weitere Informationen zum Ökologischen Landbau

Der ökologische Landbau ist eine umweltschonende und klimaschützende Form der Landbewirtschaftung, die neben der Erzeugung hochqualitativer Lebensmittel die natürlichen Ressourcen und Produktionsgrundlagen in besonderem Maße schützen und erhalten will.

Leitbild des ökologischen Landbaus ist ein weitgehend geschlossener Stoff- und Energiekreislauf. Daher ist der Einsatz bestimmter externer Betriebsmittel begrenzt oder es wird bewusst darauf verzichtet, wie etwa auf die Ausbringung chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel oder mineralischer Stickstoffdünger.

Der artgerechten Tierhaltung wird ein hoher Stellenwert beigemessen. Es wird Futter eingesetzt, das vorrangig auf dem eigenen Betrieb produziert wurde. Eine flächenlose Tierhaltung ist nach den Rechtsvorschriften für den Ökologischen Landbau nicht erlaubt.

Stärker als andere Formen der Landbewirtschaftung zielt der ökologische Landbau darauf ab, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, ein hohe Artenvielfalt zu sichern sowie tiergerechte Haltungsverfahren umzusetzen.

Weiterführende Informationen finden Sie unter folgenden Adressen:

 

Rechtsgrundlagen des Ökolandbaus:

Der ökologische Landbau wird durch die seit 1. Januar 2022 neu aufgestellte EU-Öko-Basisverordnung VO (EU) 2018/848 und ihre Durchführungsverordnungen geregelt.

Diese enthalten die Grundregeln für die Erzeugung, Verarbeitung und den Import von Produkten aus ökologischem Landbau. Darüber hinaus regeln sie die Kennzeichnung von Erzeugnissen aus ökologischem Landbau für alle Marktteilnehmer.

Die EU-Öko-Verordnung gilt verbindlich für alle EU-Mitgliedstaaten. Die gesetzlichen Regelungen schützen damit EU-weit Verbraucherinnen und Verbraucher vor Täuschung, aber auch die Erzeugerbetriebe, die verarbeitenden Unternehmen und den Handel vor unlauterem Wettbewerb.

EU-Öko-Basisverordnung: VO (EU) 2018/848 des europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen.

Eine Zusammenstellung der neuen EU-Öko-Basisverordnung 2018/848 vom 30. Mai 2018, der Änderungen oder Berichtigungen dieser Basisverordnung sowie weitere Regelungen für die ökologische Lebensmittelwirtschaft in Form von Durchführungsbestimmungen und delegierten Verordnungen - untergliedert in die Handlungsfelder Produktion, Kontrolle und Handel - finden Sie auf den Internetseiten des BMEL. Die Liste wird laufend aktualisiert.

BMEL - Ökologischer Landbau - Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau

Nationales Öko-Recht

In Deutschland gilt außerdem seit 2002 das Öko-Landbaugesetz (ÖLG). Es bündelt bestimmte Vollzugsaufgaben im ökologischen Landbau und verbessert die Effizienz der Durchführung der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Seit der Verkündung im Bundesgesetzblatt am 15.7.2002 wurde es mehrfach an die geänderten EU-Rechtsvorschriften angepasst, zuletzt am 27. Juli 2021.

Gesetz zur Änderung des Öko-Landbaugesetzes und des Öko-Kennzeichengesetzes

Das Öko-Kennzeichengesetz (ÖkoKennzG) regelt die Einführung und Verwendung des staatlichen Bio-Siegels und enthält Straf- und Bußgeldvorschriften für den Missbrauch des Bio-Siegels.

Eine nichtamtliche konsolidierte Fassung (Stand August 2021) beider Gesetze finden Sie hier:

Kontrolle zur Einhaltung der Vorschriften

Jeder Schritt im Herstellungsprozess von ökologischen Lebensmitteln – vom Feld bis zur Verkaufstheke – unterliegt lückenlos einem strengen Kontrollverfahren nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung.

Das Kontrollverfahren auf Einhaltung dieser Regelungen ist mehrstufig organisiert:

  • Alle erzeugenden, verarbeitenden, importierenden und handelnden Unternehmen werden mindestens einmal im Jahr kontrolliert. Außerdem erfolgen zusätzlich Kontrollen unangekündigt und risikoorientiert.
  • Die Öko-Kontrolle wird von privaten Kontrollstellen nach klaren gesetzlichen Vorgaben durchgeführt. Die Zulassung der Kontrollstellen erfolgt bundesweit einheitlich von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
    In Thüringen sind derzeit 16 Kontrollstellen aktiv, die 745 ökologisch wirtschaftende Unternehmen kontrollieren.
  • Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) überwacht als zuständige Behörde die ordnungsgemäße Arbeit dieser Kontrollstellen.
  • Unternehmen, die in ökologischen Anbauverbänden Mitglied sind, müssen sich zusätzlich den Verbandskontrollen stellen.

Zahlen und Fakten zum ökologischen Landbau in Thüringen

Nach Meldung der Öko-Kontrollstellen an das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum wirtschafteten im Freistaat Thüringen zum Stichtag 31.12.2021 insgesamt 479 landwirtschaftliche Betriebe, einschließlich Imker nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus, darunter 79 Betriebe mit Hofverarbeitung (Kontrollbereich AB).

Die Gesamtzahl aller zum Stichtag im Kontrollverfahren des ökologischen Landbaus befindlichen Unternehmen, einschließlich verarbeitenden Betrieben, Importeuren, Futtermittel aufbereitenden Betrieben und Handelsunternehmen, beträgt damit 745.

Thüringer Ökoaktionsplan

Um die Bedingungen für den Ökolandbau in Thüringen zu verbessern hat die Landesregierung 2015 den ÖkoAktionsplan  verabschiedet. Damit soll für die Öko-Betriebe und für Betriebe, die an einer Umstellung interessiert sind, ein verlässlicher Rahmen geschaffen werden.

Der Aktionsplan bündelt in definierten Handlungsfeldern-  (A-H) Maßnahmen und alle unterstützenden Möglichkeiten auf EU-, Bundes- und Landesebene, um sie für die Weiterentwicklung der ökologischen Landwirtschaft in Thüringen zu nutzen.

Mit einer Umstellung auf ökologischen Landbau sind grundsätzliche Änderungen im landwirtschaftlichen Betrieb verbunden. Eine Umstellung sollte daher gut geplant werden. Informationen dazu erhalten Sie hier:

Basisinformation für umstellungswillige Betriebe in Thüringen

Beratungen für den Ökolandbau 

Weitere Informationen

    In Thüringen sind folgende Anbauverbände aktiv:

    Kontakte:

    THÜRINGER MINISTERIUM FÜR INFRASTRUKTUR UND LANDWIRTSCHAFT (TMIL)
    Referat 35 – Pflanzliche Erzeugung und Markt, Ökologischer Landbau
    Werner-Seelenbinder-Straße 8
    99096 Erfurt

    Ansprechpartnerin:  Referatsleiterin Frau Elke Mohnhaupt
    Telefon:   +49 (0) 361 57 419 96 50
    Telefax:   +49 (0) 361 57 419 96 09

    Medieninformationen Ökologischer Landbau und Bioprodukte

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