Erfurter Kreuz

Die Infrastruktur des wichtigsten Thüringer Industriegebietes

Das Industriegebiet „Erfurter Kreuz“ ist das  größte Industriegebiet im Freistaat Thüringen. Es liegt zwischen der Stadt Arnstadt und der Gemeinde Amt Wachsenburg. Die Gemeinde Amt Wachsenburg besteht aus den Ortsteilen Bechstedt-Wagd, Bittstädt, Eischleben, Haarhausen, Holzhausen, Ichtershausen, Kirchheim, Rehestädt, Rockhausen, Röhrensee, Sülzenbrücken, Thörey und Werningsleben. Ein Teil des Gewerbegebietes ist bereits vorhanden und bietet 6.000 Arbeitsplätze, ein Großteil davon für Menschen aus der Region. Aktuell wird es um einen dritten und vierten Bauabschnitt erweitert. Die Zahl der gewerblich-industriellen Arbeitsplätze im Umfeld des „Erfurter Kreuzes“ soll auf künftig etwa 11.000 anwachsen und sich damit nahezu verdoppeln 

Mit der geplanten erweiterten Produktion und den damit verbundenen Arbeitsplätzen am „Erfurter Kreuz“ wird auch das Verkehrsaufkommen weiter steigen, da es perspektivisch mehr Güter- und Personenverkehr geben wird. Um die Verkehrswege auf diese Mehrbelastung  vorzubereiten, müssen sowohl die Anschlussstelle Neudietendorf  der Autobahn A 4 als auch die Landesstraßen L 1044 und  L 1044n verkehrsgerecht ausgebaut werden. Dabei ist es Anspruch der Landesregierung neben dem Straßenausbau umweltfreundliche Verkehrskonzepte für das „Erfurter Kreuz“ zu entwickeln und auch die gute Anbindung des Gewerbegebietes an den Schienengüterverkehr, an regionale Radwege und den Öffentlichen Nahverkehr zu gewährleisten. 

Auch die beteiligten Kommunen engagieren sich für die Verbesserung der Mobilität rund um das Erfurter Kreuz. Aktuell hat die Stadt Arnstadt ein Verkehrsgutachten zur Untersuchung von Verkehrsströmen beauftragt, das Grundlage für die Erarbeitung eines umfassenden Verkehrskonzepts sein soll.

Gespräche zur Entwicklung des Erfurter Kreuzes

  • Minister Hoff im Gespräch mit Gemeinderat

    Auf Einladung des Bürgermeisters der Gemeinde Amt Wachsenburg sprachen am 15. September 2020 Minister Benjamin-Immanuel Hoff und Staatssekretärin Susanne Karawanskij mit den Ortsteilbürgermeister:innen und den Gemeinderät:innen über die weitere Entwicklung am Erfurter Kreuz in der neuen Mitte in Ichtershausen.

    In einem konstruktiven Gespräch wurden verschiedene Aspekte besprochen, die für die anliegenden Gemeinden beim weiteren Ausbau des Gewerbegebiets von besonderem Interesse sind. Im Fokus der Besprechung standen das Gefahrenabwehrkonzept, die Lärm- und Verkehrsbelastung sowie die Wohn- und Lebensqualität vor Ort. Bürgermeister Uwe Möller betonte, dass es im Ortsteil Thörey vor allem darum ginge, vom Land Unterstützung zu erhalten. Minister Hoff sicherte den Gemeinden eine weiterhin enge Abstimmung und Kooperation zu. Er sagte zudem zu, konkrete Fragen der Gemeinden nach einem Gefahrenabwehrkonzept und des Brandschutzes an das zuständige Innenministerium weiterzuleiten. Die Akteur:innen einigten sich darauf, bei anstehenden Herausforderungen regelmäßig das Gespräch zu suchen.

     

  • Forderungen der Gemeinden werden berücksichtigt

    Die in der Gemeinsamen Erklärung vom 4. Februar 2020 vereinbarte Arbeitsgruppe zur Infrastrukturentwicklung am Erfurter Kreuz nahm mit der Konstituierenden Sitzung am 10. Juli 2020 ihre planmäßige Arbeit auf. Im Ergebnis wurde ein Maßnahmenplan entwickelt. Der Gemeinderat des Amtes Wachsenburg fasste die Anliegen der Bürger:innen vor Ort in einem  eigenen Beschluss zusammen, der in den Maßnahmenplan eingearbeitet wurde. Aus dem daraus resultierenden Gesamtmaßnahmenkatalog wird die Arbeitsgruppe einen umsetzbaren Entwurf zum weiteren Vorgehen entwickeln.  

    Im Hinblick auf die wichtige Rolle des Amtes Wachsenburg bei der Weiterentwicklung des Industriegebietes „Erfurter Kreuz“ wird besonderes Augenmerk daraufgelegt, die Forderungen der Gemeinde zu berücksichtigen und umzusetzen. Hierzu fanden bereits konstruktive Gespräche mit dem Bürgermeister der Gemeinde Amt Wachsenburg und allen Mitgliedern des Gemeinderates statt (Link). Unter anderem ging es um die Zeitschienen für entwickelte Maßnahmen einschließlich einem regelmäßigen Monitoring sowie umfassende Informationsmöglichkeiten für die Bürger:innen, z.B. durch Veröffentlichungen im Internet. Die Gemeinde Amt Wachsenburg erhielt zudem einen Entwurf der Verwaltungsvereinbarung mit dem Freistaat Thüringen zur Umsetzung der vorgesehenen Straßenbaumaßnamen.

    Vor dem Hintergrund einer gefestigten Gesprächsbereitschaft zur partnerschaftlichen Lösung von Einzelfragen ist die von Frau Staatssekretärin Karawanskij geleitete Arbeitsgruppe weiterhin aktiv.

     

  • Der Ausbau der Landesstraßen, die das Erfurter Kreuz an- und verbinden

    Straßen sind so etwas die Hauptschlagadern eines Industriegebietes. Es braucht die Anbindung an ein übergeordnetes Straßennetz um existieren zu können, für Investoren attraktiv zu sein und Transportwege garantieren zu können.

    Um eine leistungsfähige und verkehrsgerechte Anbindung des größten Industriegebietes Thüringens sicherzustellen und so weitere Industrie- und Gewerbeansiedlungen am Erfurter Kreuz zu ermöglichen, hat das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr die Fortschreibung des Verkehrskonzeptes Erfurter Kreuz aus den Jahren 2008/2012 beauftragt. Seit Anfang 2019 liegen die Ergebnisse vor.

    Um das künftige Verkehrsaufkommen am Erfurter Kreuz bewältigen zu können, müssen zwei Landesstraßen entsprechend ausgebaut werden: Die Landesstraße L 1044 einschließlich der Anschlussstelle Neudietendorf der A 4 sowie die Landesstraße L 1044n, die das gesamte Industriegebiet durchquert.

    Bis dahin ist es ein langer Planungsweg: Bis Jahresende 2020 soll die Entwurfsplanung abgeschlossen sein. Voraussichtlich im Sommer 2022 wird man dann von der Genehmigungsplanung in das eigentliche Planfeststellungsverfahren übergehen können.

    Zur Umsetzung des Ausbaus der Anschlussstelle an die Bundesautobahn A 4 und des Ausbaus der anschließenden Landesstraße L 1044/L 1044n ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Mit der Planfeststellung wird Baurecht geschaffen. Wenn die Planung störungsfrei verläuft, die erforderlichen Finanzen und personellen Ressourcen gewährleistet werden, ist der Baubeginn bis Ende 2024 angestrebt.

    Aktuell liegen die Vorarbeiten wie Vermessungen, Bodengutachten, die Optimierung von Trassenverläufen sowie die Abstimmung mit allen an den Planungen Beteiligten im vorgesehenen Zeitplan.

    Straßenkarte Erfurter Kreuz

     

  • 4. Februar 2020 - Gemeinsame Absichtserklärung von Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium mit Landkreis und Kommunen

    Am 4. Februar unterzeichneten alle an der Entwicklung des Erfurter Kreuzes Beteiligten eine Absichtserklärung zur zügigen Umsetzung der Entwicklungspläne. „Uns geht es vor allem darum, dass wir Unterstützung erhalten“, sagte der Bürgermeister von Amt Wachsenburg, Uwe Möller, als ein Unterzeichner der Erklärung gegenüber Medienvertretern. Durch das besondere finanzielle Engagement der Landesregierung beim Ausbau der Straßeninfrastruktur habe das Land bereits seinen Willen zur Unterstützung der benachbarten Kommunen gezeigt, sagte Infrastrukturminister Hoff. Diesen Weg wolle man auch weiterhin gemeinsam beschreiten.

    Weitere Unterzeichner:innen waren die Landrätin des Ilmkreises, Petra Enders, Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und Andreas Krey als Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH. In der gemeinsamen Absichtserklärung wurde bekräftigt, dass ein Industriestandort am Erfurter Kreuz entstehen solle, der den Interessen der Wirtschaft, der Forschung und Entwicklung sowie den Belangen des Umwelt- und Klimaschutzes und vor allem der ansässigen Bevölkerung gerecht werde. Die Partner:innen verständigten sich auf eine Intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die in einer Steuerungsgruppe auf politischer Ebene und einer Arbeitsgruppe umgesetzt wird.  Als Grundlage für die weiteren Entwicklung werde zudem ein Maßnahmenprogramm erarbeitet und abgestimmt, das der Bevölkerung vorgestellt und dann schrittweise abgearbeitet wird.

     

     

  • November 2019 - Land unterstützt Gemeinden beim Infrastrukturausbau am Erfurter Kreuz

    Die aktuell vier wichtigsten Straßenbauprojekte am Erfurter Kreuz sind der Ausbau der Anschlussstelle Neudietendorf, der Ausbau der L 1044 zur Autobahn A 4, der Ausbau des Knotenpunkts Thöreyer Straße sowie die Erweiterung der L 1044n um 2 Fahrstreifen.

    Aufgrund der überragenden Bedeutung des Gewerbegebietes „Erfurter Kreuz“ für den Freistaat Thüringen verständigte sich die Landesregierung am 19. November 2019 auf eine besondere Unterstützung des Ausbaus der dortigen Verkehrsinfrastruktur.  Das Landat hat sich insbesondere dazu verpflichtet, die für die Finanzierung der Planung und des Ausbaus der L 1044/L 1044n für Erschließungszwecke erforderlichen Mittel vollständig zu tragen.

    Der sich unmittelbar südlich an den beschriebenen Ausbau der L 1044n anschließende und ebenfalls auszubauende Knotenpunkt Wolff-Knippenberg-Straße dient dazu, den 3. Bauabschnittes des Industriegebietes „Erfurter Kreuz“ zu erschließen. Hierfür ist ein Erschließungsvertrag zwischen der LEG, der Gemeinde Amt Wachsenburg und einer Vereinbarung mit dem Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr vorgesehen.

     

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